Migräne mit Aura verdoppelt Schlaganfall-Risiko

Migräne ist eine weitverbreitete gesundheitliche Störung, die 20 Prozent der Bevölkerung betrifft. Frauen leiden viermal so häufig daran wie Männer.
30 Prozent der Menschen, die Migräne haben, erfahren auch eine Aura, die beschrieben wird als flüchtige Wahrnehmungen oder Empfindungen, wie zum Beispiel grelles Flimmern, Geschmacks- oder Geruchsempfindungen, Geräuschwahrnehmungen, konfuse Gedanken, ohne dass ein entsprechender äußerer Reiz vorhanden ist.

Mediziner haben lange einen Zusammenhang zwischen Migräne und Schlaganfall vermutet. Ein internationales Wissenschaftlerteam analysierte jetzt die Ergebnisse von neun Studien, die diesen Zusammenhang untersuchten. Die Analyse zeigte, dass Migräne mit einer Aura das Risiko für Schlaganfall bei jungen Frauen, die jünger als 45 Jahre sind, rauchen und östrogenhaltige Verhütungsmittel benutzen, um das Zweifache erhöht.
Es gibt jedoch keinen Zusammenhang zwischen Migräne und Herzerkrankungen.
Im Lichte dieser Ergebnisse empfehlen die Autoren jungen Frauen, die Migräne mit einer Aura haben, das Rauchen aufzugeben und andere Verhütungsmethoden zu nutzen. Das absolute Risiko für die meisten Migränepatienten ist allerdings sehr gering, so Elizabeth Loder vom Brigham and Women’s Hospital in Boston.
Das Risiko verdient aber Beachtung, da die Verbreitung in der Bevölkerung sehr hoch ist, so die Wissenschaftlerin weiter. Patienten, die Migräne mit einer Aura haben, sollten nachuntersucht und wegen veränderlicher kardiovaskulärer Risikofaktoren aggressiv therapiert werden.-IMK-
Quelle: British Medical Journal

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