Sonnenschutzmittel – Markenprodukt oder vom Discounter?

Sonnenschutzmittel – jetzt sind sie zum Schutz der Haut vor schädlichen Sonnenstrahlen wieder unerlässlich. Doch lohnt es sich, für Markenprodukte wie Iglo oder Barilla mehr Geld auszugeben? Oder ist die billigere Eigenmarke vom Discounter am Ende genauso gut? Diesen Fragen ist ÖKO-TEST in der aktuellen Juni-Ausgabe nachgegangen und hat fünf verschiedene Fertigprodukte von Aldi, Lidl, Netto, Penny und Norma gegen entsprechende Markenartikel antreten und im Labor untersuchen lassen. Der Vergleich offenbart nur geringe Unterschiede – im Guten wie im Schlechten.

Sonnenschutzmittel gehören zu den wenigen Kosmetikprodukten, die der Mensch unbedingt braucht. ÖKO-TEST hat 27 Sonnenschutzmittel mit Lichtschutzfaktor 20 und 30 im Labor untersuchen lassen, darunter zertifizierte Naturkosmetik, Produkte aus der Apotheke und dem Discounter, außerdem bekannte Markenprodukte. Für immerhin 20 der untersuchten Sonnenschutzmittel hat ÖKO-TEST das Testurteil „sehr gut“ oder „gut“ vergeben. Darunter sämtliche Produkte aus dem Bereich zertifizierte Naturkosmetik. Bei den herkömmlichen Produkten gab es jedoch nur zweimal ein „sehr gut“, eines davon ist ein preisgünstiges Discounterprodukt. Einige teure Markenprodukte konnten die Tester jedoch nicht überzeugen. Notenabzüge gab es nicht nur für bedenkliche UV-Filter, sondern auch für problematische Duftstoffe und weitere bedenkliche oder umstrittene Inhaltsstoffe.

Chemische UV-Filter dringen in die Haut ein, nehmen die Strahlung auf und machen sie unwirksam. Einige dieser Substanzen können sich zersetzen und so Hautreizungen und Allergien auslösen. Etliche dieser UV-Filter stehen zudem unter Verdacht, hormonell wirksam zu sein. Außerdem belasten sie die Umwelt, wenn sie etwa beim Baden in Gewässer gelangen.

Eine Alternative sind physikalische Filter wie das am häufigsten eingesetzte Weißpigment Titandioxid, ein wichtiger Stoff für die Naturkosmetikindustrie. Diese Filter legen sich auf die Hautoberfläche.  Die UV-Strahlung wird reflektiert, gestreut und absorbiert – je nach Größe der Pigmentpartikel. Das wissenschaftliche Beratergremium der EU-Kommission bewertet Titandioxid als sicher in Kosmetika, warnt allerdings, Titandioxid in Nanopartikelgröße in Sprays zu verwenden, weil die Winzlinge so in die Lunge geraten können.

Mit welchen Sonnenschutzmitteln Verbraucher weder ihrer Gesundheit noch der Umwelt schaden, lesen Sie unter http://www.oekotest.de/kosmetik-wellness/27-Sonnenschutzmittel-im-Test_111085_1.html und im aktuellen ÖKO-TEST-Magazin.

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