Aktiv kicken, schmerzfrei anfeuern – Mit starkem Rücken durch die Fußball-EM

München im Mai 2012. Am 8. Juni startet die diesjährige Fußball-EM in Polen und der Ukraine. Nicht nur für die Nerven aller Fans und Spieler eine große Belastung, auch für den Rücken gilt während des Trainings sowie im Zuschauerraum: standhaft bleiben. „Mit dem bewegungsintensiven Sport gehen nämlich oft auch Beschwerden an der Wirbelsäule einher“, erklärt Dr. med. Reinhard Schneiderhan, Orthopäde und Wirbelsäulenspezialist aus München. „Überbelastungen sowie muskuläre Defizite von aktiven Spielern lassen sich jedoch mit gezielten Kraftübungen ausgleichen.“ Während für Fans beim Public Viewing die Möglichkeit besteht, Rückenproblemen spielerisch entgegenzuwirken, zählt am Ende des Spieltages für beide Seiten nur eines: gesund und beschwerdefrei den hoffentlich errungenen Sieg zu feiern.

Gezielt trainieren

Neben harten Zweikämpfen bergen auch die vielen Drehbewegungen und schnellen Sprints beim Fußballspielen ein hohes Verletzungsrisiko im Rückenbereich. Für jeden Profi sowie Hobbyspieler gilt also: Nicht nur in der Vorbereitung auf die Saison Kräftigungseinheiten in das wöchentliche Training einbauen, sondern auch zwischendurch immer wieder spezielle Übungen durchführen. „Auf dem Bauch liegend lässt sich die Rumpfmuskulatur am besten stärken“, rät Dr. Schneiderhan. „Mit nach vorn ausgestreckten Armen und dem Ball in beiden Händen den Oberkörper etwas anheben und knapp über dem Boden von der rechten auf die linke Seite bewegen.“ Wer mit Übungen wie dieser regelmäßig Bandscheiben und Wirbelsäule kräftigt, beugt Beschwerden vor: Die Fußball-EM kann beginnen.

Jubeln führt zum Erfolg

Während der Spiele treffen viele Fans zum Public Viewing auf großer Leinwand aufeinander. Denn gemeinsam mit anderen lässt sich die Nationalmannschaft viel besser anfeuern. Was viele nicht wissen: La-Ola-Welle und Jubelsprünge eignen sich optimal als Gegenpol zum langen und anstrengenden Stehen im Freien. „Positionen, die wir über einen langen Zeitraum unverändert einnehmen, sorgen in den meisten Fällen für Verspannungen und Krämpfe an der Wirbelsäule“, weiß der Orthopäde. So trägt beispielsweise die La Ola dazu bei, den Schulterbereich durch das Auf und Ab der Arme zu lockern. Setzen sich Fans beim Singen hin und stehen dann sprunghaft wieder auf, belebt das nicht nur den Kreislauf. „Auch die Bandscheiben entlasten wir durch diesen Bewegungsablauf“, erklärt Dr. Schneiderhan. Solange Fans also richtig jubeln und ihre Mannschaft unterstützen, bleibt auch die Wirbelsäule in Form.

Zu Hause stark bleiben

Um auch beim Anfeuern daheim nicht zu erschlaffen, gibt es ein paar leichte Rückenübungen, die bequem vor dem Fernseher für Entspannung sorgen.

Um die Halswirbelsäule zu aktivieren, mit geradem Rücken auf den Stuhl- oder Sofarand setzen und mit dem Zeigefinder das Kinn nach hinten schieben.

Im Stehen die Hände gerade über dem Kopf nach oben strecken und immer wieder in die Luft greifen. Stellt man sich dabei zusätzlich auf die Zehenspitzen, entkrampft sich die gesamte Wirbelsäule.

„Beide Übungen mindestens dreimal hintereinander ausführen und zwischendurch kleine Pausen einlegen“, rät Dr. Schneiderhan. „Auf diese Weise stärken Fans den gesamten Rückenbereich.“

Weitere Informationen unter www.orthopaede.com

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