Das verborgene Haus – Buchtipp

In guten wie in schlechten Tagen, in Violas Kopf formt sich immer wieder dieser Gedanke. Denn seit Axel im Krankenhaus war, hat er sich verändert. Und sie fragt sich, ob sie an einem Wendepunkt ihrer Ehe angelangt sind. Sie versteht seine wechselhaften Launen nicht und seine Wutanfälle, die sie bisher nicht bei ihm gekannt hat, bereiten ihr und den Töchtern Angst. Jetzt während der Osterferien, die sie nicht wie geplant in Italien, sondern in Schonen verbringen, hofft sie, dass sich Gespräche ergeben, die die Vertrautheit und Geborgenheit zwischen ihnen wieder herstellen. Zudem können sie Axels Mutter im nahe gelegenen Seniorenheim besuchen.
Schon beim ersten Besuch der Schwiegermutter zeigen sich Axels Launen wieder. Durch Zufall lernt Viola dort die 90-jährige Lea kennen, für die sie spontan eine große Sympathie empfindet. Lea ist eine überaus kluge Frau, die als Missionarin in China gearbeitet hat und sofort spürt, dass Viola Probleme hat. Als sie Viola von ihr verfasste Erzählungen über ihren Aufenthalt in China mit gibt, öffnet sich für diese eine unbekannte, faszinierende Welt.
Ob Viola allerdings die Probleme in ihrer Ehe lösen kann, wird auch durch die Bekanntschaft mit einem liebenswerten Stationsarzt, den sie bei einem weiteren Besuch Leas kennenlernt, sehr unwahrscheinlich.

Eine mitreißende Geschichte, deren besonderer Reiz in der Verknüpfung zweier Erzählebenen und den psychologisch präzise gezeichneten Figuren liegt.
Sehr empfehlenswert.

Maria Ernestam
Das verborgene Haus

Roman

Originaltitel: På andra sidan solen
Originalverlag: Forum
Aus dem Schwedischen von Holger Wolandt, Lotta Rüegger

Deutsche Erstausgabe

Taschenbuch, Broschur, 384 Seiten
ISBN: 978-3-442-74398-8
€ 9,99

Verlag: btb

Erscheinungstermin: 9. April 2012

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