Fluchen erlaubt – Gebrauch offenbar instinktiv

Katzen fauchen, wenn sie verletzt werden. Menschen reagieren auf Schmerzen, bedingt durch die Entwicklung eines komplexen Sprachsystems, modifiziert: sie fluchen. Dies hilft, einer britischen Studie zufolge, körperliche Schmerzen zu reduzieren.
Um diesen Sachverhalt näher zu untersuchen, baten Psychologen der Keele Universität in Großbritannien 64 Studenten, bei einem Experiment ihre Hände in ein Gefäß mit Eiswasser zu halten. Den Schmerz sollten sie einige Minuten aushalten.
Einer Gruppe wurde erlaubt, Schimpfworte zu rufen, solange sich ihre Hände noch im Eiswasser befanden.
Die anderen Teilnehmer dagegen wiederholten lediglich eine Reihe neutraler Worte. Ergebnis: Die schimpfenden Probanden hielten nicht nur länger ihre Hände ins eiskalte Wasser getaucht, sie nahmen den Schmerz auch nicht mehr so intensiv wahr.
Die Wissenschaftler vermuten, dass Fluchen und Schimpfen die Schmerztoleranz erhöht. Es löst einen instinktiven
Flucht- oder Kampfreflex aus, die Herzfrequenz erhöht sich und der Mensch ist auf Aggression geschaltet.
Somit ist Fluchen ein uraltes, aber universelles menschliches Phänomen.
Doch sollte man diesen natürlichen Schmerzkiller nicht überstrapazieren. Die Wirkung verliert sich mit der Häufigkeit der Anwendung. -IMK-
Quelle: Keele University

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