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	<title>LifeStyleSite.De &#187; Gesundheit</title>
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		<title>Schwergewichtiger Risikofaktor für Krebs</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Feb 2012 15:17:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LifeStyleSite</dc:creator>
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<p>Anlässlich des Weltkrebstages am 4. Februar betonen Wissenschaftler aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum die Bedeutung von Übergewicht für das Risiko, an Krebs zu erkranken. Übergewicht und Fettleibigkeit sowie die damit einhergehenden Stoffwechselstörungen sind ernstzunehmende Risikofaktoren bei einer Vielzahl an Krebserkrankungen. Sie könnten sogar dem Rauchen den Rang als Krebsrisikofaktor Nummer eins ablaufen. Zu den Erkrankungen, bei denen ein gesicherter Zusammenhang zu Übergewicht besteht, zählen Nierenkrebs, Darmkrebs, Brustkrebs nach den Wechseljahren sowie vor allem Krebs der Speiseröhre und der Gebärmutterschleimhaut.</p>
<p>Zahlreiche epidemiologische Untersuchungen der letzten Jahrzehnte kommen zu dem Ergebnis, dass in westlichen Industrieländern etwa die Hälfte aller Krebstodesfälle durch Umwelt- und Lebensstilfaktoren verursacht werden und daher grundsätzlich vermeidbar wären. Doch der Beitrag einzelner Faktoren zum Gesamtkrebsrisiko wird heute anders eingeschätzt als noch vor einigen Jahren. So schreibt eine vielzitierte Untersuchung der Harvard-Universität aus dem Jahr 1996 dem Rauchen sowie der Ernährung jeweils einen Anteil von 30 Prozent am Gesamtkrebsrisiko zu – über Übergewicht als eigenen Krebsrisikofaktor wird jedoch nur vage spekuliert. In der Aktualisierung dieses Reports im Jahr 2002 dagegen schätzen die Autoren den Risikobeitrag von Übergewicht und Fettleibigkeit bereits auf 10 Prozent für Männer und sogar 15 bis 20 Prozent bei Frauen.</p>
<p>„Inzwischen sind wir an einem Punkt, an dem wir die Fettleibigkeit als Krebsrisikofaktor mindestens genauso ernst nehmen müssen wie das Rauchen“, sagt Prof. Dr. Otmar D. Wiestler, der Vorstandsvorsitzende des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ).</p>
<p>Der DKFZ-Epidemiologe Prof. Dr. Rudolf Kaaks hält es für noch aussagekräftiger, die Krebsarten, bei denen Übergewicht erwiesenermaßen eine Rolle spielt, getrennt zu betrachten: So gilt in der Hälfte der Fälle von Krebs der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) Übergewicht als Ursache, beim häufigen Brustkrebs nach den Wechseljahren gehen nach heutigen Schätzungen etwa 20 Prozent auf das Konto von Übergewicht und Fettleibigkeit.</p>
<p>Die Steigerung des Krebsrisikos durch Übergewicht genau abzuschätzen, wird auch durch uneinheitliche Definitionen erschwert. Wo endet Normalgewicht, wann beginnt Fettleibigkeit? Es mehren sich außerdem die Hinweise darauf, dass der meist verwendete „Body Mass Index“* kein ideales Maß für gefährliche Fettleibigkeit ist: „Es spricht vieles dafür, dass vor allem das so genannte viszerale Fett zwischen den Bauchorganen eine gefährliche Rolle bei der Krebsentstehung spielt. Davon können auch relativ schlanke Personen zu viel angesammelt und dadurch ein erhöhtes Krebsrisiko haben“, warnt der Experte.</p>
<p>Welche physiologischen Zusammenhänge zwischen Übergewicht und Krebs bestehen, erforscht Prof. Dr. Stephan Herzig, Stoffwechselexperte im DKFZ: „Veränderte Insulin- und Geschlechtshormon-Spiegel werden lange schon als Ursache diskutiert. Inzwischen wissen wir, dass auch die so genannten Adipokine, Hormone, die das Fettgewebe selbst ausschüttet, das Krebswachstum fördern.“ Außerdem gilt unter Stoffwechsel-Fachleuten die Fettleibigkeit als chronisch-entzündlicher Zustand; die zahlreichen Entzündungszellen im Fettgewebe geben entzündungsfördernde Botenstoffe ab, was die Krebsentstehung begünstigt.</p>
<p>Prof. Dr. Karen Steindorf, die im Deutschen Krebsforschungszentrum und im Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg die Effekte von körperlicher Aktivität bei Krebs untersucht, weist darauf hin: „Beleibte Menschen können ihr Krebsrisiko durch Sport auch dann senken, wenn sie dabei gar nicht deutlich abnehmen.“ Übergewicht und mangelnde körperliche Aktivität sind bei zahlreichen Krebsarten wie z.B. Darmkrebs oder Brustkrebs nach den Wechseljahren weitgehend voneinander unabhängige Risikofaktoren. Das bedeutet, dass körperliche Aktivität nicht nur vor Krebs schützt, indem sie Menschen abnehmen lässt, sondern auch über andere physiologische Mechanismen, die noch untersucht werden.</p>
