Kokosöl: Gut zum Braten – schlecht für den Cholesterinspiegel

Kokosöl gilt als sehr gesund, doch dieser Eindruck bekommt Risse, betrachtet man die Ergebnisse der Stiftung Warentest, die 15 Kokosöle untersucht hat. Es eignet sich gut als Bratöl, ist aber nicht das gesündeste Öl, denn es besteht hauptsächlich aus gesättigten Fettsäuren.

Die meisten Öle sind geschmacklich gut. Um knusprige Bratergebnisse zu erreichen, lässt es sich auch sehr hoch erhitzen. Fünf Öle erreichen ein gutes test-Qualitätsurteil, sieben sind befriedigend, zwei ausreichend und eins mangelhaft. Im Produkt von Aldi Nord wurden Schadstoffe gefunden, darunter Mineralölbestandteile und Weichmacher. Zudem ist es kein natives Kokosöl. Der Discounter hat das Öl inzwischen aus dem Handel genommen.

„Man sollte Kokosöl nur in Maßen verwenden, denn es enthält überwiegend gesättigte Fettsäuren, die das schlechte Cholesterin im Blut und damit auch das Risiko auf Herzkreislauferkrankungen erhöhen“, so Dr. Birgit Rehlender, Lebensmittelexpertin bei der Stiftung Warentest. „Der Anteil gesättigter Fettsäuren im Kokosöl liegt bei 90 Prozent.“ Zum Vergleich: Beim Olivenöl machen die gesättigten Fette nur 17 Prozent und beim Rapsöl sogar nur acht Prozent aus.

Der Test findet sich in der Dezember-Ausgabe der Zeitschrift test und ist online unter
www.test.de/kokosoel abrufbar.

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