Chic in Eco Knitwear

Schon mal was von Pullovern aus Possum gehört? Von farbig wachsender Bio-Baumwolle oder der Spickeltechnik? Der Internationale Verband der Naturtextilwirtschaft e.V. (IVN) präsentiert pünktlich zum meteorologischen Herbstbeginn Innovationen und Besonderheiten bei nachhaltiger Strickmode. Maschen aus nachhaltigen Materialalternativen, Recycling- und Zero-Waste-Konzepte sowie ressourcenschonende Herstellungsverfahren.

Eco Knitwear überzeugt mit Innovation, Qualität und Wohlfühlfaktor

Naturalmente, Kleid 179,90 Euro

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Kuschelige Cardigans, trendy Strickpullis, lässige Ponchos, edle Strickkleider oder hochgeschlossene Rollkragenpullover – wenn es draußen kalt wird, dann kommt Knitwear ganz groß raus. Die wärmenden Maschen halten kuschelig warm, setzen Trends und sind ein Muss für den Winterkleiderschrank. Dabei geht es heute jedoch nicht mehr nur um grob- oder feingestrickt, Muster oder Farbkombinationen, sondern immer mehr auch um nachhaltige Aspekte. Denn Strick ist nicht gleich Strick. Im ersten Mailing mit dem Titel „IVN presents“ stellt der Internationale Verband der Naturtextilwirtschaft (IVN) Innovationen und Besonderheiten im Bereich Eco Knitwear vor – von Zero Waste- und Recycling-Konzepten über alternative Materialien wie Alpaka, Possum, recyceltem Hanf oder farbig wachsender Bio-Baumwolle bis hin zu ressourcenschonenden Herstellungsverfahren.

Eco Knitwear überzeugt auch optisch

Posseimo, Rolli 380,00 Euro

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Eco Knitwear – kontrolliert (bio)logisch!

Eco Knitwear aus Naturfasern hat nicht umsonst eine derart große Fangemeinde: Sie sind angenehm auf der Haut und haben einen hohen Tragekomfort. Wolle zum Beispiel hat gerade im Winter von Natur aus viele Vorteile. Durch ihren Faseraufbau ist sie wärmend und klimaausgleichend zugleich – ein Material mit Wohlfühlfaktor. Merinowolle ist zudem besonders fein und kratzt nicht. Aber auch andere Naturfasern ökologischen Ursprungs wie Hanf oder Baumwolle eignen sich bestens für Strickware. Doch Naturfasern sind nicht per se nachhaltig. Um das zu sein, braucht es mehr. Der IVN hat hierfür strenge Richtlinien entwickelt: Das Siegel IVN BEST gibt Konsumenten Orientierung und garantiert, dass Pflanzenfasern ökologisch angebaut werden, das heißt unter anderem keine künstlichen Spritz- und Düngemittel eingesetzt werden.

Wunderwerk, 3D-Pullover 229,95 Euro

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Denn diese sind hochgradig umweltbelastend und gefährden die Gesundheit der Bauern. Bei tierischen Fasern steht das Tierwohl im Mittelpunkt: Das beinhaltet vor allem die artgerechte Tierhaltung im Stall und auf der Weide sowie den Verzicht auf einen präventiven Einsatz von Medikamenten. Bei der Weiterverarbeitung der Fasern spielen außerdem der Verzicht auf schädliche Chemikalien und ein anspruchsvolles Umweltmanagement hinsichtlich der Punkte Abfall, Abwässer und Energie eine große Rolle. Genauso wie Sozialstandards zur Einhaltung von Menschenrechten bezüglich Arbeitssicherheit und gerechter Bezahlung durch die gesamte Produktionskette hindurch. Fühlt sich gut an!

Nachhaltig von A wie Alpaka bis P wie Possum

Nicht alle kontrolliert biologischen Naturfasern sind so gut bekannt wie Wolle oder Baumwolle. Ein echter Exot ist Possumhaar. Das Possum ist ein kleines Beuteltier, das in Neuseeland lebt, dort aber leider gar nicht hingehört. Es wurde vor knapp 150 Jahren von Seefahrern auf den Inseln ausgesetzt, ohne dass sie wussten, dass es dort keine natürlichen Feinde hat. Auf die 5 Millionen Einwohnern Neuseelands kommen mittlerweile 80 Millionen Possums. Das Beuteltier hat das ökologische Gleichgewicht in Neuseeland völlig aus den Fugen gebracht. Wegen dieser Bedrohung müssen Possums – organisiert über die neuseeländische Naturschutzbehörde – gejagt werden, um heimische Tierarten zu schützen. Das Haar dieser Tiere verwendet Marianne Birkenfeld für ihre Strickkollektion Posseimo. Possumhaar ist so fein und weich wie Kaschmir, durch die Struktur der nachhaltigen Fasern aber noch leichter und wohlig wärmend. Optimal, um daraus kuschelige Rollkragenpullover, Capes, Mützen und Schals herzustellen.

