Rotwein, Mikrowelle und einheimische Produkte

Führende Wissenschaftler diskutieren wirksamste Prävention gegen Krebs.

Eine ausgewogene Ernährung und die richtige Zubereitung der Nahrungsmittel ist der beste Weg, um der Entwicklung von Krebs vorzubeugen, so die führenden Krebsforscher Professor Attilio Giacosa und Professor Jaak Janssens. In zwei Interviews erklärten die Experten, wie eine präventive Ernährung die natürlichen Widerstandsfähigkeit gegen Krebs mobilisiert. Die Interviews sind auf www.lwwpartnerships.com zu finden.

Professor Giacosa, Leiter der Abteilung für Gastroenterologie an der Poliklinik di Monza in Italien, ist einer der wortstärksten Befürworter der „präventiven Ernährung“. Der Verzehr von Obst und Gemüse ist für ihn die erfolgreichste Möglichkeit der Krebsvorbeugung. Er erklärt, dass der Nutzen von Obst und Gemüse durch eine Fülle von epidemiologischen Daten, Beobachtungen und Vergleichsstudien alters- und geschlechtgemischter Bevölkerungsgruppen mit und ohne Krebs nachgeprüft wurde.
„Als wir die Ernährungsgewohnheiten der beiden Gruppen untersuchten,“ so Prof Giacosa, „haben die kontrollierten Fallstudien die schützende Wirkung von Früchten und Gemüse gegen eine Vielzahl von Krebsarten eindeutig zeigen können.“
Orangen, Knoblauch, Broccoli, Blumenkohl und Rosenkohl sind einige der nützlichsten Sorten. Aber es ist nicht nur wichtig, was wir essen, sondern auch wie wir die Lebensmittel zubereiten. Denn dies kann die präventive Qualität der Früchte und des Gemüses noch verbessern. Der optimale Ansatz ist, einheimisches Gemüse und Obst der Saison zu verzehren. Auch die kurzen Garzeiten durch den Gebrauch von Mikrowelle und Dampfgaren sind zu bevorzugen.
Ein Glas Wein täglich ist empfehlenswert, da Wein diese natürlichen Wirkstoffe der Frucht, speziell die Polyphenole beinhaltet. Dieser Inhaltsstoff hat große Bedeutsamkeit, da Farbe, Aroma und Duft des Weins mit den spezifischen Substanzen der Polyphenole verknüpft und extrem nützlich für unseren Organismus sind. Doch der Professor warnt, dass nur ein moderater Konsum der Schlüssel ist, um in den Genuss der Vorteile zu kommen.

Prof. Dr. Jannssen ist Präsident der Europäischen Organisation für Krebsprävention in Belgien. Er stimmt dem Gesagten zu: „Eine ausgewogene Ernährung ist von Nutzen.“
Zum Thema Brustkrebs erläutert der Experte: Wenn man anerkennt, dass Brustkrebs fast immer seine Wurzel in der Pubertät hat, ist die veränderte Lebensweise von Mädchen zu beachten, denn sie wird eine Wirkung auf die Wachstumseigenschaften wie beispielsweise die Menstruation und damit auch auf das Brustkrebsrisiko bekommen.

Es gibt ein steigendes Interesse an Präventivstudien in der onkologischen Forschung, erklärt Professor Janssen weiter,“die Behandlung von Krebs ist häufig giftig, verstümmelnd und darüberhinaus auch nicht fähig, jeden Patienten zu heilen. Um die Todesrate und Verstümmelungen so stark wie nur möglich zu reduzieren, ist Prävention der nächste Schritt. Wenn wir beispielsweise berücksichtigen, dass 90 % des Lungenkrebs durch Rauchen entsteht, kann die Einstellung des Zigarettenrauchens die Todesrate um 85 % senken.“
Im Bereich des Brustkrebs haben ebenfalls Maßnahmen wie die frühzeitige Entdeckung durch Neuerungen bei der Mammographie, Ultraschall und Gewebeentnahme erreicht, dass die Todesrate gesenkt wurde. Ein anderes wichtiges Thema ist die Achtsamkeit von Frauen. Sie suchen, sobald sie eine Anormalität fühlen oder sehen, einen Arzt auf. Zusätzlich können Frauen, die ein genetisches Risiko tragen, durch genetische Tests und geeignete hormonelle Medikamente behandelt werden.
Im Kampf gegen den Krebs bekommen die präventiven Methoden eine zunehmend vitale Rolle auf dem Feld der onkologischen Forschung.-IMK-
Quelle: alphagalileo

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