ÖKO-TEST RATGEBER – Kosmetik und Mode

Schönheit hängt weder vom Alter oder einer Zahl auf der Waage noch von einer Kleidergröße ab. Schönheit liegt im Auge des Betrachters: Höchste Zeit also für einen liebevollen Blick auf uns selbst. Trotzdem kann es nicht schaden, sorgsam mit sich umzugehen. Denn Cremes, die Allergien auslösen, sind der Schönheit ebenso abträglich wie hormonell wirksame Lichtschutzfilter und Wimperntuschen mit krebserregenden polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen. Leider können Verbraucher im Geschäft nicht erkennen, welche Kosmetik ohne solche Problemstoffe auskommt.

Deshalb hilft der neue ÖKO-TEST RATGEBER – Kosmetik und Mode mit einer Vielzahl von Tests dabei, die schönen von den hässlichen Produkten zu unterscheiden.

• Mizellen-Gesichtswasser: Diese Produkte sind der neueste Trend in Sachen Abschminken. ÖKO-TEST hat sich 20 Marken angesehen. Viele davon sind zu empfehlen, allerdings schneiden vier Wässer mit „ungenügend“ ab, weil sie einen krebsverdächtigen Stoff enthalten.

Wimperntusche: Bis auf vier sind alle 19 Mascaras im Test mit polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) belastet. Paraffine und Silikone stecken ebenfalls ausnahmslos in jedem wasserfesten Produkt. Immerhin kann ÖKO-TEST neben Naturkosmetik auch eine konventionelle Marke empfehlen.

• Make-up: Pickel, Pigmentflecken und Ungleichheiten im Gesicht lassen sich mit Make-up abdecken und kaschieren. ÖKO-TEST hat 20 Produkte unter die Lupe genommen. Alle Produkte, die als Naturkosmetik zertifiziert sind, kommen ohne problematische Stoffe aus. Von den konventionellen Make-ups ist gerade einmal ein Produkt empfehlenswert.

• Hochwertige Gesichtscremes: Bekommt man für mehr Geld tatsächlich mehr Qualität? Oder zahlt man für geschicktes Marketing einfach drauf? Der Test von 23 Gesichtscremes, die zwischen 15 und 45 Euro pro Tiegel kosten, zeigt: Am Preis lässt sich die Qualität nicht ablesen. Die teuerste Creme im Test ist lediglich „ungenügend“.

• Zahncremes: Mehr als die Hälfte der Zahncremes kann ÖKO-TEST mit „sehr gut“ empfehlen. 13 Zahnpasten erhalten allerdings ein „ungenügend“ oder „mangelhaft“. So verwenden beispielsweise zwölf Pasten zum Schäumen Natriumlaurylsulfat, ein aggressives Tensid, das die empfindlichen Schleimhäute reizen kann.

• Shampoos gegen trockene Haare: Shampoos, die Feuchtigkeit spenden sollen, können bedingt gegen trockenes und fliegendes Haar und ungewollte statische Aufladungen helfen. ÖKO-TEST hat 21 Produkte auf Schadstoffe getestet: acht Produkte schneiden mit „sehr gut“ ab und vier mit „gut“. Fünf fallen durch.

Weitere Tests

• Haargel
• Körperpeelings
• Handcremes
•Kleidergrößen

Und außerdem:
• Wirksamkeitstests: Dezente Zurückhaltung ist Fehlanzeige, wenn Kosmetikhersteller für ihre Produkte werben. Vor allem wenn es um Antifaltencremes geht, tragen sie bei den Wirkversprechen ganz dick auf. Umso dünner sind die Belege dafür. ÖKO-TEST hat mal ein bisschen am Lack gekratzt.

• Problematische Stoffe in Kosmetik: Gute Kosmetikprodukte, die ihren Preis wert sind, pflegen nicht nur. Sie kommen auch ohne bedenkliche Substanzen aus, die Mensch und Umwelt belasten. Es lohnt sich, die Deklaration zu studieren und bestimmte Produkte dann im Regal stehen zu lassen. ÖKO-TEST gibt einen Überblick über die problematischsten Inhaltsstoffe in konventionell hergestellter Kosmetik.

• Besonders ausgezeichnete Baumwolle: Seit einigen Jahren vertreiben auch große Handelshäuser und Discounter Baumwollprodukte, die sich an ökologischen und sozialen Standards orientieren. Diese sind allerdings sehr verschieden.

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