Der Millstätter See. Das Juwel in Kärnten:Heute Pirat, morgen Knappe

Der Kindersommer am Millstätter See in Kärnten steckt voller kunterbunter Abenteuer: als Pirat unbekannte Ufer entdecken, das Leben auf der Alm erforschen, mit Nachtwächter Martin geheime Plätze kennenlernen, wie einst die Knappen edle Steine schürfen, auf der Krebsenwandermeile den „goldenen Ritter des Weirerbachs“ bestaunen oder in die Welt der Sagen und Märchen eintauchen – kleine Gäste können sich auf ein spannendes Programm freuen.

Piratenschiff ahoi. Jeden Mittwoch sticht die Black Pearl mit Kapitän Barbarossa und seiner jungen Piratenmannschaft in (den) See, die sich am unverbauten Südufer des Millstätter Sees auf Schatzsuche begibt. Über Stock und Stein, mit der Schatzkarte in der Hand, vorbei an allerlei Hinweisen, führt die Spur in die berüchtigte Laggerbucht. Die „Black Pearl“ hisst auch bei Schlechtwetter ihre Totenkopfflagge, um vom Blumenpark in Seeboden kleine Piraten an Bord zu nehmen, die mit Augenklappen, Piratentuch und Fernrohr auch standesgemäß ausgerüstet werden (9.30 bis 14.00 Uhr; Kosten: 20 Euro pro Person).

Spannende Almerlebnisse. Warum ruhen sich Kühe nach dem Fressen aus? Welche Kräutlein wachsen auf der Alm? Wo kommt all das Wasser her? Wovon leben die Ziegen? Antworten darauf gibt der Alm-Erlebnistag auf der Lammersdorfer Hütte auf der Millstätter Alpe, zu dem Familie Obweger jeden Dienstag von Mitte Juli bis Ende August lädt. Den Auftakt macht eine kleine Wanderung auf dem Almbrunn-Steig mit Kneipptrog zur Abkühlung, Viehtränke, Hausquelle, Kraftwerksteich und anderen „Wasserspielen“. Und ganz nebenbei gibt’s viel zu hören und zu sehen zum Thema Pflanzen und Tiere auf der Alm. In der Almsennerei selbst erfahren große und kleine Gäste, wie aus Milch Butter und Käse entstehen. Zum Abschluss des Almerlebnis-Tags steht die Zubereitung der „Frigga“ über offenem Feuer auf dem Programm: Da werden Speck und Käse geschnipselt und mit Eiern in der Pfanne zu einem herzhaften Gericht gebraten, wie es sich einst die Holzfäller munden ließen (10.00 bis 14.00 Uhr; Kosten: 9,50 Euro pro Person, Familienkarte 28 Euro).

Alm-Erlebnistag auf der Lammersdorfer Hütte

Alm-Erlebnistag auf der Lammersdorfer Hütte


Im Schein der Laterne. Nachtwächter Martin kennt Millstatt wie seine Westentasche und weiß viele Geschichten aus längst vergangener Zeit zu erzählen. Wenn der Schein seiner Laterne auf verborgene Plätze fällt, die an gruselige Geschehnisse vergangener Tage erinnern, kommt Gänsehaut auf (jeden Freitag von 20.30 bis 22.00 Uhr; Kosten: 4 Euro pro Person).

Schürfen wie die Knappen. Die Millstätter Alpe birgt das größte Granatvorkommen Mitteleuropas. Daran erinnert in der alten Bergwerksstadt Radenthein die Erlebniswelt „Granatium“, die den rubinroten Edelstein in all seinen Facetten in Szene setzt. Im Stollen, der einzigen begehbaren Granatader Europas, können sich große und kleine Gäste ein Bild von der unterirdischen Heimat des „Karfunkelsteins“ machen. Im Freien heißt es dann, arbeiten wie einst die Knappen. Mit Hammer und Meißel (Werkzeug und Schutzbrille können ausgeliehen werden) lassen sich im Schürfgelände die rubinroten Granate aus dem Fels schlagen. Anschließend können die Schürfer die edlen Steine im klaren Wasser des Kaninger Bachs auf originalgetreu nachgebauten Geräten waschen, sortieren und bearbeiten. Ein professioneller Schleifer verhilft den Granaten gegen ein kleines Entgelt zu gebührendem Glanz (täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr; Eintritt: Erwachsene 9,90 Euro, Kinder bis 6 Jahre frei, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre 6,90 Euro).

Spielen am Millstätter See


Dem Steinkrebs auf der Spur. Auf der „Krebsenwandermeile“, einer Nebenroute des Millstätter See Höhensteigs, begeben sich kleine und große Naturforscher auf die Spur des in Europa selten gewordenen Steinkrebses. Hölzerne Stege, Brücken und kleine Aussichtsplattformen lassen tief hinter Steine und Wurzeln blicken, wo der „goldene Ritter des Weirerbachs“ mit seinem gelb-rötlich schimmernden Panzer zu Hause ist. Unter dem Strahl der Taschenlampe hat der eine oder andere goldene Ritter seinen großen Auftritt, wenn er sich mit seinen langen Scheren über Steine und den ufernahen Sand bewegt. Der vom Aussterben bedrohte Steinkrebs findet im Weirerbach übrigens sein letztes Rückzugsgebiet in Kärnten.

Im Reich der Mythen und Sagen. In Döbriach öffnet sich mit „Sagamundo“, dem Haus des Erzählens, das Reich der Märchen und Sagen: Die Seenixe Lisona und der Ritter Wolfram vom Wolfsberg führen auf zauberhafte Weise durch ihre Welt voller Geschichten und Mythen aus dem Alpen-Adria-Raum (Mo – Fr 9.00 bis 17.00 Uhr; Samstag, Sonntag und Feiertag 10.00 bis 17.00 Uhr; Eintritt: Erwachsene 7,90 Euro, Kinder von 6 bis 18 Jahre 3,90 Euro, Familienkarte 18 Euro).
Weitere Informationen im Internet

Foto: MTG GmbH – steve.haider.com,

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