Omega-3-Fettsäuren für ein gesundes Altern

Omega 3 Fettsäuren

Wer einen hohen Omega-3-Fettsäure-Level im Blut hat, weil er zum Beispiel viel Seefisch isst, wird gesünder alt, fand eine Studie heraus, die im The BMJ veröffentlicht wurde.
Ein Team um die Wissenschaftlerin Heidi Lai, Friedman School of Nutrition Science and Policy der Tufts Universität in Boston, überprüfte diesen Zusammenhang zwischen im Blut zirkulierenden Omega 3 Fettsäuren und gesundem Altern an 2 622 älteren Erwachsenen. Der älteste war 74 Jahre alt, zu 63 % nahmen Frauen am Test teil.

Die Teilnehmer wurden in fünf Gruppen unterteilt, die die unterschiedlichen Omega-3-Fettsäuren Quantile – von der niedrigsten bis zur höchsten entsprachen. Zudem lagen den Wissenschaftlern medizinische Daten und Diagnosetests der Probanden vor.
Nachdem soziale, ökonomische und Lifestylefaktoren berücksichtigt wurden, ergab sich, dass Seefisch mit Eicosapentaensäure EPA die stärkste Wirkung auf ein gesundes Altern hat.
Omega-3-Fettsäuren sind die Docosahexaensäure (DHA), Docosapentaenoicsäure (DPA), Eicosapentaensäure (EPA) und Alpha Linolenicsäure (ALA).

Gesunde wandeln auch ALA in EPA um. Frauen etwa 21 % der aufgenommenen ALA, Männern nur rund 8 %. Besonders wirksam kann EPA direkt mit der Nahrung aufgenommen werden. Die Fettsäure findet sich vor allem in fettreichen Kaltwasserfischen wie Hering, Sardine, Lachs oder Makrele. Auch einige Mikroalgen sind reich an EPA und DHA.

Photo by Augustine Fou

Der passende Salat versorgt auch mit wichtigen Nähstoffen. Mit dem richtigen Öl zudem mit ungesättigten Fettsäuren. In der aktuellen November-Ausgabe von test wurden Rapsöle getestet, die ebenfalls notwendig sind, um gesund zu altern. Im Test schnitten 21 von 23 Ölen gut ab. In Deutsch­land verkauft sich Rapsöl noch besser als Sonnenblumen- und Olivenöl. Getestet wurden kalt gepresste Produkte, die sich hervorragend für Salate und Rohkost eignen, und raffinierte, die sich hoch erhitzen lassen. Ein gutes Rapsöl bekommt man für 99 Cent bis 16 Euro pro Liter. Die Qualität lässt sich also nicht am Preis ablesen. Oder anders herum: Auch für wenig Geld kann man ein richtig gutes Öl bekommen. Nur minimal nach vorn schoben sich Markenöle bei den Raffinierten.
Dass es kein sehr gutes Öl gab, lag vor allem an der Sensorik, wo noch etwas Luft nach oben war. In diesem Prüf­punkt war nur jedes zweite kalt­gepresste gut. Ein gutes Öl schmeckt nussig-saatig. Sensorisch können auch die Verbraucher über­prüfen, ob ihr Öl noch frisch ist. Riecht es nach Fens­terkitt, Firnis oder Ölfarbe, muss es entsorgt werden.

Der voll­ständige Test findet sich in der November-Ausgabe der Zeitschrift test und ist online unter www.test.de/rapsoel abruf­bar.

Titelfoto: Ella Olsson

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