Apfelallergie: Frische Äpfel machen weniger Symptome

Unter den erwachsenen Patienten mit Heuschnupfen (Allergische Rhinitis) leidet jeder Zweite an einem oralen Allergiesyndrom. Dabei kommt es nach dem Verzehr von Kern- und Steinobst zu Juckreiz an der Mundschleimhaut und den Lippen, gelegentlich auch zum Anschwellen der Zunge. Am häufigsten treten diese Symptome beim Verzehr von Äpfeln auf.

Wissenschaftler der Europäischen Stiftung für Allergieforschung (ECARF) erklären, warum die Symptomstärke eines oralen Allergiesyndroms („Apfelallergie“) von der Apfelsorte abhängig ist.

Die Symptomstärke kann von Apfelsorte zu Apfelsorte variieren. Alte Sorten wie beispielsweise der Winterapfel Boskoop oder der Gravensteiner werden deutlich besser vertragen. Bei einigen Betroffenen verursachen rote Äpfel weniger Symptome als grüne. Das Essen von frisch gepflückten Äpfeln sorgt allerdings für die geringsten oder gar keine Beschwerden.

„Die Allergene, die bei Heuschnupfenallergikern zu einem oralen Allergiesyndrom führen, sind bei frisch gepflückten Äpfeln in geringerer Konzentration vorhanden als bei älteren Äpfeln“, erklärt Professor Dr. med. Karl-Christian Bergmann, Leiter der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst (PID) und ECARF-Experte. „Werden Äpfel eingelagert, nimmt deren Allergenkonzentration im Laufe der Zeit stetig zu. So kann auch eine Apfelsorte, die zunächst keine Symptome ausgelöst hat, nach einigen Wochen Lagerung für allergische Beschwerden sorgen.“

Frische Äpfel enthalten allgemein weniger Allergene als gelagerte Äpfel, unabhängig von Farbe und Sorte. Vor allem Heuschnupfenallergikern empfiehlt ECARF daher, beim Verzehr von Äpfeln auf möglichst große Frische zu achten

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