<p>Heute schon lassen sich Verhaltensänderungen beobachten, die in Zukunft das Rauchen mit Sicherheit vom dramatischen ersten Platz unter den Krebsrisikofaktoren verbannen werden: Zwischen 2002 und 2010 hat sich in Deutschland die Rate rauchender Jugendlicher halbiert – von 28 Prozent auf 13 Prozent. „Hier haben spezifische Präventionsmaßnahmen wie Preiserhöhungen und Rauchverbote Wirkung gezeigt“, sagt die DKFZ-Expertin für Tabakprävention, Dr. Martina Pötschke-Langer, und führt aus: „Und das, obwohl Deutschland nicht zu den führenden Nationen im Bereich der Tabakkontrolle zählt.“</p>
<p>Die Medizinerin freut sich besonders über diesen Trend, da die Rate jugendlicher Raucher ein guter Indikator für das Rauchverhalten der Gesamtbevölkerung ist. Über 80 Prozent der Raucher beginnen bereits vor ihrem 18. Geburtstag mit dem Rauchen. „Das wird sich in 20 bis 30 Jahren deutlich in der Lungenkrebsstatistik niederschlagen!“</p>
<p>Der Weltkrebstag findet jährlich am 4. Februar statt und hat zum Ziel, die Vorbeugung, Erforschung und Behandlung von Krebs ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Er wurde 2006 von der Union Internationale Contre le Cancer (UICC), der Weltgesundheitsorganisation WHO und anderen Organisationen ins Leben gerufen.</p>
<p>Weitere Informationen über Krebsprävention und Krebsrisikofaktoren gibt der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums:</p>
<p>Krebsinformation per Telefon: 0800 420 30 40 (täglich von 8 bis 20 Uhr)<br />
Krebsinformation per E-Mail: krebsinformationsdienst@dkfz.de<br />
Krebsinformation im Internet: <a href="http://www.krebsinformationsdienst.de" target="_blank">www.krebsinformationsdienst.de</a></p>
<p>*Body Mass Index: Körpergewicht [kg] dividiert durch das Quadrat der Körpergröße [m2].</p>
<p>Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) ist mit mehr als 2.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte biomedizinische Forschungseinrichtung in Deutschland. Über 1000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen im DKFZ, wie Krebs entsteht, erfassen Krebsrisikofaktoren und suchen nach neuen Strategien, die verhindern, dass Menschen an Krebs erkranken. Sie entwickeln neue Ansätze, mit denen Tumoren präziser diagnostiziert und Krebspatienten erfolgreicher behandelt werden können. Gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Heidelberg hat das DKFZ das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg eingerichtet, in dem vielversprechende Ansätze aus der Krebsforschung in die Klinik übertragen werden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Krebsinformationsdienstes (KID) klären Betroffene, Angehörige und interessierte Bürger über die Volkskrankheit Krebs auf. Das Zentrum wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft deutscher Forschungszentren.</p>
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		<title>Übergewicht und Rauchen können Herz des Ungeborenen schädigen</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Feb 2012 11:05:53 +0000</pubDate>
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<p>Wenn schwangere Frauen übergewichtig sind und Zigaretten rauchen, laufen sie Gefahr, ein herzgeschädigtes Kind zu gebären. Dies geht aus einer Studie hervor, die online in &#8220;Heart&#8221; erschienen ist. Die Untersuchung wurde an der niederländischen Universität Groningen durchgeführt und wertete Daten von ca. 800 Babys aus. Diese wurden mit Daten von 322 Kindern verglichen, die mit einer chromosomalen Anomalie geboren wurden, aber keine Herzfehler aufwiesen.<br />
Die Analyse zeigte, dass es die Kombination der beiden Faktoren ist, die die schädigende Wirkung auslösen kann. Werdende Mütter mit einem BMI von 25 oder mehr, haben ein 2,5 mal höheres Risiko für eine Herzschädigung des Ungeborenen als schwangere Frauen, die weder Rauchen noch übergewichtig sind.<br />
Bekanntlich führen Rauchen und Übergewicht auch oftmals zu Fehl-, Früh- und Totgeburten oder zum Wachstumsstillstand  des Ungeborenen.<br />
Der Grund für die negativen Auswirkungen der beiden Faktoren ist nicht vollständig bekannt, wird aber mit einer Störungen des Cholesterinstoffwechsels erklärt. Dieser sorgt für einen Anstieg des „schlechten“ LDL-Cholesterins und einen Abfall des „guten“ HDL-Cholesterins beim Ungeborenen. &#8211; I. Mosblech-Kaltwasser<br />
Quelle: BMJ Journals Press Release</p>
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		<title>Die Angst isst mit &#8211; Umfrage: Deutsche fürchten in Lebensmitteln vor allem externe Schadstoffe</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Feb 2012 09:49:53 +0000</pubDate>
