Junge Erwachsene, die körperlich fit sind, haben einen höheren IQ und besuchen eher eine Universität.
Dies sind Ergebnisse einer großen Studie mit 1.2 Millionen schwedischen Männern, die zwischen 1950 und 1976 geboren wurden und ihren Militärdienst absolvierten.
Die Studie konnte einen deutlichen Zusammenhang zwischen guter körperlicher Fitness und hohen Werten im IQ-Test herstellen. Dabei zeigte sich eine besonders starke Korrelation zwischen logischem Denkvermögen und verbalem Verständnis. Auf der körperlichen Seite zählte jedoch nur die Fitness und nicht die Stärke. “Fit zu sein bedeutet, dass das Herz gesund, die Lungenkapazität gut ist und die Sauerstoffversorgung des Gehirns ausreicht”, erklärt Michael Nilsson, Professor an der Sahlgrenska Academy und Chefarzt am Universitätshospital. “Dies könnte einer der Gründe sein, warum wir eine klare Verbindung zur körperlichen Gesundheit ziehen, aber nicht zur Muskelstärke. Wir sehen ebenfalls, dass es Wachstumsfaktoren gibt, die sehr wichtig sind”, so der Professor weiter.
Durch die Analyse von Zwillingsdaten waren die Forscher in der Lage zu entscheiden, dass in erster Linie Umweltfaktoren und nicht die Gene den Zusammenhang zwischen Fitness und Intelligenz erklären. Die Studie konnte außerdem zeigen, dass Jugendliche, die zwischen dem 15. und 18. Lebensjahr ihre körperliche Fitness verbessern, auch ihr Denkvermögen steigern. Deshalb ist es nach Meinung der Ärztin und Wissenschaftlerin Maria Åberg so wichtig, dass in den Schulen der Sportunterricht ein absolutes Muss ist, wenn Schüler gut in Mathematik und anderen theoretischen Fächern sein sollen.
Die Forscher haben darüber hinaus die Ergebnisse der untersuchten Personen aus Fitnesstests während des Militärdienstes mit dem sozioökonomischen Status in einem späteren Lebensabschnitt verglichen. Hier zeigte sich, dass wer mit 18 Jahren körperlich fit war, eher ein Studium absolvierte und später den besseren Job bekam.-IMK-












