Evolution macht Frauen kleiner, dicker und fruchtbarer

Der Gedanke, die Fortschritte der Medizin und die damit verbundene Verbesserung von Lebensstandard und Langlebigkeit hätten evolutionäre Einflüsse auf den Menschen verdrängt, ist ein Irrtum, zeigt eine neue Studie.
Wissenschaftler um den Forscher Stephen Stearns von der Yale Universität führten zu diesem Thema eine Analyse durch und fanden eine weiterhin wirkende natürliche Selektion der menschlichen Gattung. Sie verläuft mit vergleichbarer Geschwindigkeit zu anderen Lebewesen.
Die Analyse stützt sich auf Datenmaterial von 2000 nordamerikanischen Frauen in einem Zeitraum von 60 Jahren aus der sogenannten Framingham Herz Studie.
Sie ergab: Frauen werden im Durchschnitt etwas kleiner, dafür runder, haben einen niedrigeren Blutdruck und Cholesterinwerte und bekommen ihr erstes Kind in jüngeren Jahren. Die Menopause wird dafür etwas später eintreten.-IMK-

Quelle: Byars, S., D. Ewbank, et al. Natural selection in a contemporary human population. Proceedings of the National Academy of Sciences, 106(42) DOI: 10.1073/pnas.0906199106

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