Friedensreich Hundertwasser: Gegen den Strich. Werke 1949 bis 1970 in der Kunsthalle Bremen

Friedensreich Hundertwasser (1928–2000) ist einer der populärsten Künstler des 20. Jahrhunderts, der aber auch oft missverstanden und unterschätzt wird. Die Ausstellung Friedensreich Hundertwasser: Gegen den Strich. Werke 1949 bis 1970 zeigt den Künstler als prominentes Mitglied der internationalen Avantgarde, der in den 1950er Jahren in Paris arbeitete und eine Bildsprache parallel zum herrschenden Informel entwickelte. In den 1960er Jahren vertrat Hundertwasser Österreich auf der Biennale in Venedig und stellte auf der documenta III in Kassel aus.
Mit seiner Suche nach neuen leuchtenden Farbwelten und als Vordenker visionärer Kunstformen betrat er in den 1950er- und 1960er-Jahren Neuland. Während dieser Schaffensphase stand er im Austausch mit zahlreichen Vertretern der internationalen Kunstszene wie u.a. Yves Klein, Pierre Soulages, Jean Tinguely, Alain Jouffroy und Arnulf Rainer.

Den unbekannten Hundertwasser neu sehen
In seiner Theorie des „Transautomatismus“ (1954–1957) formuliert Hundertwasser, dass es die Aufgabe der Kunst sei, dem Menschen ein neues Sehen zu lehren. Die Kunsthalle Bremen bietet neue Perspektiven auf einen der bekanntesten und zugleich umstrittensten Künstler des 20. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt der seit vielen Jahren größten Ausstellung seines Werkes stehen Hundertwassers beeindruckendes Frühwerk und Meisterwerke der 1950er- und 1960er-Jahre. Es werden um die 100 ausgewählte Gemälde, Grafiken,Aquarelle, Manifeste und Plakate präsentiert, die zu den Ursprüngen und frühen kreativen Höhepunkten dieses außergewöhnlichen Künstlers zurückführen.

Mit dieser Auswahl zentraler, aber selten gezeigte Arbeiten aus dem Frühwerk des Künstlers sowie klassischen Meisterwerken werden neue Perspektiven auf das Schaffen Hundertwassers eröffnet.

Die Ausstellung bringt bedeutende Leihgaben unter anderem aus dem Centre Pompidou in Paris; dem Louisiana Museum of Modern Art in Dänemark; der Albertina, dem Belvedere, dem Kunst Haus Wien und dem Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig in Wien sowie aus zahlreichen Privatsammlungen aus Belgien, Deutschland, Frankreich, Liechtenstein, Österreich und der Schweiz zusammen.

Nachweis Abb.: Friedensreich Hundertwasser
170 Der Garten der glücklichen Toten, St. Maurice/Seine, August 1953
Öl auf Hartfaserplatte
47 x 58,5 cm
Sammlung Christian Baha
© 2012 NAMIDA AG, Glarus/Schweiz

vom 20. Oktober 2012 bis 17. Februar 2013

www.kunsthalle-bremen.de

Katalog
Zur Ausstellung erscheint im Hatje Cantz Verlag ein Katalog mit ca. 160 Abbildungen und Texten von Astrid Becker, Robert Fleck, Christoph Grunenberg, Robert Hodonyi und Ulrike Schmitt sowie ausgewählten Texten von Friedensreich Hundertwasser. Der Katalog kostet € 29,-.

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