HALT AUF FREIER STRECKE

Wiesbaden (ots) – Mit HALT AUF FREIER STRECKE ist Regisseur Andreas Dresen ein großer Film gelungen, der sich intensiv und authentisch mit seinem Thema auseinandersetzt. Ein Familienvater erfährt, dass er einen Gehirntumor hat und ihm nur noch kurze Zeit zum Leben bleibt. Was folgt, ist der Abschied vom Leben, unterstützt von der Familie. Bereits die Jury in Cannes zeichnete diesen bewegenden Film für seine Sensibilität und Ehrlichkeit im Umgang mit dem schwierigen Thema aus. „Ein Meisterwerk realistischer Darstellungskunst“, urteilte auch die FBW-Jury und vergab das höchste Prädikat „besonders wertvoll“.

Inhalt

Frank hat einen Gehirntumor und nur noch wenige Monate zu leben. Diese erschütternde Diagnose trifft den Familienvater zweier Kinder und seine Frau schockartig. Von nun an ist der Alltag aller geprägt von der Erkrankung des Vaters und dem Versuch, den Abschied aus dem Leben so würdevoll wie irgend möglich zu gestalten. Dabei stößt jedoch jeder einzelne schon bald an seine psychischen und physischen Grenzen. Der neue Film von Andreas Dresen liefert ein unglaublich authentisches Porträt des quälenden Prozesses einer unerbittlichen Krankheit. Dabei nimmt jedoch auch das lebensbejahende Miteinander aller Figuren einen großen Stellenwert ein, brillant verkörpert von den intensiv aufspielenden Darstellern. Neben allem Leid gibt es immer wieder starke Momente des Zusammenhalts und der Kraft der Familie. Durch die exzellente Regie- und Kameraführung wirken die Szenen beinahe dokumentarisch, der authentische Eindruck des sehr persönlichen Films wird unterstützt durch den Einsatz echter Mediziner und Fachleute. Man kommt den Figuren extrem nah, wahrt aber auch stets eine respektvolle Distanz zum Geschehen. Ein facettenreicher Film über einen langen Abschied mit der Botschaft: Das Leben geht weiter. Immer und irgendwie.

Start: 17. November Spielfilm, Drama. Deutschland 2011.
Regie: Andreas Dresen
Darsteller: Steffi Kühnert,
Milan Peschel,
Talisa Lilly Lemke u.a.
Länge: 110 Minuten
FSK: 6
Quelle: http://www.fbw-filmbewertung.com

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