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<p>Baierbrunn (ots) &#8211; Da kann der Salat noch so knackig und das Rindersteak noch so saftig sein &#8211; vielen Menschen ist der Genuss ihrer Mahlzeiten nicht mehr ganz geheuer. Wie eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Gesundheitsmagazins &#8220;Apotheken Umschau&#8221; herausfand, fürchten die Deutschen vor allem externe Schadstoffe wie Umweltgifte, Düngemittelrückstände oder Pflanzenschutzmittel in ihrem Essen (54,0 %). Nahezu ebenso groß ist die Angst der Bundesbürger vor Antibiotika oder Hormonen in Lebensmitteln (53,8 %), vor krebserregenden Stoffen (52,5 %), gentechnischen Veränderungen (50,7 %) und Krankheitserregern wie Salmonellen, Colibakterien oder EHEC (50,5 %). Dabei ist die Angst der Frauen vor den Gesundheitsgefahren noch einmal erheblich größer als bei den befragten Männern (externe Schadstoffe: +9,0 Prozentpunkte; Antibiotika, Hormone: +12,3 Prozentpunkte; gentechnische Veränderungen: +9,9 Prozentpunkte, chemische Zusätze: +11,8 Prozentpunkte). Jeder siebte Mann sagt sogar (14,4 %), er fürchte keinerlei Gesundheitsgefahren in seinen Speisen, bei den Frauen is(s)t hingegen nur jede Zwölfte (8,3 %) völlig bedenkenlos. Die Umfrage ergab auch, dass in den vergangenen Jahren die Furcht vor gentechnischen Veränderungen (2007: 44,6 %; 2011: 50,7 %) und vor allem vor chemischen Zusätzen wie Farb-, Aroma- und Konservierungsstoffen (2007: 37,0 %; 2011: 46,9 %) deutlich angestiegen ist. Gesunken ist hingegen die Angst vor Gammelfleisch (2007: 60,9 %; 2011: 49,2 %) und auch vor Tierseuchen wie BSE, Vogelgrippe oder Schweinepest (2007: 46,4 %; 2011: 35,0 %).</p>
<p>Quelle: Eine repräsentative Umfrage des Gesundheitsmagazins &#8220;Apotheken Umschau&#8221; durchgeführt von der GfK Marktforschung Nürnberg bei 1.956 Personen ab 14 Jahren, darunter 953 Männer und 1.003 Frauen. </p>
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		<title>Leberschäden erkennen mit Bluttest statt Biopsie</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Jan 2012 15:51:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LifeStyleSite</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Biomarker-Test]]></category>

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<p>29.01.2012 &#8211; Siemens bietet den ersten schnellen, automatisierten Biomarker-Test zur Diagnose und Beurteilung einer Leberfibrose an. Der ELF-Test (Enhanced Liver Fibrosis-Test) dauert rund eine Stunde. Er benötigt nur eine Blutprobe. Damit ist das Verfahren schonender und genauso verlässlich wie die bisher notwendige Gewebeentnahme, deren Ergebnis meist erst nach etwa einer Woche vorliegt. Der neue Test wurde von Siemens Healthcare zusammen mit dem University College London entwickelt und kann als Routinetest auf den Siemens ADVIA Centaur Immunoassay-Systemen eingesetzt werden.</p>
<p>Eine Leberfibrose ist die Folge einer chronischen Leberschädi-gung durch eine Virushepatitis, einer alkoholischen Lebererkran-kung oder einer Fettlebererkrankung. Dabei vernarbt das Leber-gewebe, was langfristig zu Leberzirrhose oder Leberkrebs führen kann – eine häufige Todesursache weltweit. Der sogenannte Goldstandard für die Beurteilung des Schweregrades der Leber-fibrose ist heute die Leberbiopsie, bei der eine geringe Menge Lebergewebe entnommen wird. Diese Biopsie hat Nachteile: Sie ist schmerzhaft, birgt ein Risiko für den Patienten und untersucht nur eine kleine Stichprobe der Leber.</p>
<p>Mit dem automatisierten ADVIA Centaur ELF-Test werden nun sowohl der Schweregrad als auch das Risiko des weiteren Fortschreitens einer Leberfibrose schnell und schonend erkannt. Er untersucht drei direkte Blutserum-Biomarker: Hyaluronsäure (HA), Procollagen III N-Terminal Propeptid (PIIINP) und der Gewebsinhi-bitor der Metallproteinase 1 (TIMP-1). Bei diesen direkten Biomar-kern handelt es sich um Moleküle, die an der Entstehung der Fibrose beteiligt sind. Im Test reagieren spezielle Reagenzien mit den Biomarkern und erzeugen dabei Licht. Je intensiver diese Chemilumineszenz, desto mehr Biomarker ist vorhanden.</p>
<p>Die Ergebnisse der drei Biomarker werden mit einem speziellen Algorithmus in den ELF-Score umgerechnet, der den Grad der Fibrose angibt. Die Kombination der drei Biomarker erhöht dabei die Treffsicherheit des Tests. Wie eine internationale klinische Studie ergab, können mit dem ELF-Test geringe, moderate und schwere Fibrosen genau differenziert werden. Bei einer geringen oder moderaten Fibrose haben die Patienten normalerweise keine Symptome. So können Ärzte schon vor einer deutlichen Schädigung der Leber eingreifen und zusätzlich den Fortschritt der Therapie verfolgen.</p>
<p>Ergänzend zu dem ELF-Test bietet Siemens Bildgebungs- und Labordiagnostik-Technologien an, wie Hepatitis-Bluttests oder Ultraschallsysteme, die helfen, eine Leberfibrose frühzeitig zu erkennen und ihre Entwicklung zu überwachen.<br />
Dr. Norbert Aschenbrenner // Corporate Communications, Corporate Technology Siemens AG<br />
