Bewegung als Krebsprävention und Musik als Therapie

Krebsprävention

Krebs – schon das Wort löst bei den meisten Menschen Unbehagen, sogar Angst oder Betroffenheit aus. Ist Krebs zu einem persönlichen Thema geworden, mischen sich Sorgen und manchmal Hoffnungslosigkeit hinzu.

Der Singer/Songwriter und Produzent SYML ist in seinem unmittelbaren Umfeld damit konfrontiert worden und verarbeitete die Machtlosigkeit und den damit einhergehenden Kummer in seinem neuen Track „Flags“.

Brian Fennell aka Syml sagt dazu:„Die Natur ist uneinsichtig und unversöhnlich. Krebs beeinflusst unsere Leben auf eine rücksichtslose Art und Weise. Da helfen auch keine Metaphern, denn sie machen das Trauern nicht weniger schmerzhaft. ‚Flags‘ ist, wie viele meiner Songs, eine Art Therapie, um damit umzugehen, dass Menschen in meinem Leben gegen Krebs kämpfen mussten. Wir begegnen Schmerz und Hoffnungslosigkeit mit Gemeinschaft und Kampf. Und dieser Kampf ist wichtig. Krebs ist scheiße und das Leben ist schön!“ Der Song sehr bewegend und persönlich.

Krebsprävention durch Bewegung

Es gibt keine hundertprozentige Sicherheit, doch wer regelmäßig körperlich aktiv ist, tut etwas für seine Gesundheit: Das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit steigen und das Krankheitsrisiko sinkt. Körperlich aktive Menschen erkranken nachweislich seltener an Tumoren des Dickdarms, der Brust und der Gebärmutterschleimhaut.

Beispielsweise sinkt das Dickdarm- und Brustkrebsrisiko um 20 bis 30 Prozent bei täglicher Bewegung von mindestens 30 Minuten. Bei weiteren Krebsarten wird ein Zusammenhang angenommen. Wissenschaftler vermuten verschiedene Einflüsse: Im Körper werden durch körperliche Aktivität chronische Entzündungsprozesse gehemmt, das Immunsystem gestärkt und Verläufe unterstützt, durch die der Körper Schäden am Erbgut reparieren kann. Zudem regt regelmäßige Bewegung den Stoffwechsel an und erleichtert die Gewichtskontrolle.

Bewegung und Sport als Teil der Krebstherapie

Körperliche Aktivität hilft jedoch nicht nur, das Krebsrisiko zu senken, sondern Bewegung und Sport helfen auch in der Phase der Krebstherapie oder im Anschluss an die Behandlung. Sich regelmäßig bewegen steigert die körperliche Leistungsfähigkeit von Krebspatienten, stärkt ihr Immunsystem und reduziert das Fatigue-Syndrom. Bei vielen Patienten verringert sportliche Betätigung signifikant die Therapie-Nebenwirkungen. Studien weisen zudem darauf hin, dass körperliche Aktivität die Tumorabwehr von Krebspatienten anregt und somit das Rückfall-Risiko reduzieren kann.

Damit die guten Vorsätze auch langfristig Bestand haben, empfiehlt die Deutsche Krebshilfe, sich konkrete und realistische Ziele zu setzen. Insbesondere beim Sport gilt: Langsam anfangen und sich nicht überfordern. Mitstreiter mit ähnlichen Vorsätzen helfen dabei, Rückschläge zu überwinden und an den gefassten Plänen festzuhalten.

Wer seinen Alltag bewegungsreicher gestalten möchte, erhält hilfreiche Informationen im Rahmen der Kampagne „Bewegung gegen Krebs“ der Deutschen Krebshilfe, des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und der Deutschen Sporthochschule Köln. Ein Fitness-Check, Trainingspläne, Motivationshilfen sowie Adressen zu wohnortnahen Sportvereinen bietet die Internetseite www.krebshilfe.de/bewegung-gegen-krebs.

Weitere Informationen und Hilfestellungen, um den Alltag bewegter zu organisieren, bietet der Präventionsratgeber der Deutschen Krebshilfe ‚Schritt für Schritt. Mehr Bewegung, weniger Krebsrisiko‘. Aufschluss über die Rolle von Bewegung und Sport bei Krebs, Trainingstipps und Antworten auf Fragen, wie beispielsweise: „Wann darf ich mit Sport beginnen?“ oder: „Wie oft darf ich trainieren?“ gibt der „blaue Ratgeber“ ‚Bewegung und Sport bei Krebs‘. Zusätzlich erhalten Betroffene wichtige Informationen zu den Rahmenbedingungen für den Rehabilitationssport. Die Ratgeber können kostenfrei bestellt werden: Deutsche Krebshilfe, Buschstr. 32, 53113 Bonn oder im Internet unter www.krebshilfe.de/infomaterial.

Foto: Photo by Andrew Dinh

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