Corona-Lockdown – Nebenwirkungen und Innovationen

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Lockdown fördert Kurzsichtigkeit bei Kindern – Augenärzte raten zu mehr Tageslicht

Eine Reihenuntersuchung an 123.000 Schulkindern in China hat ergeben, dass sich die Kurzsichtigkeit der Sechs- bis Achtjährigen im Jahr 2020 im Schnitt um 0,3 Dioptrien verschlechterte. Ursachen für die Zunahme der kindlichen Kurzsichtigkeit könnten der seltenere Aufenthalt im Freien und das mit viel Bildschirmarbeit verbundene Homeschooling im pandemiebedingten Lockdown sein, vermuten die Studienautoren.

Experten der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) empfehlen den Eltern hierzulande, jüngeren Kindern trotz der Einschränkungen durch die Covid-19-Pandemie möglichst viel Tageslicht zukommen zu lassen und die Nutzung von Smartphones, Tablets und PCs zu begrenzen.

Ob die Ursache der Zunahme an Kurzsichtigkeit auf verstärkte Bildschirmarbeit oder aber den fehlenden Aufenthalt im Freien zurückzuführen ist, beantwortet die chinesische Studie nicht. Kürzlich konnte allerdings eine große Studie aus Taiwan belegen (2), dass die Zunahme an Kurzsichtigkeit bei Kindern durch einen täglichen Aufenthalt im Freien von 120 Minuten während der Schulzeit umgekehrt werden konnte und die Rate der Kurzsichtigen seither jährlich sinkt – von 50 Prozent auf nun wieder 40 Prozent. Quelle: DOG

Empfehlenswert ist dieser Rat auch, um die psychische Stabilität der Kinder zu stärken. Laufen, spielen und toben im Freien ist für alle Kinder eine willkommene Abwechslung. Ob es tatsächlich zu psychischen Schäden bei den Kindern während des Lockdowns kommt oder bereits gekommen ist, wollen einige Studien bewiesen haben. Doch Ergebnisse von Fragebogen-Studien, die im Schnellverfahren entwickelt wurden, sind immer mit Vorsicht zu genießen. Anmerkung der Redaktion

Gute Selen-Versorgung ist in Pandemiezeiten besonders wichtig

Foto: Universität Osnabrück Der Selstar® wird umweltschonend erzeugt und in einer natürlichen Kartonschale ohne Plastik verpackt.

Der neue Apfel Selstar® der Hochschule Osnabrück hat im Vergleich zu anderen Äpfeln einen zehnmal so hohen Selen-Gehalt und feiert nun seine breite Markteinführung von Osnabrück bis Berlin.

Er ist fein-säuerlich im Geschmack, steckt voller Vitamine und besitzt zusätzlich auch noch viel Selen. Diese einzigartige Kombination bietet die neue Apfel-Innovation Selstar® der Hochschule Osnabrück. Das Spurenelement Selen ist für eine normale Funktion des Immunsystems und der Schilddrüse unentbehrlich. Der Selstar® wird jetzt in mehr als 80 Märkten von Osnabrück bis Berlin angeboten.

Der Apfel enthält im Vergleich zu einem gewöhnlichen Apfel mehr als zehnmal so viel Selen und deckt damit rund ein Drittel des Selen-Tagesbedarfes. Prof. Dr. Lutz Schomburg, Institut für Experimentelle Endokrinologie der Charité – Universitätsmedizin Berlin, verdeutlicht die Wichtigkeit des Spurenelements: „Der Selenbedarf des Menschen wird über die Nahrung oft nicht ausreichend gedeckt. Wenn wir aber zu wenig Selen aufnehmen, treten Mangelerscheinungen auf und es steigt das Risiko für bestimmte Erkrankungen wie Darm- und Leberkrebs sowie Erkrankungen der Schilddrüse. Insbesondere Vegetarier und Veganer, aber auch schwangere und stillende Frauen sind häufig unterversorgt.“

Bei Corona-Patienten kann ein Selenmangel ebenfalls negative Auswirkungen haben. „Zwei aktuelle Studien weisen darauf hin, dass an COVID-19 erkrankte, schlecht mit Selen versorgte Personen ein höheres Risiko haben, hieran zu versterben, als ausreichend mit Selen versorgte Patienten.”

Erhöhter Wasserverbrauch in Zeiten des Lockdowns

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In der zweiten Märzhälfte 2020 kam es durch die Maßnahmen zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie in Deutschland zu ungekannten Veränderungen in nahezu allen Lebensbereichen. Mit dem Lockdown im Frühjahr standen auch die Wasserversorger vor einer neuen Situation: Der Wasserverbrauch veränderte sich, sowohl in öffentlichen und betrieblichen Einrichtungen als auch im häuslichen Wohnraum.

In ihrer Studie zum Wasserbrauch in einer norddeutschen Versorgungsregion konnten Wasserexpertinnen des ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung einen Verbrauchsanstieg in Folge veränderter Alltagsroutinen im ersten Lockdown um mehr als 14 Prozent errechnen. Für ihre Studie, die im Journal „Water“ in der Januarausgabe 2021 erschienen ist, haben Wasserexpertinnen des ISOE tägliche und stündliche Wasserverbrauchsmengen in der ersten Welle der Corona-Pandemie untersucht. Ziel war es, den Effekt der Lockdown-Maßnahmen auf den Wasserverbrauch wissenschaftlich fundiert zu analysieren und ihn in Abgrenzung zu anderen Einflüssen sichtbar zu machen. Hierfür werteten die Wissenschaftler*innen Daten aus dem knapp tausend Quadratkilometer großen Versorgungsgebiet des Wasserbeschaffungsverbands WBV Harburg aus. In diesem Gebiet am Rande der Metropolregion Hamburg südlich der Elbe werden mehr als 180.000 Menschen mit Trinkwasser versorgt.

Wasserversorger sollten sich deshalb mithilfe möglichst präziser Bedarfsprognosen auf Anpassungen an den Wasserverbrauch einstellen – wobei sich Anpassungen an den künftigen Verbrauch darüber hinaus auch durch sich verändernde Nutzungsmuster in den hochsommerlichen Dürrezeiten ergeben.

Quelle: ISOE

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