Quelle: idw-online.de</p>
<p>Die Abbildung zeigt eine Grafik, die Größe und Position der Leber im Organismus darstellt.<br />
Quelle: Siemens AG</p>
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		<item>
		<title>Neuer Referenzwert für Vitamin D: Versorgung oft nicht ausreichend</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 12:47:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LifeStyleSite</dc:creator>
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<p>(aid) &#8211; Ein Kapitel in der Ernährungsfachliteratur muss von nun an aktualisiert werden, und zwar das Thema Vitamin D. Der Grund: Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) gibt einen neuen Referenzwert für die Vitamin D-Zufuhr an. Der liegt für Kinder, Jugendliche und Erwachsene bei 20 µg pro Tag (1µg = 1/1000 mg) und ist damit viermal so hoch wie bisher. Für Senioren hat sich dieser Wert verdoppelt. Es handelt sich hierbei um einen Schätzwert unter der Annahme, dass kein körpereigenes Vitamin D gebildet wird. Die DGE begründet diesen neuen Referenzwert damit, dass 60 Prozent der Bevölkerung in Deutschland nicht ausreichend mit Vitamin D versorgt sind. </p>
<p>Da dieses Vitamin zusammen mit Calcium und Phosphat die Knochenhärtung fördert und auch am Muskelstoffwechsel beteiligt ist, ist eine ausreichende Vitamin D-Versorgung bereits von Geburt an wichtig. Heute weiß man auch, dass ältere Menschen mit einer guten Vitamin D-Versorgung unter anderem ein geringeres Risiko für Knochenbrüche und Stürze haben. Man muss wissen: Der Körper erhält Vitamin D auf zwei Wegen, zum einen mit der Nahrung. Es gibt allerdings nur wenige Vitamin D-reiche Lebensmittel. Dazu zählen vor allem Fettfische wie Hering und Makrele, aber auch Leber, Lebertran, Eigelb, einige Speisepilze und mit Vitamin D angereicherte Margarine. Zum anderen kann der Körper dieses Vitamin mit Hilfe des Sonnenlichts in der Haut selbst bilden, insbesondere in den sonnenreicheren Monaten von April bis September. </p>
<p>Übrigens: Ältere Personen und Menschen mit dunkler Hautfarbe bilden weniger Vitamin D. Auch Sonnenschutzcremes hemmen die Bildung zu 90 Prozent. Laut DGE nehmen Jugendliche und Erwachsene mit Lebensmitteln nur 2 bis 4 µg Vitamin D am Tag zu sich. Damit werde der Schätzwert für die Zufuhr längst nicht erreicht. Den &#8220;Rest&#8221; (rund 16 bis 18 µg Vitamin D) müsse der Verbraucher über die Vitamin D-Bildung in der Haut decken &#8211; also durch häufigen Aufenthalt im Freien. Der aid infodienst empfiehlt: Viele Verbraucher können kaum selbst beurteilen, ob ihr Körper ausreichend mit Vitamin D versorgt ist. Wer unsicher ist und es genau wissen will, kann eine entsprechende Untersuchung durchführen lassen. Auch wenn das Risiko einer Überdosierung mit diesem Vitamin eher gering ist, sollte man erst mit seinem Arzt Rücksprache halten, bevor ein Vitamin D-Präparat eingenommen wird. Säuglinge sollten grundsätzlich im ersten Lebensjahr ein Vitamin D-Präparat zur Rachitisprophylaxe bekommen &#8211; egal ob sie gestillt werden oder nicht.</p>
<p>Hedda Thielking, www.aid.de<br />
Foto: aid</p>
<p>Weitere Informationen:<br />
<a href="http://www.was-wir-essen.de/gesund/nahrungsergaenzungsmittel.php" target="_blank">www.was-wir-essen.de/gesund/nahrungsergaenzungsmittel.php</a><br />
aid-Heft &#8220;Vitamine und Mineralstoffe &#8211; eine starke Truppe&#8221;, Bestell-Nr. 61-1346, Preis: 4,00 EUR, <a href="http://www.aid-medienshop.de" target="_blank">www.aid-medienshop.de</a></p>
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		<title>&#8220;&#8230;und deshalb verschreibe ich Ihnen Bewegung!&#8221; DOSB, BÄK und DGSP legen einheitliches &#8220;Rezept für Bewegung&#8221; vor</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Jan 2012 08:00:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LifeStyleSite</dc:creator>
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<p>Frankfurt/Main (ots) &#8211; Ab sofort gibt es ein einheitliches &#8220;Rezept für Bewegung&#8221;. Dieses wurde vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB), der Bundesärztekammer (BÄK) und der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin (DGSP) erarbeitet. Ärztinnen und Ärzte können ihren Patientinnen und Patienten auf diese Weise eine schriftliche Empfehlung für körperliche Aktivitäten geben. Denn Bewegung stärkt die Gesundheit und das Wohlbefinden, kann vor Erkrankungen schützen und Beschwerden lindern.</p>
<p><a href="http://ots.de/m1IPI">&#8220;Rezept für Bewegung&#8221;</a> </p>
