So schützen Sie Ihre Haut vor Sonne und Sonnenbrand

Wissenschaftler des King’s College London haben das exakte Molekül ausgemacht, das für die Schmerzen beim Sonnenbrand verantwortlich ist. Damit könnte der Weg für eine wirksame Schmerzbehandlung, nicht nur bei Sonnenbrand, sondern auch für andere entzündliche Prozesse wie etwa Arthritis gefunden sein. Demnach ist der
Missetäter ein Protein mit dem Namen CXCL5. Es schafft die Immunzellen gegen die Entzündungen des geschädigten Gewebes herbei und löst damit den bekannten, stechenden Schmerz aus. Eine Strafe für zu langes Sonnenbaden. -IMK-

Damit es erst gar nicht dazu kommt, hier Tipps von der Deutschen Haut- und Allergiehilfe

Kleidung und Schatten sind der beste Sonnenschutz

Sonnencreme allein bietet keinen ausreichenden Schutz vor Sonnenbrand und Hautkrebs. Nur wer zusätzlich die Mittagssonne meidet und passende Kleidung wählt, geht der Gefahr nachhaltiger Hautschäden aus dem Weg. Und das nicht nur im Urlaub, sondern auch bei der Gartenarbeit oder beim Sport.

Jedes Jahr erkranken in Deutschland 193.000 Menschen an Hautkrebs, 16.000 davon am Malignen Melanom. Als bedeutendster Risikofaktor gilt ein unvernünftiger Umgang mit der Sonne, oftmals aus Unwissenheit. So wiegen sich viele Menschen in Sicherheit, weil sie Sonnenschutzprodukte verwenden. „Sonnencreme leistet einen wichtigen Beitrag zum Sonnenschutz“, so Erhard Hackler, Vorstand der Deutschen Haut- und Allergiehilfe (DHA). „Sie ist aber kein Freibrief für stundenlanges Sonnenbaden.“

Nur wer alle Schutzmaßnahmen gleichermaßen beherzigt, ist vor Sonnenbrand und einem erhöhten Hautkrebsrisiko sicher. Dazu gehört es, die Sonne zwischen 11 und 15 Uhr zu meiden, sonnendichte Kleidung, eine Sonnenbrille sowie eine Kopfbedeckung zu tragen und sich häufig im Schatten aufzuhalten. Unbedeckte Körperregionen benötigen einen geeigneten Sonnenschutz mit einem Lichtschutzfaktor von mindestens 20. Richtiges Eincremen erfordert Geduld, denn die Creme muss ausreichend dick und auch an Stellen aufgetragen werden, die leicht in Vergessenheit geraten, wie etwa Füße oder Ohren. Für die Lippen sind spezielle Pflegestifte mit UV-Filter sinnvoll. Besonders nach dem Sport oder Schwimmen ist es wichtig, sich erneut einzucremen. Die Zeit, in der die Haut vor Sonnenbrand geschützt ist, verlängert sich dadurch aber nicht.

Für Kinder ist das volle Sonnenschutzprogramm Pflicht: Raus aus der Mittagssonne, Sonnenhut mit Nackenschutz, UV-dichte Kleidung auch zum Planschen und wasserfeste Sonnencreme mit einem Lichtschutzfaktor von mindestens 30. Säuglinge dürfen überhaupt nicht der prallen Sonne ausgesetzt werden, denn hauteigene Schutzfunktionen, wie etwa die Bildung von Farbpigmenten unter Sonneneinstrahlung, müssen sich erst noch entwickeln. Eltern sollten mit gutem Beispiel vorangehen und daran denken: Jeder Sonnenbrand im Kindesalter erhöht das spätere Hautkrebsrisiko.

Weiterführende Informationen bietet die DHA im Internet an: www.dha-allergien.de .

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.