Im Auto besser nicht rauchen, wenn Kinder mitfahren

Rauchen während der Autofahrt verursacht eine schädliche Verunreinigung der Luft, und zwar in einem Ausmaß, das weit über die von den WHO vorgegebenen Grenzwerten hinausgeht. Dies ist insbesondere für kindliche Beifahrer gesundheitsgefährdend.
Selbst wenn die Autofenster geöffnet sind oder die Klimaanlage betätigt wird, ändert sich daran nichts. Dies fand eine umfangreiche Untersuchung heraus, die in der Fachzeitschrift Tobacco Control erschienen ist.
Die Wissenschaftler konnten den Grad der Verunreinigung der Atemluft im Auto über einen Aerosol-Monitor messen. Diese Messungen wurden in einer 3-Tage-Periode minütlich während insgesamt 104 Autofahrten entweder in Raucher- oder in Nichtraucher-Autos durchgeführt. Die durchschnittliche Fahrzeit betrug 27 Minuten.
Dabei zeigte sich, dass die Belastung der Luft mit feinen Partikeln in Raucher-Fahrzeugen rund 10 mal so hoch (85 µg/m3) war wie in Autos, in denen nicht geraucht wurde. Der Grad der Verunreinigung steht in direktem Zusammenhang mit der Anzahl der Zigaretten, die geraucht wurden.
Kinder sind besonders empfindlich gegen diese Verunreinigung der Atemluft, da sie eine schnellere Atemfrequenz haben und ihr Immunsystem noch nicht vollständig entwickelt ist.
In Kanada, den USA, Australien, Zypern und Südafrika hat der Gesetzgeber deshalb das Rauchen in Fahrzeugen, die kindliche Passagiere transportieren, verboten. –I.Mosblech-Kaltwasser-

“Tobacco Control” ist eine Publikation der BMJ Group.
Studie: [Second hand smoke in cars: assessing children’s potential exposure during typical journey conditions 2012; 578-83; doi 10.1136/tobaccocontrol-2011-050197]
www.tc.bmj.com

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