<p>In Bayern, Berlin, Bremen, Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Schleswig Holstein und Thüringen wird Bewegung bereits auf einem Rezept verordnet. Weitere Länder stehen in den Startlöchern. Die Aktion wird vom DOSB, der BÄK und der DGSP getragen. Die Vereine in den Landessportbünden des DOSB bieten hierzu vielfältige qualitätsgesicherte Bewegungsangebote mit den Schwerpunkten Herz-Kreislauf, Muskel- und Skelettsystem, Entspannung/Stressbewältigung sowie Koordination und motorische Förderung an, die auch für Ungeübte empfohlen werden können.</p>
<p>&#8220;Körperliche Aktivität verhilft zu mehr Leistungsfähigkeit und Lebensqualität. So kann Übergewicht reduziert und der Stress besser bewältigt werden. Ich hoffe, dass das einheitliche Rezept den Durchbruch in allen Bundesländern schafft und vor allem auch Eingang in die ärztliche Praxis findet&#8221;, sagt Walter Schneeloch, DOSB-Vizepräsident Breitensport/Sportentwicklung. Das &#8220;Rezept für Bewegung&#8221; sei in etlichen Fällen eine Alternative zur Verschreibung von Medikamenten, in anderen Fällen eine gute Ergänzung, betont Rudolf Henke, Vorstandsmitglied der Bundeärztekammer (BÄK) und Vorsitzender des Ausschusses für Gesundheitsförderung und Prävention: &#8220;Ärzte heilen nicht nur mit Arzneien und Operationen, sie sind auch Gesundheitsberater für ihre Patienten. Das Rezept für Bewegung unterstützt sie dabei.&#8221;</p>
<p>Auch die Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention spricht sich für die Verschreibung von Bewegung aus. &#8220;Bewegung ist Medizin. Körperliche Aktivität wirkt präventiv, fördert die Gesundung bei Krankheiten und unterstützt die Rehabilitation nach Krankheit&#8221;, sagt der Präsident der DGSP, Professor Dr. Herbert Löllgen.</p>
<p>Studien zeigen, dass Patienten in ihrem Arzt einen kompetenten Ansprechpartner für Gesundheitsfragen sehen. Zudem bieten die Sportvereine ein vielfältiges Angebot zur Bewegungsförderung und halten hierzu entsprechendes Informationsmaterial vor. Etwa 18.000 Gesundheitssportangebote der Vereine sind mit dem Qualitätssiegel SPORT PRO GESUNDHEIT ausgezeichnet und werden von eigens hierfür ausgebildeten Übungsleitern geleitet. </p>
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		<title>Patienten mit akutem Tinnitus gesucht</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Jan 2012 10:01:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LifeStyleSite</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsches Zentrum für Musiktherapieforschung (DZM) e.V.]]></category>
		<category><![CDATA[Musiktherapie]]></category>
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<p>Heidelberg, 19. Januar 2012 &#8211; Zur Überprüfung einer neuromusiktherapeutischen Behandlung gegen akuten Tinnitus sucht das Deutsche Zentrum für Musiktherapieforschung (Viktor Dulger Institut) DZM e.V. noch Studienteilnehmer. Tinnitus ist eines der am häufigsten auftretenden Symptome im Hals-Nasen-Ohren-Bereich. Trotz enormer Fortschritte und Erkenntnisse in der Grundlagenforschung sind die Ursachen der Tinnitusentstehung noch nicht endgültig geklärt. Daher ist auch die Behandlungssituation für viele Patienten nicht befriedigend. Gerade im Falle eines &#8220;akuten&#8221; Tinnitus, d.h. Ohrgeräusche, die gerade erst aufgetreten sind und noch nicht länger als drei Monate bestehen, kann die medizinische Standardtherapie oft nicht ausreichend helfen. Die Wahrscheinlichkeit für eine Chronifizierung der Ohrgeräusche ist dann sehr hoch.</p>
<p>Das Viktor Dulger Forschungsinstitut am Deutschen Zentrum für Musiktherapieforschung (DZM) e.V. in Heidelberg hat in den letzten Jahren gemeinsam mit der HNO-Klinik der Universität Heidelberg und der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Neuroradiologie der Universität des Saarlandes eine der erfolgreichsten Therapieformen für chronischen Tinnitus entwickelt und in die Versorgungspraxis eingeführt. Kontrolluntersuchungen zeigen, dass ca. 80% der „chronischen“ Patienten nach der Therapie eine deutliche Verbesserung ihrer Tinnitussymptomatik bis hin zum völligen Verschwinden der Ohrgeräusche erreichen.</p>
<p>Basierend auf diesen Erkenntnissen und therapeutischen Erfahrungen wird nun im Rahmen dieser Studie eine neuro-musiktherapeutische Behandlung für Patienten mit &#8220;akutem&#8221; Tinnitus klinisch überprüft.</p>
<p>Hierfür werden noch Patienten mit akutem Tinnitus gesucht, deren Ohrgeräusche seit maximal acht Wochen andauern. Nach einer eingehenden Diagnostik erhalten betroffene Patienten eine fünftägige musiktherapeutische Behandlung ihres Tinnitus im Rahmen einer „Kompakttherapiewoche“. Die Wirkung der Musiktherapie wird auf verschiedenen Ebenen in Verlaufs- und Abschlussuntersuchungen überprüft.</p>
<p>Teilnehmen können Erwachsene ab 18 Jahren, die sich nach der medizinischen Akutbehandlung keiner weiteren Tinnitusbehandlung unterzogen haben, aber immer noch stark unter ihrem Tinnitus leiden. Die Studientherapien sind kostenlos, setzen aber die Bereitschaft voraus, umfangreiche Untersuchungen, wie z.B. Kernspintomographie zu durchlaufen.<br />
