ÖKO-TEST // LED-Lampen mit Schraubgewinde

ÖKO-TEST // LED-Lampen mit Schraubgewinde

Das Frankfurter Verbrauchermagazin ÖKO-TEST hat elf LED-Lampen mit Schraubgewinde, die in eine normale Lampenfassung eingeschraubt werden können, im Dauertest unter die Lupe genommen. Dabei zeigten die Produkte ihre Stärken. LED-Lampen bieten ein ausgeglicheneres Farbspektrum. Ein weiterer Vorteil ist die Sparsamkeit: Auch wenn die LED in der Anschaffung teuer sind, rechnet sich ihr Einsatz im Schnitt nach gut drei Jahren. Denn es sind bis zu 85 Prozent Energieeinsparung im Vergleich zur Glühlampe möglich. Energiesparlampen schaffen bei gleicher Testanordnung nur etwa 70 Prozent.

Allerdings gibt es auch noch etliche Probleme zu lösen. Bedenklich ist das ausgeprägte Lichtflimmern der LED. Das können die Augen zwar nicht mehr wahrnehmen, doch im Gehirn kommen diese Pulse an. Außerdem ist die Elektrosmogbelastung bei allen getesteten Lampen sehr hoch. Manche überschreiten die TCO-Norm, die für Computermonitore erlaubt ist, um mehr als das Zehnfache. ÖKO-TEST empfiehlt daher, LEDs nicht in Schreib- oder Nachttischlampen einzuschrauben und hier besser auf Halogenlampen zu setzen. Außerdem lässt die Helligkeit bei einigen Produkten stark zu wünschen übrig.

Jürgen Stellpflug, Chefredakteur des ÖKO-TEST-Magazins, resümiert: „Die LED-Technologie steht zwar noch am Anfang ihrer Entwicklung, aber in ihr steckt großes Potenzial. Sie sticht schon jetzt die Energiesparlampe aus und kann damit wirklich das Licht der Zukunft werden.“

Das ÖKO-TEST-Magazin November 2011 gibt es seit dem 28. Oktober 2011 im Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet 3,80 Euro.
Aus dem Inhalt:

Test: Orangensäfte

ÖKO-TEST ist der Frage nachgegangen, ob Orangendirektsäfte wirklich besser schmecken als Konzentratsäfte. Dazu haben geschulte Sensoriker Produkte in der Preisklasse zwischen 87 Cent und 4,56 Euro probiert. Das Ergebnis ist überraschend: Viele haben Probleme mit dem Geschmack, auch die Direktsäfte. Es gibt aber auch eine gute Nachricht. Pestizid-Cocktails konnte das Labor in keinem der Produkte finden.

Test: Beißringe

Glaubt man den Herstellern, dann sind Beißringe das Sicherste, was sich ein zahnendes Baby in den Mund stopfen kann. Das stimmt auch für viele Produkte. Immerhin erhalten acht der 16 geprüften Produkte das Testurteil „sehr gut“. Doch leider gibt es auch Beißringe, die voller problematische Stoffe stecken.

Test: Grippemittel

Eine Grippe ist mit Kopf-, Hals-, Gliederschmerzen sowie Fieber und Schnupfen verbunden. Bis heute gibt es keinen Wirkstoff, der gleichzeitig alle diese Symptome beseitigt. Deshalb mischen die Hersteller von Grippemitteln nach dem Gießkannenprinzip zig verschiedene Wirkstoffe zusammen. Das ist nicht nur unsinnig, weil unwirksam, sondern kann auch zu gefährlichen Nebenwirkungen führen.

Test: Muttermilchersatz

Muttermilch ist das Beste fürs Kind. Dennoch kann es Situationen geben, in denen Flaschennahrung notwendig ist. Der Test zeigt, dass alle Produkte mit dem Schadstoff 3-MCPD-Ester belastet sind. Dieser Fettschadstoff hat in Tierversuchen die Nierenkanälchen verändert und in hohen Dosen zu gutartigen Tumoren geführt. Fragwürdig sind zudem die Zusätze in der Muttermilchersatz-Nahrung: Einige sind mit probiotischen Bakterienkulturen angereichert oder enthalten spezielle Ballaststoffe, die das Wachstum „guter“ Keime im Darm fördern sollen. Ob dies klinisch relevante Vorteile bringt, konnte bislang nicht zweifelsfrei belegt werden. Nachteilige Wirkungen wurden allerdings auch nicht verzeichnet.

Test: Lederhandschuhe

Leder ist ein Naturmaterial. Doch die aktuelle Laboranalyse von ÖKO-TEST zeigt, dass an Handschuhen aus Leder so gut wie nichts natürlich ist. Die Liste an bedenklichen Inhaltsstoffen, die das Labor gefunden hat, ist lang. Insgesamt bekamen nur zwei von 17 untersuchten Produkten ein „befriedigend“, die beste Note in diesem Test. Drei Hersteller, die mit den Ergebnissen des Frankfurter Verbrauchermagazins konfrontiert wurden, haben sofort den Verkauf ihrer Produkte gestoppt.

Test: Kinderschlafanzüge

Auch Markennamen schützen nicht vor Schadstoffen im Kinderpyjama. Im Test fällt die Hälfte der Kinderschlafanzüge glatt durch, auch Produkte, die aus kontrolliert biologisch angebauter Baumwolle gefertigt sind. Schuld darin ist der Druck. Denn in diesem sind Schadstoffe wie polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) und Phthalate zu finden. Immerhin: Sieben Modelle lassen den Nachwuchs wenigstens schadstoffarm schlummern.

Test: Autoversicherungsportale

Vergleichsportale wollen helfen, die günstigsten Autoversicherungen zu finden. Das gelingt ihnen allerdings nur selten. Wie leicht Verbraucher zudem durch mangelhafte Vergleiche getäuscht werden, zeigt sich beim Nachrichtenmagazin Spiegel, der auf der eigenen Internetseite einen Autoversicherungsvergleich anbietet. Der Verlag arbeitet dafür mit dem Marktführer Check24 zusammen. Doch wer sich über Spiegel.de Versicherungen auflisten lässt, bekommt weniger Tarife angezeigt als direkt auf Check24. Insgesamt wies das Portal im untersuchten Modellfall 100, Spiegel.de aber nur 37 Tarife aus, allein vier der zehn günstigsten fehlten.

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