Frauen mit einem „Akuten-Koronaren-Snydrom“ erhalten weltweit immer noch nicht die gleiche medizinische Behandlung wie Männer

Dubai (20 April 2012): Frauen mit einem akuten Herzsyndrom (AKS) werden im Vergleich zu Männern nur unzureichend medizinisch behandelt, so die Ergebnisse dreier umfangreicher Studien, die heute auf dem Weltkongress für Kardiologie (WCC) vorgestellt wurden.

  • Die „CREATE registry study“ mit über 20 468 Patienten in Indien zeigt, dass relativ wenig Frauen wegen eines „Akuten-Koronaren-Snydroms“ ins Krankenhaus eingewiesen werden. Zudem sind diese Frauen älter, erreichen das Krankenhaus später, haben mehr Risikofaktoren und erhalten eine weniger wirksame Behandlung. Dadurch ist ihre Prognose zu überleben schlechter.
  • Die BRIG-Studie in China mit 3168 Patienten kommt zu dem Schluß, dass eine grundlegende Anzahl von Frauen mit AKS während eines Krankenhausaufenthaltes im Vergleich zu Männern eine nicht angemessene Behandlung bekommt.
  • Ähnliche Ergebnisse liefert eine Studie mit 4229 Patienten aus dem mittleren Osten. Hier werden Frauen tendenziell später ins Hospital eingeliefert als Männer. Zudem leiden sie zusätzlich an schweren Krankheiten. Diese Frauen erhielten Standardbehandlungen in geringerem Unfang als Männer. In diesem Fall hatte dies jedoch keine Bedeutung für die stationäre Sterblichkeit.

„Die drei Studien zeichnen weltweit ein durchgängiges Bild. Damit wird auf eindringliche Weise sichtbar, dass Frauen mit einem „Akuten-Koronaren-Snydrom“ nicht die gleiche Behandlung bekommen wie Männer, sagt Prof. Sidney C Smith, Präsident der „World Heart Federation“. „Das ist etwas, was höchste Priorität erhalten sollte.“

Frauen und Herzerkrankungen
Kardiovaskuläre Erkrankungen, also Herzerkrankungen und Schlaganfälle, sind die größten Killer, denen Frauen weltweit zum Opfer fallen. Jährlich sind es 8,6 Millionen Todesfälle. Insbesondere Frauen in Ländern mit niedrigen und mittleren Einkommensstrukturen sind, wenn sie diese Krankheiten entwickeln, einem höheren Todesrisiko ausgesetzt als Frauen aus industriellen Nationen.

Die gute Nachricht: Frauen können selbst dazu beitragen, ihr Herz zu schützen, indem sie nicht rauchen, sich regelmäßig bewegen und Sport treiben, ihr Gewicht kontrollieren und eine gesunde Ernährung einhalten.

Der Weltkongress für wissenschaftliche Kardiologie (WCC)“ wird alle zwei Jahre von der World Heart Federation veranstaltet. Hochrangige Wissenschaftler aus allen Ländern können dort ihre aktuellsten wissenschaftlichen Ergebnisse und Entwicklungen vorstellen. -I. Mosblech-Kaltwasser-
Mehr Informationen : www.worldcardiocongress.org

Quelle: EurekAlert

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