HempAge, Cardigan 100,00 Euro

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Wie die Possums leben auch die Alpakas in Freiheit. Aber in kleinen Herden, mit vielen natürlichen Feinden und in Ländern, in denen sie ursprünglich zuhause sind. So zum Beispiel in Peru. Da sie mehr oder weniger wild sind, leben und ernähren sie sich so wie es die Natur vorgesehen hat. Anders als Schafe können sie gar nicht erst in großen Herden oder gar in Massentierhaltung gehalten werden. Mehr Bio geht also nicht. Heiko Wunder vom Eco Fashion Label Wunderwerk verwendet die Alpakawolle für seine Pullover in der aktuellen Herbst-/Winter-Kollektion. Dabei geht es ihm nicht nur darum, dass die Alpakas in Peru ein glückliches Leben führen, sondern dass auch die Weiterverarbeitung der Wolle bis hin zum fertigen Pullover vor Ort in kleinen Kooperativen stattfindet. Das ist sowohl für die Lebensqualität der Familien als auch für den ökologischen Fußabdruck der Produkte von enormem Vorteil. Aus Peru kommt auch die Bio-Baumwolle von Alma & Lovis. Dabei handelt es sich um die native Urform der Baumwolle. Sie wächst nicht nur in Weiß, sondern in der gesamten Farbpalette von Beige über Braun und Grün. Alma & Lovis macht daraus zum Beispiel Ringelpullis – ganz ohne Färben und Bleichen!

Alma & Lovis, Ringelpullover 139,90 Euro

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Ressourcen schonen durch Zero Waste, Recycling und Spickeltechnik

Denkt man Nachhaltigkeit noch einen Schritt weiter, dann stellt sich die Frage, was denn eigentlich mit den Abfällen passiert, die während der Produktion entstehen. Auch hier gibt Eco Knitwear Antworten. Die naheliegendste lautet: überflüssige Ressourcen von vorneherein zu vermeiden und/oder Abfälle einfach wiederzuverwerten. Stichwort: Recycling. Das hilft, Rohstoffe einzusparen und hat damit einen hohen ökologischen Anspruch. So macht es zum Beispiel Hessnatur mit seinem Zero Waste Konzept, wobei Kaschmir recycelt und vollständig verarbeitet wird.

Hessnatur, Zero Waste Poncho 369,00 Euro

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Schnittreste oder Überbleibsel gibt es hier nicht! Auch HempAge setzt bei Knitwear auf Recycling von Bio-Baumwolle und Hanf und verwendet textile Reste, die sonst im Müll landen. Schweikardt Moden von der Schwäbischen Alb wiederum setzt ein hoch innovatives Verfahren ein, das den Ressourcenverbrauch dank einer einzigartigen Stricktechnik senkt: die Spickeltechnik. Kleider, Röcke und Strickjacken, die normalerweise mit vielen Teilungsnähten und einem hohen Stoffverbrauch ihre Passform erhalten, können durch hochmoderne Maschinen am Stück in Form gestrickt werden und innerhalb der Fläche individuelle Materialverläufe erhalten. Ganz ohne Verschnitt und mit deutlich weniger Materialeinsatz. Das ist Ressourcenschonung dank deutscher Innovationskraft und modernster Technik.

Eco Knitwear – modisch, nachhaltig und besonders. Die kalte Jahreszeit kann kommen!

Bezugsquellen
Eco Knitwear der genannten Marken ist unter anderem in folgenden Shops zu kaufen:
– Cherrybomb, Berlin
– Daniels, Köln
– Dear Goods, München
– Fairbleiben, Dortmund
– Fairtragen, Bremen
– Glore, Hamburg, Stuttgart, München, Nürnberg, Luzern
– Hessnatur, Butzbach, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München
– Kaiser, Freiburg
– Le Shop, Köln und Bonn
– Marlowe Nature, Hamburg
– Number Seven, Frankfurt am Main
– Shoeting, Berlin

Internationaler Verband der Naturtextilwirtschaft (IVN)
Der Verband schützt die Interessen der Naturtextilund Naturlederwirtschaft unterstützt. Für ein allgemeingültiges Verständnis von Naturtex-tilien und -lederwaren hat der IVN für seine Mitglieds-unternehmen aus Handel und Industrie strenge Qualitätsrichtlinien entwickelt. Als Sprachrohr für die Branche klärt der IVN über die Unterschiede von Naturtextilien, Naturleder und konventionellen Produkten auf und informiert Unternehmen und Verbraucher unter anderem zu den Themen Umweltentlastung, Ressourcenschutz, soziale Verantwortung, wirtschaftliche Gerechtigkeit, Artenschutz und Transparenz sowie Gesundheitsrisiken und Qualitätsaspekte. Seine Mitgliedsunternehmen unterstützt der IVN durch Fachinformationen, Beratung und Fortbildungsmaßnahmen sowie verbandsinterne Zusammenarbeit. Der IVN ist einer von vier Gesellschaftern der Global Organic Textile Standard (GOTS) gGmbH. Darüber hinaus vergibt der IVN zwei eigene Qualitätszeichen für ökologisch und sozial verantwortungsbewusst hergestellte Produkte: NATURTEXTIL und NATURLEDER.
www.naturtextil.de

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