Großeltern prahlen gern mit ihren Enkelkindern, wie gut sie doch geraten sind. Den Großeltern sei Dank, denn Kinder entwickeln sich sozialer und in einigen Fällen auch intelligenter, wenn Oma und Opa in ihr Leben mit einbezogen sind, so eine aktuelle Studie der Brigham Young University. Forscher befragten 408 Enkelkinder im Alter zwischen 10 und 14 Jahren über ihr Verhältnis zu den Großeltern. Ein Jahr später untersuchten die Wissenschaftler die emotionale Entwicklung der Probanden.
Das Ergebnis zeigte, dass die Teilhabe der Großeltern am Leben der Enkelkinder sich in der Entwicklung einer größeren Sensibilität für die Fürsorge und Anliegen anderer Menschen auch außerhalb der eigenen Familie und von Freunden äußerte. Der positive Einfluss der Großeltern auf die Enkelkinder wirkt sich anders aus als die Eltern-Kind-Beziehung: Kein Kind aus der Studie lebte etwa bei den Großeltern. Sie wirken vielmehr als Helfer in Familienkrisen. Auch wenn die Kinder beispielsweise keine Kenntnis über finanzielle Hilfeleistungen der Großeltern hatten, beeinflusste dies trotzdem das schulische Engagement des Kindes. – I. Mosblech-Kaltwasser
Die Studie erscheint in der neuen Ausgabe des “Journal of Research on Adolescence”.
Kinder entwickeln sich sozialer, wenn Großeltern eine Rolle in ihrem Leben spielen












