Herzgesund zu leben, ist gar nicht so schwer

Herzgesund zu leben, ist gar nicht so schwer und angenehmer als gedacht. Denn eine aktuelle Studie mit mehr als 218.000 Teilnehmern aus über 50 Ländern zeigt: Nicht nur Obst, Gemüse und Nüsse sind herzgesund und verlängern das Leben, sondern auch nicht-verarbeitetes Fleisch und Milchprodukte. Die konsumierte Menge raffinierter Kohlenhydrate sollte begrenzt werden.

„Diese Ergebnisse dürfen aus kardiologischer Sicht nicht als Freibrief für einen exzessiven Fleischkonsum interpretiert werden – von übermäßigen Fleisch- und Wurstwaren wird ohnehin ausdrücklich abgeraten – sondern als Plädoyer für eine ausgewogene Ernährung“, so Prof. Dr. Ulf Landmesser (Charité, Berlin). „Bei dieser international angelegten Studie müssen jedenfalls auch regionale Unterschiede bei der Ernährung und bei der Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln berücksichtigt werden. In den wohlhabenden Ländern ist insgesamt aus herzmedizinischer Sicht der Fleischkonsum tendenziell viel zu hoch, hier sollte ein höherer Anteil der in der Studie von Prof. Yusuf genannten Bestandteile einer herzgesunden Diät abgestrebt werden: Also Obst, Gemüse, Nüsse, Fisch und Milchprodukte, wobei bei letzteren der Fettanteil nicht zu hoch sein sollte. Zuviel fetter Käse zum Beispiel ist nicht ideal.“*

Meditations-Musik vor dem Schlafengehen ist herzgesund

Wer Yoga praktiziert, der wieß es längst. Denn meditative Yoga-Musik begleitet bei den Übungen und verhilft zu mehr Fokkusierung. Vor dem Schlafengehen ist sie gut für die Herzgesundheit.

„Wir setzen in unserem Krankenhaus Musiktherapie ein und unsere Studie zeigt, dass Yoga-Musik einen günstigen Einfluss auf die Herzfrequenzvariabilität vor dem Schlaf hat“, sagt Dr. Naresh Sen (Jaipur, Indien). Außerdem reduziert sie das Angstniveau und die Teilnehmer fühlen sich positiver.“

Abgelesen wurden die Ergebnisse an der Herzfrequenzvariabilität. Sie verrät die Fähigkeit des Organismus, die Frequenz des Herzrhythmus zu verändern. Eine hohe Variabilität zeigt, dass das Herz imstande ist, sich Veränderungen anzupassen. Eine niedrige weist auf eine weniger ausgeprägte Anpassungsfähigkeit hin und steht im Zusammenhang mit einem um 32 bis 45 Prozent erhöhten Risiko eines ersten Herz-Kreislauf-Events. Die Teilnehmer fühlten sich signifikant positiver nach der Yogamusik im Vergleich zur Popmusik.

Dr. Sen. „(…) Sich Yoga-Musik vor dem Schlafengehen anzuhören, ist eine preiswerte und leicht zugängliche Therapie, die keinerlei Schaden anrichten kann.“

Quellen: pressetext.com /ESC-Abstract Nr. 89064; Sen et al.: Evaluation of heart rate variability and cardiac autonomic control on exposure to Indian music and slow music yoga asana before sleep at night.

* Quellen: idw-online.de / Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e.V.  Presskonferenz – Hot Line – Late Breaking Clinical Trials 4, Dienstag, 28. August, 08:00
Hot Line Session 4, Dienstag, 28. August, von 11:15 bis 12:45 im München Auditorium
Meet the Trialist – PURE, Dienstag, 28. August, von 14:00 bis 14:25, ESC TV Stage in der ESC Plaza.

Photo by Caroline Attwood

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