Hitze: Wohnungen klimaschonend kühl halten

Hitze

Bei anhaltender Hitze wollen manche Verbraucherinnen und Verbraucher mit einem Klimagerät für kurzfristige Abkühlung in den eigenen vier Wänden sorgen. Der BUND rät von einer solchen Anschaffung ab, denn auch Geräte mit hoher Effizienzklasse belasten den eigenen Geldbeutel und die Umwelt unnötig. Über zehn Jahre hinweg können durch Klimageräte zusätzliche Stromkosten in Höhe von bis zu 900 Euro entstehen, der kühlende Effekt vieler Geräte ist dabei sehr gering. Bereits jetzt sind Klimaanlagen, Klimageräte und Ventilatoren zur Kühlung von Gebäuden für satte zehn Prozent des weltweiten Stromverbrauchs verantwortlich, Tendenz steigend. Die eingesetzten synthetischen Kältemittel heizen das Klima zusätzlich auf.

Mit ein paar Tricks können sie ihre Wohnung ohne neue Geräte kühl halten. Am besten ist es, die Wohnung nur nachts und in der Frühe zu lüften. Tagsüber, wenn die Temperaturen steigen, sollte die Sonne möglichst nicht ungefiltert in die Zimmer scheinen. Fenster lassen sich mit lichtdichten Markisen, Vorhängen oder Rollläden verdunkeln. Zu beachten ist auch, dass sämtliche versteckte Wärmequellen ausgeschaltet werden. Dazu gehören alle ungenutzten Netzteile und Geräte im Standby-Betrieb. Auch hilft es, den eigenen Körper durch Duschen, Fußbäder oder Wickel abzukühlen. Das Wasser sollte dabei zwar kühl, aber nicht zu kalt sein. Besonders effektiv ist es, wenn das Wasser am Körper verdunsten kann, auf das Abtrocknen sollte man also verzichten. Sollte es trotz dieser Maßnahmen zu heiß werden, ist am ehesten ein Ventilator zu empfehlen. Dieser verbraucht wesentlich weniger Strom als ein Klimagerät.

Ventilator

Mit einer guten Gebäudedämmung und modernen Fenster mit Isolierverglasung sollten Gebäudeeigentümerinnen und Gebäudeeigentümer langfristig für ein angenehmes Raumklima sorgen. Im Sommer wird Wärme abgeschirmt, im Winter bleibt es innen warm. Die Farbe der Außenwände spielt ebenfalls eine Rolle. Sehr dunkle Wände erhitzen sich unter starker Sonneneinstrahlung auf bis zu 70 Grad, während weiße Wände nur etwa fünf Grad wärmer werden. Günstig ist auch eine begrünte Fassade. Die Pflanzen verdunsten permanent Wasser, womit sie die Wände kühlen.

Eine Reihe von Hinweisen zum Bauen und Dämmen führt die BUND-Broschüre „Ökologisch Bauen und Renovieren 2018“ auf. Erhältlich ist sie u.a. im BUND-Laden.

Quelle: BUND

Foto: Kristian Egelund

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