Filmtipp: Wenn wir zusammen sind

Kurzinhalt:

Mathias und Antoine, beide alleinerziehende Väter, sind die besten Freunde. Sie beschließen sich zusammen zu tun, in ein Haus in London zu ziehen und ihre Kinder Louis und Emily gemeinsam zu erziehen. Zum Wohle der Kinder sollen dabei Spielregeln eingehalten werden : keine Babysitter – und keine Frau im Haus…

Regeln aufstellen ist einfach, aber die Beziehungen untereinander und zum anderen Geschlecht sind eine ganz andere Baustelle. Denn als die französische Journalistin Audrey in Mathias’ Leben tritt, ist er sofort ihrem Charme erlegen und bereit, sämtliche Regeln zu brechen. Kann er seinem strengen Mitbewohner klar machen, da er sich verliebt hat, ohne
dass der Haussegen schief hängt? Aber auch auf Antoine wartet bereits das Glück – allerdings ohne das er es merkt – in Gestalt der zauberhaften Floristin Sophie.

Eine romantische Komödie voller Humor und Zärtlichkeit nach dem Buch von Frankreichs erfolgreichstem Autor!


Interview mit Lorraine LÉVY (Regie)

Ihr zweiter Spielfilm ist auch Ihre zweite Romanverfilmung. Was finden Sie in den Werken anderer, das Sie inspiriert?

Von Haus aus bin ich Drehbuchautorin. Ich habe 27 Drehbücher geschrieben, viele fürs Fernsehen. Nur vier davon sind Adaptionen. Ich glaube, das ist eine Frage des Zusammentreffens. Für meinen ersten Langfilm „La première fois que j’ai eu 20 ans“ bin ich von den ersten 20 Seiten des Buches ausgegangen – mit dem Einverständnis
der Autorin Susie Morgenstein. Da gab es eine beeindruckende heimliche Übereinstimmung zwischen ihrer und meiner Welt. So sehr, dass ich das Gefühl hatte, ich
hätte ihr Buch schreiben und sie meinen Film drehen können. Das war toll. Für „Wenn wir zusammen sind“ habe ich das Buch ausgewählt, das mir von allen Romanen von
Marc Levy am besten gefällt. Ich habe mich augenblicklich in die Geschichte verliebt, als mein Bruder mir die Druckfahnen zum Lesen gab. Es gibt in diesem
Episodenroman solch eine reizvolle Zärtlichkeit und Menschlichkeit … das erinnerte mich an die „Stadtgeschichten“ von Armistead Maupin. Als – lange Zeit danach –
Dominique Farrugia und Marc mir vorschlugen, den Stoff zu verfilmen, hat mich das sehr gefreut.

Sie hatten keine Furcht davor, den Roman ihres Bruders zu überarbeiten?

Doch, ich hatte Angst, ihn zu enttäuschen, und dass er sich künstlerisch verraten fühlen könnte. Um so mehr, als ich sehr wohl wusste, dass ich mich vom Buch lösen
musste. „Wenn wir zusammen sind“ ist ja ein Episodenroman, aber ich wollte keinen Episodenfilm drehen. Also musste ich eine filmische Sichtweise für die Leinwandadaption
finden. Nun bedeutet aber bereits eine andere Sichtweise einen Verrat am Buch. Marc hat mir große Freiheiten gelassen. Das war eine stillschweigende Vereinbarung zwischen uns. Am Anfang gab es ein nicht fertiggestelltes Drehbuch von Marc und Philippe Guez (seinem Freund und dem ausführenden Produzenten des Films). Ich entschied mich, wieder vom Buch auszugehen, da das viel einfacher für mich war. Von dem Moment an, als Marc meine erste Version des Drehbuchs mochte, hat er sich nicht mehr i n die Versionen, die danach folgten, eingemischt. Er vertraute mir. Er ist zum Dreh nach London gekommen. Er hat eine sehr respektvolle Distanz gewahrt, vielleicht gerade weil er mein Bruder ist und weil er nicht in mein Revier vordringen wollte. Er war sehr feinfühlend. Als ich ihm die Rohschnitte zeigte, war er glücklich. Ich glaube, er ist sehr zufrieden mit dem Ergebnis.

Was wollten Sie vom Buch behalten und was wollten Sie ändern?

Ich wollte das bewahren, was ich am Buch meines Bruders liebe: die Menschlichkeit der Figuren. Allerdings ich wollte ich an ihnen noch etwas betonen, das mich mehr interessiert: ihre Widersprüchlichkeiten. Die Geschichte von „Wenn wir zusammen sind“ ist die einer Freundschaft.

Denken Sie bereits beim Schreiben an die Schauspieler, die diese Freundschaft darstellen sollen?

Ich habe beim Schreiben sofort an Vincent Lindon gedacht, der dem Projekt und der Geschichte bereits verbunden war. Die Idee, das Buch zu verfilmen, existiert schon seit
einigen Jahren. Ich war absolut der festen Überzeugung, dass niemand außer Vincent Lindon Mathias spielen kann. Die zweite Figur, die sich mir sofort aufdrängte, war Bernadette
Lafont, die meine Vorstellung von Yvonne, die im Film so fantastisch ist, vollständig erfüllte. Als sie ja sagte, war ich sehr erleichtert.

Hat das Lesen Ihres Drehbuchs Vincent Lindon darin bestätigt, bei „Wenn wir zusammen sind“ mitspielen zu wollen?

Ja, Vincent hatte Lust, diesen Film zu machen. Aber Vincent ist niemand, der sich mit einer Zusage begnügt. Er stellt sich immer wieder in Frage, er stellt andere immer wieder in Frage, so dass alles sehr bewegend und beweglich ist. Die Arbeit geht andauernd und ohne Pause wieder von vorne los. Vincent ist wie ein Wildpferd – er erinnert mich sehr an Montgomery Cilft. Er ist jemand, der sich immer in Gefahr begibt. Er ist außerordentlich mutig und immer in Bewegung. Auch ist er jemand, der von anderen eine wilde
Energie fordert. Er ist ein großartiger Schauspieler.


Trailer


Überblick

Titel: Wenn wir zusammen sind
Website: www.wennwirzusammensind.de/

FILMSTART: 19.11.2009

BESETZUNG

Mathias Vincent LINDON
Antoine Pascal ELBÉ
Audrey Virginie LEDOYEN
Sophie Florence FORESTI
Yvonne Bernadette LAFONT

STAB

Regie Lorraine LÉVY
Buch Lorraine LÉVY, Marc LEVY, Philippe GUEZ
Produzent Dominique FARRUGIA / F.E.W


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