Weitere Informationen für betroffene Patienten und HNO-Ärzte unter 06221 – 79 63 961 oder per Email: miriam.grapp@dzm-heidelberg.de.</p>
<p>Die Tinnitusambulanz bietet laufend Kompakttherapien für Patienten mit chronischem Tinnitus an. </p>
<p>Das Deutsche Zentrum für Musiktherapieforschung (Viktor Dulger Institut) DZM e. V. wurde 1995 in Heidelberg gegründet. Heute ist das DZM das größte musiktherapeutische Forschungsinstitut in Europa und vereint Forschung, Praxis und Lehre unter einem Dach. Das DZM ist als gemeinnützig anerkannt und finanziert sich zum überwiegenden Teil aus Spenden und Forschungsdrittmittel. Am DZM entwickeln und erforschen Musiktherapeuten, Mediziner, Musikwissenschaftler und Psychologen in interdisziplinären Projekten musiktherapeutische und musikmedizinische Konzepte zur Verbesserung der Lebenssituation erkrankter Menschen.<br />
Außer dem Forschungsinstitut gehört eine Tinnitusambulanz zum DZM.</p>
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		<title>Bilder von Nahrungsmitteln erzeugen Hunger</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Jan 2012 15:09:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LifeStyleSite</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Bilder]]></category>
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		<category><![CDATA[Nahrungsmittel]]></category>

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<p>Erstmalig weisen Max-Planck-Forscher wissenschaftlich nach, was der Laie schon immer wusste: Alleine der Anblick leckerer Speisen macht Appetit. Die aktuelle Studie an gesunden jungen Männern belegt, dass sich die Menge am neurosekretorischen Eiweißhormon Ghrelin im Blut durch die optische Stimulation mit Bildern von Nahrungsmitteln erhöht. Als Hauptregulator steuert Ghrelin sowohl unser Essverhalten als auch körperliche Prozesse zur Nahrungsverwertung. Die Untersuchungsergebnisse dokumentieren, dass neben den physiologischen Mechanismen zur Erhaltung des Energiestatus auch Umweltfaktoren spezifischen Einfluss auf die Nahrungsaufnahme nehmen. Die allgegenwärtige Präsenz von appetitanregenden Lebensmitteln in den Medien könnte zur Gewichtszunahme in der westlichen Bevölkerung beitragen.</p>
<p>Warnung: „Vermeiden Sie das Betrachten von appetitlichen Speisen, sie werden sonst hungrig!“ So oder ähnlich könnte zukünftig die Empfehlung eines Diätberaters lauten. Seit Langem geht man davon aus, dass neben den physiologischen Regelkreisen zum Erhalt eines ausreichenden Energiestatus für den Körper auch äußere Reize, wie der Geruch oder Anblick von Speisen, unser Hungergefühl und das einsetzende Essverhalten beeinflussen. Die Gefahr, dass es dadurch zur Nahrungsaufnahme kommt, obwohl der Energiestatus des Körpers dies gar nicht benötigt, ist in unserer durch Werbung geprägten Gesellschaft besonders hoch.</p>
<p> Die Arbeitsgruppe um Prof. Axel Steiger am Max-Planck-Institut für Psychiatrie ging den molekularen Prozessen zur Steuerung der Nahrungsaufnahme in einer Studie mit gesunden Männern auf den Grund. Untersucht wurde die spezifische physiologische Reaktion der Probanden auf das Betrachten von Bildern, die entweder gut schmeckende Speisen darstellten oder nicht essbare Objekte zeigten. Gemessen wurden die Konzentrationen verschiedener Hormone im Blut, die an der Regulation der Nahrungsaufnahme beteiligt sind, wie Ghrelin, Leptin und Insulin. Tatsächlich konnten die Forscher einen Anstieg der Ghrelin-Konzentration spezifisch auf die optischen Reize mit Speisen messen.</p>
<p>„Unsere Studienergebnisse zeigen erstmalig, dass die Ausschüttung von Ghrelin ins Blut zur Regulation der Nahrungsaufnahme auch durch äußere Faktoren gesteuert wird. Unser Gehirn verarbeitet also diese optischen Reize und ohne willentliche Kontrolle werden die körperlichen Prozesse gestartet, die unser Appetitempfinden steuern. Ein Mechanismus, der uns dazu verleiten könnte, bereits zwei Stunden nach dem Frühstück ein Stück Kuchen zu verzehren,“ sagt Dr. Petra Schüssler, Wissenschaftlerin am Max-Planck-Institut. Sie empfiehlt daher Menschen mit Gewichtsproblemen, den Anblick von Bildern appetitlicher Lebensmittel möglichst zu vermeiden.</p>
<p><strong>Originalveröffentlichung:</strong></p>
<p>Schüssler P, Kluge M, Yassouridis A, Dresler M, Uhr M, Steiger A.</p>
<p>Ghrelin levels increase after pictures showing foodObesity (Silver Spring). 2012 Jan 12. doi: 10.1038/oby.2011.385. [Epub ahead of print]<br />
Quelle: Max-Planck-Institut für Psychiatrie</p>
