Bittersalz kann bittere Folgen haben

Das musste ein Brite schmerzlich erfahren. Der Patient entwickelt massive Schäden an der Leber, weil er Magnesiumsulfat, auch Bittersalz genannt, regelmäßig zu sich genommen hat. Damit wollte er seine Gallensteine behandeln. Der 38-jährige Mann verlor plötzlich seinen Appetit und bekam eine Gelbsucht. Zunächst wurde er gründlich auf eine Reihe von Lebererkrankungen untersucht, die alle negativ ausfielen. Eine Biopsie, also die Entnahme von Lebergewebe, ergab  Zeichen von Leberschädigungen. Der Patient berichtete, dass er täglich eine Dosis von drei Esslöffeln Bittersalz über 15 Tage eingenommen hatte. Damit wollte er seine Gallensteine auf natürlichem Wege los werden.

Wer zu viel Magnesiumsulfat zu sich nimmt, muss zumeist mit Durchfall rechnen, Herzrhythmusstörungen und Nierenschäden. In der Naturheilkunde wird es gerne gegen Verstopfung eingesetzt. Bei einer langen Einnahmezeit mit einer Dosis, die der Patient eingenommen hatte, kommt es jedoch schnell zu einer Fibrose, einer starken Gewebsschädigung. Nachdem der Patient kein Bittersalz mehr zu sich nahm und entsprechende Medikamente für seine Leber bekam, war die Leberfunktion nach rund sechs Wochen wieder normal.

Expertenrat: Auch bei natürlicher Medizin kann es Nebenwirkungen oder Kontraindikationen geben. Deshalb sollte man hier genau den Waschzettel lesen oder im Zweifelsfall einen Arzt befragen.

Quelle: journal BMJ Case Reports
IMK

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