Blinde Flecken

Im vergangenen Jahr zählte das Bundeskriminalamt 20.000 Delikte, die von Rechtsextremisten begannen wurden. Auch in diesem spannenden Kriminalroman gibt es ein Todesopfer, das auf das Konto eines Rechtsextremisten geht. Der hat seine Strafe fast verbüßt, als der ehemalige Polizist und jetzt als Privatermittler tätige Anton Schwartz auf den Fall angesetzt wird. Sein Auftraggeber ist der Rechtsanwalt Loewi, der glaubt, dass der Täter nicht resozialisiert, sondern in der Haft erst richtig rechtsradikalisiert wurde. Es ist nicht auszuschließen, dass er mit Gleichgesinnten weitere Anschläge plant.
Der Ermittler geht erst unwillig an die Ermittlungen heran. Doch im Laufe seiner Recherchen verdichten sich die Hinweise, dass Loewi recht hat.
Und mehr noch: Der sympathische Schwartz wird auch durch seine Ermittlungen ganz persönlich betroffen. Nicht nur, dass er endlich die Trennung von seiner Frau akzeptieren muss, nun wird er auch noch mit seiner wahren Familiengeschichte konfrontriert . Seine Mutter hat ihm die Wahrheit über ihre und damit auch seine Herkunft verschwiegen. Und die ist mit dem Fall thematisch verknüpft.
Endlich ein Ermittler, der Gefühle und Menschlichkeit zeigt, sich aber nicht abschrecken lässt, wenn es so richtig schwierig und gefährlich wird. Kurz, von dem man gerne noch mehr lesen möchte.

Peter Probst
Blinde Flecken
Schwarz ermittelt
Kriminalroman
256 Seiten

ISBN 978-3-423-21195-6
EUR 8,95
1. Auflage, Februar 2010

Verlag: dtv

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