Natur macht schön und Bewegung hält das Gehirn gesund

Ein Spaziergang in der Natur hat nicht nur gesundheitliche Vorteile. Es verbessert auch die eigene Körperwahrnehmung. Wer seinem Spiegelbild wieder die rote Karte gezeigt hat, wird nach viel Bewegung außerhalb städtischer Umgebung im Wald oder auf Wiesenauen sehr viel zufriedener mit seinem Erscheinungsbild sein. Warum das so ist, haben britische Forscher herausgefunden. Selbst das Betrachten von Naturfotos hatte bei den Probanden diesen Effekt. Stärker fiel die Wirkung jedoch aus, wenn die Studienteilnehmer sich tatsächlich in die Natur begaben. Sie beurteilten ihre Körper danach sehr viel positiver.

Viren Swami, Sozialpsychologin an der Anglia Ruskin University glaubt, dass es die Nähe zur Natur ist, die den Menschen einbindet und nicht auf den eigenen Körper schauen lässt. Vielmehr wird der Körper Teil der Natur und bekommt damit eine andere Bedeutung. Die Probanden betrachteten ihn  respektvoller. Idealvorstellungen verloren ihren Reiz. Als Teil eines größeren Ganzen hat die Ästhetik eines individuellen Körpers weniger Bedeutung.

Quelle: DOI: 10.1016/j.bodyim.2017.12.006

Hat zu viel sitzen, Auswirkungen auf das Gehirn?

Zuviel sitzen macht krank, wie wir wissen. Es kann zu Herzerkrankungen, Diabetes und vorzeitigem Ableben führen. Aber hat es auch Einfluss auf die Gesundheit unseres Gehirns?
Forscher der Universität Kalifornien/LA wollten das herausfinden und befragten zufällig ausgewählte Probanden im Alter zwischen 45 und 75 Jahren darüber, wie viel Stunden pro Tag sie sitzend verbrachten. Bei jedem Probanden wurden zudem hochauflösende MRT-Bilder des Gehirns gemacht, die eine detaillierte Sicht auf den mittleren Temporallappen des Gehirns möglich machten.

Dabei zeigte sich, dass (MTL), eine spezielle Region, die für das Gedächtnis von Bedeutung ist, dünner war. Eine vorwiegend sitzende Lebensweise erlaubt demnach eine signifikante Vorhersage für eine dünnere MTL-Region. Körperliche Aktivität, auch auf hohem Niveau, ist nicht ausreichend, um die negative Wirkung sitzender Lebensweise für längere Zeit positiv auszugleichen.
Eine dünne MTL-Region findet sich auch bei Demenz- und Alzheimerpatienten, deswegen könnte Bewegung ein präventiver Ansatz sein. Zu viel sitzen sollte also vermieden werden und ausgleichende körperliche Bewegung auf Dauer angelegt sein. Quelle: University of California – Los Angeles

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