Neurowissenschaftler präsentiert aktuelle Erkenntnisse zur Gedächtnisbildung: Lernen im Schlaf – kein Traum!

Berlin – Aktuelle neurophysiologische Erkenntnisse zeigen, welche wichtige Rolle Schlaf für die Bildung des Gedächtnisses spielt. Während wir schlafen und das Bewusstsein ausgeschaltet ist, ist das Gehirn alles andere als faul. Sobald wir einschlafen, beginnt es, die Ereignisse des Tages – Dinge, die wir erlebt und gelernt haben – zu verarbeiten. Neue Lernerfahrungen werden im Schlaf noch einmal abgespielt, sortiert und geordnet und schließlich fest im Langzeitgedächtnis gespeichert.

Dies ist kein passives Einschleifen von Erlebtem, sondern ein aktiver Prozess, bei dem die Gedächtnisspuren im zentralen Nervensystem reaktiviert und reorganisiert werden. Dadurch befördert Schlaf die Abspeicherung von Lerninhalten und auch die Einsicht in ungelöste Probleme. Anders als bisher vermutet, spielt für die Gedächtnisbildung nicht der Traumschlaf, der sogenannte REM-Schlaf, die entscheidende Rolle, sondern der Tiefschlaf.

Ist es tatsächlich möglich, sich Wissen mit dem berühmten „Buch unter dem Kopfkissen“ anzueignen? Von welchen Faktoren hängt dieser positive Effekt des Schlafes für unser Gedächtnis ab? Lässt er sich beeinflussen? Wie verfestigen sich Gedächtnisspuren am besten?

Um solche hochaktuellen Fragen geht es in dem

öffentlichen Vortrag von Professor Dr. rer. nat. Jan Born „Lernen im Schlaf – kein Traum!“ am Mittwoch, dem 19. März 2014 um 19 Uhr im Berliner Estrel Hotel und Convention Center, Convention Hall D im Rahmen des internationalen Neurophysiologen-Kongresses.

Die Teilnahme ist kostenfrei, jedoch bitten wir um Anmeldung per E-Mail an iccn2014( at )conventus.de.

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