FILMTIPP: A SINGLE MAN

Ein Anruf – mehr braucht es nicht, um die Welt von George Falconer (COLIN FIRTH), einem britischen Professor im Los Angeles der frühen 1960er Jahre, zerbrechen zu lassen. Seit er am Telefon vom Unfalltod seines langjährigen Lebensgefährten Jim (MATTHEW GOODE) erfahren hat, ist das zuvor so intensive Glück aus dem gemeinsamen Haus verschwunden und die Zukunft für George ein dunkles, unvorstellbares Nichts. Während um ihn herum die Kubakrise oder elegante Cocktailpartys den Alltag bestimmen, wird sein Leben von Trauer und Einsamkeit dominiert. Mit Gin und Zigaretten, Musik und Gesprächen versucht Georges wunderschöne beste Freundin Charley (JULIANNE MOORE), dem Verzweifelten Trost und Freude zu spenden.

Ausgerechnet an dem Tag, an dem George sich der Traurigkeit ergeben und alles hinter sich lassen will, erkennt der junge und wissbegierige Student Kenny (NICHOLAS HOULT) in ihm eine verwandte Seele und sucht seine Nähe. Nicht zuletzt durch diese berührende Begegnung beginnt George ganz langsam und zaghaft, die verblasste Welt um sich herum wieder in einem neuen Licht zu sehen. Ob im Lächeln eines kleinen Mädchens, dem sonnendurch-fluteten Herbsthimmel oder einer attraktiven Zufallsbekanntschaft entdeckt er in den kleinen Dingen des Lebens die Schönheit wieder – und auch Kenny kreuzt noch einmal seinen Weg.

Mit A SINGLE MAN, seinem Debüt als Kinoregisseur, ist Tom Ford auf Anhieb ein Film gelungen, dessen Schönheit und Einfühlsamkeit ihresgleichen suchen. Basierend auf der Romanvorlage von Christopher Isherwood erzählt der gefeierte Modeschöpfer in atemberaubend eleganten Bildern eine berührende Geschichte über die alles überdauernde Kraft der Liebe, die Tragik der Einsamkeit und die Bedeutsamkeit der scheinbar kleinen Momente im Leben.
Als Protagonist und Titelheld brilliert Colin Firth („Bridget Jones“) mit einer nuancierten und tief beeindruckenden Leistung, die ihm neben zahlreichen anderen Preisen den Darstellerpreis Coppa Volpi beim Filmfestival von Venedig sowie den BAFTA Award und eine Oscar®-Nominierung als Bester Hauptdarsteller einbrachte. Unterstützt wird er von einem hochkarätigen Ensemble, zu dem außer der unvergleichlichen Julianne Moore („The Hours“) auch Matthew Goode („Match Point“) und Nicholas Hoult („About a Boy“) gehören. Die kraftvolle Musik stammt vom aufstrebenden Komponisten Abel Korzeniowski („Battle for Terra“).

Kinostart: 8. April 2010

Senator Film Verleih

1 Kommentar

  1. Vincent sagt:

    Bin eben das erste mal vorbei gekommen. Gefaellt mir ziemlich gut.

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