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		<title>Gefährliche Lebensmittel im Internet</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Jan 2012 14:57:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LifeStyleSite</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensmittel]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensmittelüberwachung]]></category>
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<p>Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) fordert Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner auf, die Zügel bei der Neuordnung der Lebensmittelüberwachung anzuziehen. „Eine Neujustierung der Lebensmittelüberwachung, weg von der föderalen Kleinstaaterei, ist überfällig“, so vzbv-Vorstand Gerd Billen zum Auftakt der Internationalen Grünen Woche. Notfalls müsse der Bund diese gegen den Willen der Länder durchsetzen. Massive Kontrolldefizite gibt es etwa im Internet. Ein Marktcheck der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen zeigt: Viele online erhältliche Nahrungsergänzungsmittel sind gesundheitsschädlich.</p>
<p>Rund 70 Produkte, die schlank, fit, stark und potent machen sollen, hat die Verbraucherzentrale unter die Lupe genommen. „Das Ergebnis war abenteuerlich“, bilanziert Projektleiterin Angela Clausen. „Jedes dritte exotische Power-, Potenz- und Schlankheitsmittel enthielt illegale und hochgradig gesundheitsschädliche Substanzen.“ Bei vier von fünf Präparaten fehlten die vorgeschriebenen Warnhinweise. Der Umsatz mit Nahrungsmitteln im Internet liegt nach Angaben des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit bei jährlich 150 bis 170 Millionen Euro, mit steigender Tendenz. Laut einer Online-Befragung des Marktforschungsinstituts IPSOS kauft knapp jeder zweite Deutsche (47 Prozent) mehrmals im Monat Nahrungsmittel mit gesundheitlichem Zusatznutzen. Im Marktcheck der Verbraucherzentrale lag der durchschnittliche Packungspreis bei 30 Euro.</p>
<p><strong>Strategische, organisatorische und personelle Neuaufstellung</strong></p>
<p>Der Bundesverband der Lebensmittelkontrolleure schlägt Alarm. „Jeden Tag tauchen neue Firmen mit neuen und dubiosen Produkten im Internet auf“, berichtet der Bundesvorsitzende Martin Müller. Bei der Überwachung des Internet seien die Gewerbeämter hoffnungslos überfordert. Viele Produkte rutschten durch das Kontrollsystem. „Aber auch jenseits des Internet fehlt es an Personal und Ausstattung“, klagt Müller. 1500 zusätzliche Lebensmittelkontrolleure seien erforderlich, um die vielfältigen Aufgaben gewährleisten zu können. „Personell, apparativ und strategisch muss dringend nachgebessert werden“, fordert Müller. Ohne eine Neujustierung sei die Aufgabe vor Ort nicht zu meistern. Müller: „Die Lebensmittelüberwachung muss entföderalisiert und zentralisiert dem Verbraucherschutz dienen.“</p>
<p>Dies sieht auch der vzbv so: „Es ist fahrlässig, wie Bund und Länder einer beherzten Umsteuerung aus dem Weg gehen und damit die Sicherheit der Bevölkerung gefährden“, mahnt Billen. Der Bund benötige mehr Durchgriffsmöglichkeiten, um übergeordnete Probleme wie den Internethandel zu lösen. Ein Bericht des Bundesrechnungshofes zur Organisation der Lebensmittelüberwachung belegt gravierende Missstände in der Koordination und Durchführung. In den vergangenen Jahren sei es nicht gelungen, ein verbindliches Durchführungsrecht zu schaffen, das in sicherheitsrelevanten Fragen der Lebensmittelüberwachung einen bundeseinheitlichen Verwaltungsvollzug gewährleiste, heißt es im Bericht. „Das Thema gehört dringend auf die Tagesordnung des Verbraucherausschusses“, so Gerd Billen.<br />
Der Bund muss das Steuer übernehmen</p>
<p>Erforderlich ist eine koordinierte, effiziente und schlagkräftige Überwachung der Lebensmittel. Aus Sicht des vzbv sind folgende Punkte vordringlich:</p>
<p><strong>Der Bund muss die staatliche Schutzaufgabe wahrnehmen.</strong><br />
Im Bericht des Bundesrechnungshofes heißt es dazu: „Bezogen auf das Lebensmittelrecht gibt das Grundrecht auf Leben und körperliche Unversehrtheit dem Staat auf, durch wirksame Gesetze, Behördenstrukturen und Kontrollsysteme für unbedenkliche Lebensmittel zu sorgen.“</p>
<p>Die Zuständigkeiten von Bund, Länder und Kommunen sind neu zu organisieren. Ein für den überregionalen Markt produzierendes Unternehmen kann nicht von einer kommunalen Behörde geprüft werden.</p>
<p><strong>Gleiche und hohe Sicherheitsstandards für alle Bundesländer</strong></p>
<li> Die Regelungen zum Vollzug des Lebens- und Futtermittelrechts müssen bundesweit einheitlich gestaltet werden.</li>
<li>  Kurzfristig muss die Wirksamkeit der Lebensmittelüberwachung von länderübergreifenden Auditoren-Teams unter Beteiligung des Bundes überprüft und verbessert werden.</li>
<li>    Leistungsvergleiche in den Ländern können Transparenz schaffen, um die Effektivität und Effizienz zu erhöhen.</li>
