Fasten einmal anders – Verpackungsmüll-Kilos loszuwerden

Verpackungsmüll

Deutschland verursacht von allen europäischen Ländern den meisten Verpackungsmüll. Auf jeden Deutschen entfallen 227 Kilogramm Verpackungen pro Jahr. Die Fastenzeit ist ein guter Zeitpunkt, um gemeinsam unnötige Verpackungsmüll-Kilos loszuwerden und ein Zeichen für mehr Klima- und Ressourcenschutz zu setzen. Die in Deutschland kontinuierlich steigende Menge an Verpackungsmüll zeigt, dass die wirtschaftsfreundliche Abfallpolitik von Bundesumweltministerin Svenja Schulze krachend gescheitert ist.

Viele Verpackungen sind unnötig, zu groß oder zu aufwendig. Deshalb startet die Deutsche Umwelthilfe (DUH) in der Fastenzeit vom 26. Februar bis zum 9. April eine Mitmachaktion zum Verpackungsfasten.

Der Umwelt- und Verbraucherschutzverband ruft alle Verbraucherinnen und Verbraucher dazu auf, sich an der Müll-Diät zu beteiligen und in der 44-tägigen Fastenzeit ihren Verpackungsmüll zu halbieren. Jede nicht erzeugte Verpackung spart CO2 ein, schützt das Klima und schont Ressourcen. Unterstützt wird die Aktion durch die Schauspieler und Umweltaktivisten Hannes Jaenicke und Daniel Roesner.

„Unternehmen wie Nestlé und Coca-Cola handeln verantwortungslos, weil sie sich mit Einwegplastikverpackungen auf Kosten des Klimas und der Umwelt eine goldene Nase verdienen. Trotzdem hindern unsere Umweltministerin Frau Schulze und die Bundesregierung sie nicht daran und tanzen weiterhin nach der Pfeife der Industrie. Macht mit bei der Aktion Verpackungsfasten. Wir können zeigen, dass wir überflüssigen Verpackungsmüll nicht brauchen und nicht wollen“, sagt Hannes Jaenicke.

Verbraucherinnen und Verbraucher haben während der Aktion die Möglichkeit, auf der Webseite zum Verschwendungsfasten in einem Quiz zu testen, wie gut sie bislang Verpackungsmüll vermeiden. Neben einer Auswertung erhalten sie passende Tipps, wie Sie Verpackungen einsparen können.

„Verbraucherinnen und Verbraucher können beim Verpackungsmüll-Fasten zeigen, dass viele Verpackungen gar nicht notwendig sind und es bereits Alternativen zur Wiederverwendung gibt. Bundesumweltministerin Svenja Schulze hat bislang kein Konzept gegen die Verpackungsmüllmengen auf Rekordniveau. Nicht einmal eine von ihr angekündigte freiwillige Selbstverpflichtung des Handels gibt es. Verbraucherinnen und Verbraucher dürfen nicht länger mit unsäglich viel Verpackungsmüll allein gelassen werden. Zweifelhafte Vereinbarungen mit der Industrie sind nicht die Lösung. Was wir zwingend brauchen ist ein verbindliches Ziel zur Halbierung des aktuellen Verpackungsaufkommens bis 2030 und die Umsetzung der Mehrwegquote von 70 Prozent für Getränkeverpackungen“, sagt Barbara Metz, Stellvertretende Bundesgeschäftsführerin der DUH.

Ab Gründonnerstag, dem 9. April, können Verbraucherinnen und Verbraucher über ein Quiz auf der Aktionsseite testen, wie gut es Ihnen gelungen ist, unnötige Verpackungen zu vermeiden. Die DUH wird die Ergebnisse im Anschluss gebündelt der Öffentlichkeit bekannt geben. Unter allen Teilnehmenden werden zudem Preise verlost, die es künftig einfacher machen, noch mehr Verpackungsmüll zu vermeiden.

Unter dem Hashtag #Verpackungsfasten können eigene Geschichten, Bilder, Erfolge, Herausforderungen und Tipps zur Müll-Diät in der Community verbreitet werden. Über einen Verpackungs-Newsletter bleiben alle teilnehmenden Personen auf dem neusten Stand zur Aktion.

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