Brustkrebs – Stoffwechselstörungen erhöhen Risiko

Frauen in der Menopause, die an einer Stoffwechselstörung wie Diabetes leiden, haben im Vergleich zu gesunden Frauen ein erhöhtes Risiko für Brustkrebs, so eine Studie. Übergewicht wird mit einer Stoffwechselerkrankung in Zusammenhang gebracht, aber auch Frauen mit einem normalen Körpergewicht können daran erkranken. Die Studie ist eine Kooperation der School of Public Health am Imperial College London, des Albert Einstein College of Medicine, New York City, und anderen Institutionen.

„Übergewicht ist ein signifikanter Risikofaktor für eine Anzahl von Krebsarten, darunter Brustkrebs insbesondere bei Frauen in der Menopause“, sagt Dr. Gunter. „Die meisten, aber nicht alle Menschen mit Übergewicht, sind von Störungen des Stoffwechsels betroffen – eingeschlossen hoher Blutzuckerspiegel und Insulinresistenz, was bedeutet, dass der Körper das Hormon Insulin zwar produziert, aber es nicht wirksam nutzen kann. Wir fanden, dass übergewichtige Frauen in der Menopause mit einem ungesunden Stoffwechsel, ein höheres Risiko für Brustkrebs haben, als stoffwechselgesunde Frauen“.

Es stellte sich heraus, dass die Prüfung des Stoffwechsels etwa durch Messung der Insulinresistenz eine bessere Aussagekraft hat als das Übergewicht, um das Risiko für eine Brustkrebserkrankung einschätzen zu können.

Ergebnisse der Studie mit 3 327 Frauen

Frauen, die übergewichtig und Insulinresistenz waren, hatten ein 84 % höheres Risiko, an Brustkrebs zu erkranken als übergewichtige Frauen ohne Insulinresistenz. Bei übergewichtigen Frauen, die nüchtern gemessen hohe Blutzuckerwerte aufwiesen, verdoppelte sich das Risiko. Zweifach höher war das Risiko für Frauen, die zwar normalgewichtig, aber einen hohen Blutzuckerwert (nüchtern) hatten, im Vergleich zu schlanken Frauen mit gesunden Werten.  Dennoch bleibt es wichtig, lebenslang auf ein gesundes Gewicht zu achten.-IMK-

Reference: M.J. Gunter et al. ‚Breast Cancer Risk in Metabolically Healthy Overweight Postmenopausal Women.‘ Cancer Research, January 15, 2015 75; 270 doi:

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