Ostern mal anders: Traditionen in Europa

Berlin/London, 10. April 2014. Die Lammkeule liegt für den Ofen bereit? Die Eier-Verstecke sind bereits ausgemacht? Vielleicht sollten Sie ihr Osterfest noch einmal überdenken. Die Feiertage eignen sich nämlich hervorragend für einen Kurztrip. So kann man nicht nur Städte, sondern auch europäische Traditionen entdecken. Vom geschriebenen Wort bis zur Inszenierung – Das weltweit meistbesuchte Hotelbuchungsportal Hotels.com verrät fünf witzige Oster-Traditionen für alle, die dem heimischen Hasen an Ostern entfliehen möchten.

Für Liebhaber des geschriebenen Wortes – Dänemark

Alle, die die Schreibkunst ihrer Kinder fördern möchten, müssen zu unseren nordischen Nachbarn reisen. Dank Gækkebrev spielt in Dänemark das geschriebene Wort nämlich eine ganz besondere Rolle. In einem verzierten Brief senden Kinder Gedichte an Familienmitglieder oder geliebte Menschen. Unterzeichnet wird mit so vielen Punkten, wie der eigene Name Buchstaben enthält. Auch der Umschlag enthält keinen Hinweis auf den Absender. Errät der Empfänger mit drei Versuchen nicht von wem der Brief stammt, schuldet derjenige, der an der Nase herumgeführt wurde, dem Kind ein Osterei aus Schokolade.

Für Fans spannender Kriminalfälle – Norwegen

Oster-Urlauber, die leidenschaftlich gerne Krimis schauen, sind in Norwegen genau richtig. Hier dreht sich an den Feiertagen alles um die spannenden Verbrechen: Es werden Kriminalromane gelesen oder aber gemeinsam die sogenannten Osterkrimis im Fernsehen geschaut. Sogar Milchpackungen sind während der Osterzeit mit fesselnden Krimis bedruckt.

Für Freunde von Inszenierungen – Italien und Malta

Hier kommen Oster-Reisende völlig ohne Eiersuche aus: In Italien wird mit traditionellen Prozessionen vielerorts der Leidensweg Christi inszeniert, bei dem die Menschen langsam durch die Straßen schreiten. Auch in Malta wird dieser Brauch praktiziert. An der Nordküste geht es jedoch alles andere als gemächlich zu. Hier ähnelt eine Prozession eher einem Sprint. Grund: Im 19. Jahrhundert waren Prozessionen zeitlich begrenzt. Wurde die Zeit überschritten, war eine Geldstrafe fällig. Damit jeder die Marien-Statue zu Gesicht bekommen konnte, musste sich der Zug also beeilen.

Für Anhänger von schaurigen Tanzeinlagen – Spanien

Etwas weiter westlich, in Spanien, können ebenfalls zahlreiche Oster-Prozessionen und Passionsspiele bestaunt werden. Eines der bekanntesten Spiele findet am Gründonnerstag in Verges statt. Nach der Processó de Verges, der inszenierten Passionsgeschichte Jesu Christi im historischen Stadtkern, ziehen die Menschen als Skelette verkleidet und zu Trommelrhythmus den Dansa de la Mort tanzend durch die Stadt – Eine Tanzeinlage mit Gänsehautgarantie.

Für Sympathisanten von neckischen Taten – östliches Europa

Im östlichen Teil Europas hingegen geht es an Ostern – vor allem am Ostermontag – sehr neckisch zu. In Tschechien ist dies der Tag der pomlázka. Mit der pomlázka, einer geflochtenen Peitsche aus Weidenzweigen, ziehen Männer singend durch die Straßen und schlagen Frauen symbolisch ganz sachte auf die Beine. Dem Brauch nach verleiht dies den Frauen Gesundheit und Jugend. Im Gegenzug erhalten die Männer ein bemaltes Ei oder Geld. Eine Oster-Tradition mit ähnlicher Bedeutung ist das Bespritzen der Frauen mit Wasser. Diese Sitte findet man auch in Polen, der Slowakei, Ungarn und Rumänien.

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