<p><strong>Kontrolldichte und Kontrolltiefe erhöhen</strong><br />
Kontrollen müssen nicht nur repressiv, sondern präventiv wirken. Dazu ist eine ausreichende personelle und technische Ausstattung der Lebensmittelkontrolle sicherzustellen. Die Sicherheit der Lebensmittel darf nicht am Geld scheitern. Im Bedarfsfall kann dies durch Gebühren für die Regelüberwachung sichergestellt werden.</p>
<p><strong>Schutz vor gefährlichen Produkten im Internet</strong>
<ul>
<li>Die rechtlichen Möglichkeiten bei illegalem Handel mit Nahrungsergänzungsmitteln müssen ausgeschöpft werden.</li>
<li>Online-Plattformen, die einen Marktplatz für Nahrungsergänzungsmittel zur Verfügung stellen, müssen künftig verantwortlich gemacht werden für die Sicherheit der bei ihnen angebotenen Lebensmittel. Es darf keine unterschiedlichen Anforderungen an den stationären und den Versandhandel geben.</li>
<li>Beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) müssen relevante internationale Produktwarnungen gesammelt und mit www.lebensmittelwarnung.de verknüpft werden.</li>
</ul>
<p>Foto: Nahrungsergänzugsmittel aus dem Internet<br />
Bildquelle: Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen</p>
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		<title>Sonntagsbraten für die Mülltonne</title>
		<link>http://www.lifestylesite.de/familieundkinder/sonntagsbraten-fur-die-mulltonne</link>
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		<pubDate>Wed, 18 Jan 2012 08:56:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LifeStyleSite</dc:creator>
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<p>Berlin (ots) &#8211; Pro Person und Jahr landen in Deutschland rund 80 Kilogramm Nahrungsmittel auf dem Müll. Eine aktuelle WWF-Studie kommt zu dem Ergebnis, dass bei Vermeidung dieser unnötigen Verluste weltweit eine Fläche von über 2,4 Mio. Hektar &#8220;gewonnen&#8221; werden könnte. &#8220;Derzeit ist es so, als würden wir Mecklenburg-Vorpommern in einen einzigen, riesigen Acker umwandeln und die eingefahrene Ernte einfach wegwerfen&#8221;, verdeutlicht Tanja Dräger de Teran, Referentin Ernährung beim WWF Deutschland die Ergebnisse der Studie. Weitere 1,8 Millionen Hektar würden nach WWF-Berechnungen frei, wenn jeder Bundesbürger, wie von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfohlen, maximal 300 bis 600 Gramm Fleisch pro Woche essen würde. Das entspräche einer Fläche von der Größe Sachsens. Im Durchschnitt verzehrt jeder Deutsche jedoch fast doppelt so viel Fleisch wie von Gesundheitsexperten angeraten.</p>
<p>Insgesamt beansprucht Deutschland nach WWF-Angaben für Ernährung weltweit eine Fläche von 18,8 Mio. Hektar jährlich. Demzufolge machen der zu hohe Fleischkonsum und die Lebensmittel-Verschwendung mit zusammengerechnet über vier Millionen Hektar rund 20 Prozent des deutschen Flächenbedarfs für Nahrungsmittel aus. Vor allem in Argentinien, Brasilien und anderen Ländern Südamerikas gerieten durch das deutsche Konsumverhalten wertvolle Ökosysteme unter massiven Druck, so der WWF. &#8220;Die Generation unserer Großeltern hat auch weniger Fleisch gegessen und Nahrungsmittel nicht einfach auf den Müll geworfen. Zu diesem Bewusstsein sollten wir zurückkehren &#8211; im Sinne unserer Gesundheit und des Umweltschutzes&#8221;, fordert Dräger de Teran.</p>
<p>Obwohl Fleisch nicht einmal zu einem Fünftel zur Welternährung beitrage, sei die Viehwirtschaft bereits heute der mit Abstand größte, globale Landnutzer. Derzeit wird rund ein Drittel der gesamten Landoberfläche unseres Planeten als Weideland oder Ackerfläche zur Futtermittelproduktion, vor allem Soja, genutzt. &#8220;Würden sich die Deutschen gesünder ernähren und sorgsamer mit Lebensmittel umgehen, wären wesentlich weniger Sojaimporte nötig &#8211; umgerechnet eine Fläche von ungefähr 700.000 Hektar&#8221;, sagt Dräger de Teran. Dies entspräche in etwa dem jährlichen Zuwachs an Sojaanbauflächen in Brasilien.</p>
<p>Sich &#8220;gesund ernähren&#8221; bedeute jedoch auch, von einem Lebensmittel weniger, von anderen Lebensmitteln durchaus mehr zu konsumieren. Dieses veränderte Essverhalten wurde nach WWF-Angaben in den Szenarien mit berücksichtigt. So wird beispielsweise eine um 800.000 Hektar größere Anbaufläche für die verstärkte Nachfrage nach Getreide benötigt. Zum Vergleich: Derzeit beansprucht Deutschland dem WWF zufolge 8,42 Millionen Hektar, nur um den Fleischkonsum seiner Bewohner zu sichern. Das entspricht einer Fläche von der Größe Österreichs. </p>
<p><a href="http://fleischfrage.wwf.de/startseite/news/nachhaltig-ernaehren-wie-geht-das-dr-markus-keller-im-interview-mit-dem-wwf/">fleischfrage.wwf.de</a></p>
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