Muttermale – auf die Anzahl kommt es an

Sommersprossen empfinden viele als attraktiv und ganz wichtig,  sie besitzen keinen Krankheitswert. Muttermalen dagegen sollte man Beachtung schenken, denn mehr als 11 Muttermale am rechten Arm gezählt, zeigt ein höheres als das Durchschnittsrisiko für eine Hautkrebserkrankung an, so eine neue Studie. Mehr als 100 Male erhöht das Risiko sogar um das Fünffache. Die Studie ist im British Journal of Dermatology veröffentlicht und nutzte Daten von 3594 Zwillingen.

Die Wissenschaftler des King’s College London  untersuchten diese Gruppe weiblicher Zwillinge über einen Zeitraum von acht Jahren: sie sammelten Informationen über deren Hauttyp, Sommersprossen und Muttermale. Sommersprossen sind kleine hellbraune Flecken auf der Haut, die oft zeitlich begrenzt und sich unter Sonnenstrahleneinfluss vermehren.
Muttermale sind ebenfalls kleine Flecken auf der Haut, die jedoch von Zellen (Melanocyten) herrühren und Pigmente produzieren. Muttermale können flach, erhaben, weich oder auch rauh sein. Sie sind langlebig und stehen nicht direkt in einem Zusammenhang mit Sonneneinstrahlung. Ausgiebige Sonnenbestrahlung kann jedoch das Risiko für Hautkrebs erhöhen und ein Muttermal zu einem Krebs werden lassen. Ändert sich ein Muttermal optisch oder blutet es sogar, sollte unbedingt ein Hautarzt aufgesucht werden.

Wer selbst sehen will, ob seine Muttermale größer geworden sind, kann dies mit einer neu entwickelten App fürs iPhone einfach bewerkstelligen. Der ‘Mole Mapper’ kann kostenlos im App Store heruntergeladen werden. Bei Veränderungen hilft die App natürlich nicht weiter – sondern nur ein Facharzt.

Anzahl der Muttermale berücksichtigen

Frauen mit mehr als sieben Muttermalen auf dem rechten Arm verfügten in der Studie über ein neun Mal so hohes Risiko, mehr als 50 Muttermale am ganzen Körper zu haben. Frauen mit über elf Muttermalen am rechten Arm haben ein erhöhtes Risiko, eine Melanomerkrankung zu entwickeln, da sie schätzungsweise 100 Muttermale am gesamten Körper haben. Dies gilt als Indikator und die Forscher gehen davon aus, dass Ärzte diese Forschungsergebnisse dazu nutzen können, Menschen mit einem erhöhten Risiko so schneller zu identifizieren.   -IMK-

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