Lippenstifte im Test: Alle sind schadstoffbelastet

Lippenstifte

Manche Frauen gehen, ohne einen Lippenstift benutzt zu haben, gar nicht aus dem Haus. Blassrot oder knallig betont er die Lippen und macht einen schönen Mund. Doch wer sich jeden Tag die Lippen schminkt, isst bis zu 5 Lippenstifte im Jahr. Umso wichtiger sind neben Pflege und Haltbarkeit die Inhaltstoffe der Lippenstifte. Die Stiftung Warentest hat 17 Lippenstifte in Rosenholztönen geprüft – das Ergebnis ist ernüchternd: Alle Stifte enthalten die kritische Substanz Titandioxid, auch Naturkosmetik. Kein Lippenstift schneidet gut ab, zwei sind mangelhaft, die anderen befriedigend. Immerhin: Deckkraft und Pflege stimmen meist.

Mangelhaft heißt es sowohl für den mit 38 Euro teuersten Stift im Test als auch für einen preiswerten für rund 4 Euro. Beide sind sehr stark mit kritischen Mineralölbestandteilen und mineralölartigen Substanzen belastet, die sich in Organen anreichern können.

Auch bei den anderen Lippenstiften sieht es nicht rosig aus: Jeder enthält Titandioxid. Diese Substanz bewertet die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit in Lebensmitteln neuerdings als nicht mehr sicher: Eine erbgutschädigende Wirkung könne bei oraler Aufnahme nicht ausgeschlossen werden. Das bedeutet: Genetisches Material der Zellen kann geschädigt werden und eventuell sogar Krebs entstehen. Deshalb bewerten die Tester das Farbpigment, das Lippenstift aufhellen und Zahnpasta weißen kann, erstmals als Schadstoff. Kein Stift schneidet deshalb gut ab.

Die Tester raten beim Kauf auf die Angabe CI 77891 zu achten. Sie steht auf der Packung oder auf einer Inhaltsstoffliste, die in einer Broschüre im Geschäft einsehbar ist, dann eventuell auf eine andere Farbe ohne Titandioxid ausweichen.

Der Test ist in der November-Ausgabe der Zeitschrift test veröffentlicht und unter www.test.de/lippenstifte abrufbar.

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