Von Antifaltencremes erwarten Kundinnen und Kunden, dass sie gegen Falten helfen. ÖKO-TEST wollte wissen, ob die Produkte halten, was die Verpackungen in schönsten Worten versprechen. Deshalb hat das Frankfurter Verbrauchermagazin die Cremes nicht nur auf die Inhaltsstoffe untersuchen lassen, sondern auch Wirksamkeitsbelege von den Kosmetikfirmen angefordert. Die Ergebnisse sind enttäuschend. Keiner der Hersteller konnte belegen, dass seine Creme dauerhaft gegen Falten wirkt. Kurzfristig sind zwar Veränderungen der Faltentiefe im Bereich von Mikrometern messbar, das sind 0,001 Millimeter. Der Effekt ist jedoch nicht größer als bei herkömmlichen Pflegecremes.
Dazu haben es manche Cremes ganz schön in sich: So enthalten manche Produkte etwa Duftstoffe, die Allergien auslösen können, oder polyzyklische Moschus-Verbindungen, die im Verdacht stehen, wie ein Hormon zu wirken und sich im Körper anreichern können. Einige Hersteller schützen ihre Cremes vor Keimbefall mit Formaldehyd/-abspalter. Dieser Stoff kann allergisierend wirken und steht zudem unter Krebsverdacht.
Das Resümee von ÖKO-TEST: Eine herkömmliche Pflegecreme tut es auch – und ist durchschnittlich erheblich günstiger.
Das ÖKO-TEST-Magazin Februar 2012 gibt es seit dem 27. Januar 2012 im Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet 3,80 Euro.
Aus dem Inhalt:
Test: Multivitaminpräparate
Vitamine und Mineralstoffe in einer Tablette werden als Rundum-sorglos-Paket zum Erhalt der Gesundheit verkauft. Doch immer mehr Studien zeigen: Mit dem Nutzen solcher Produkte ist es nicht weit her, die Risiken sind nicht zu unterschätzen. Und so schnitten die untersuchten Multivitamin-Präparate fast alle katastrophal ab: Viele Präparate sind viel zu hoch dosiert, nur wenige getestete Produkte halten sich an die Höchstmengenempfehlung des Bundesinstituts für Risikobewertung.
Test: Grüne Tees
Grüntee kommt meist aus Ostasien. ÖKO-TEST wollte wissen, ob man diesen nach der Atomkatastrophe von Fukushima noch sorgenfrei trinken kann. Das Testergebnis zeigt, dass tatsächlich in einigen Produkten radioaktive Teilchen, wie sie nur bei künstlicher Kernspaltung entstehen, vorhanden sind. Diese Teilchen stammen aber wohl nicht aus Fukushima, sondern sind Reste aus früheren Atombombentests. Zum Glück liegen die Mengen in den untersuchten Produkten sehr weit unter den Grenzen, ab denen Lebensmittel beanstandet werden. Dafür ist aber die Pestizidbelastung umso heftiger: Bis zu 14 verschiedene Spritzmittel ließen sich in den Produkten nachweisen. Auch Rückstände von Mineralöl wurden in der Mehrzahl der Teeproben entdeckt.
Test: Wachsmalstifte
Etliche der getesteten Produkte gehören nicht in Kinderhände. Sie enthalten zu viele polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, von denen einige als krebserregend gelten. Das Schwermetall Blei steckt in zwei Marken. Auch entdeckte das Labor problematische aromatische Amine. Manche Hersteller betreiben zudem Etikettenschwindel: Auf den Verpackungen schwirren zwar Bienen, doch Bienenwachs ist in den Stiften nur in geringen Mengen zu finden.
Test: Laminat
Manches Laminat ist nicht so unempfindlich, wie das die Hersteller den Kunden glauben machen wollen. Einige Marken bekamen im Labortest auch bei vergleichsweise geringer Belastung schnell Dellen oder Kratzer an der Oberfläche. Fast alle laden sich recht schnell elektrostatisch auf, was die Luftelektrizität erhöht und sich auf das Raumklima auswirkt.
Test: Wohngebäudeversicherung
Hausbesitzer braucht eine Wohngebäudeversicherung. Doch wer nicht aufpasst, zahlt jährlich hunderte Euro zu viel. Die Preisunterschiede am Markt sind gigantisch. Dazu kommt, dass manche Versicherungen nur einen mangelhaften Schutz bieten.












