Körperliches Fitnesstraining kann Migräneanfälle verhindern

Obwohl körperliche Bewegung häufig zur Vorbeugung einer Migräne empfohlen wird, gab es bisher nur wenig wissenschaftliche Beweise darüber, ob sie denn tatsächlich hilft. Nun haben aber neue Forschungen zeigen können, dass körperliche Übungen genauso gut wirken wie Medikamente. Zur Verhinderung von Migräneanfällen werden heutzutage verschiedene Methoden eingesetzt. Da ist auf pharmakologischer Ebene beispielsweise das Medikament Topiramat. Seine Wirkung wurde hinreichend geprüft Anders bei Entspannungstechniken und anderen nicht-medikamentösen Behandlungsmethoden. Sie sind nur selten wissenschaftlich getestet worden.
Die Studie an der Universität Gothenburg’s Sahlgrenska Academy hat sich dieser Frage nun gewidmet und analysiert, wie gut körperliches Training bei zufallig ausgewählten Migräne-Patienten wirkt: Dazu wurden die 91 Betroffenen in drei Gruppen aufgeteilt, die jeweils entweder das Medikament Topiramat erhielten, eine 40-minütige körperliche Trainingseinheit oder entspannende Übungen dreimal die Woche absolvierten.
Die Studie dauerte 3 Monate: Migränestatus, Lebensqualität und körperliche Aktivitäten der Patienten wurden vor, während und nach der Studie erhoben.

Die Ergebnisse zeigten, dass die Anzahl der Migräneanfälle in allen drei Gruppen geringer ausgefallen war. Interessanterweise gab es keine Unterschiede hinsichtlich der präventiven Wirkung zwischen den drei Behandlungsformen.
Die Schlussfolgerung der Wissenschaftler lautet dann auch, körperliches Training kann als alternative Behandlungsform der Migräne bewertet werden. Insbesondere für Menschen, die ungern Medikamente einnehmen, bietet sie eine gute Alternative. – I. Mosblech-Kaltwasser-
Quelle: University Gothenburg’s Sahlgrenska Academy

In Deutschland finden Patienten Informationen zum Thema Kopfschmerzen und Migräne bei der Deutschen Migräne und Kopfschmerzgesellschaft, DMKG.

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