Girokontowechsel: Service funktioniert nicht immer

Seit anderthalb Jahren sind Banken verpflichtet zusammenzuarbeiten, damit ein Girokontowechsel für den Kunden einfacher und schneller geht. Eine Stichprobe der Zeitschrift Finanztest mit sechs Onlinekunden kommt jetzt zu dem Ergebnis, dass der Wechsel nicht immer problemlos funktioniert. Denn der Gesetzgeber hat für den Wechsel ein völlig unverständliches Formular entwickelt.

Das gesetzliche Formular schreckt durch Umfang, Aufbau und Sprache eher vom Kontowechsel ab. Auf mindestens drei Papierseiten gibt es für die Bankkunden in drei Abschnitten über 50 Möglichkeiten, Kreuze zu setzen, damit alte und neue Bank Daten austauschen und die Zahlungsvorgänge übertragen können. Das Wechselsystem ist deshalb fehleranfällig.

Neben dem gesetzlichen gibt es bei vielen Banken auch noch einen eigenen digitalen Kontowechselservice, den die Testpersonen nahezu reibungslos nutzen konnten. Aber auch er ist keine Garantie für gutes Gelingen. In einem Fall scheiterte die Testperson, weil die Technik der alten Bank nicht passte.

Finanztest erläutert in sechs Schritten, wie der Kontowechsel am besten funktioniert. Außerdem liefert die Zeitschrift eine Liste mit Banken, die Gratis-Girokonten anbieten, bei denen alle Buchungen inklusive sind, die Girocard nichts kostet und keine Bedingungen zu erfüllen sind. Es müssen nur monatlich Gehalt oder Rente auf das Konto eingehen.

Der Test „Girokonto wechseln“ findet sich in der Mai-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und ist online unter www.test.de/kontowechselservice abrufbar.

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