Stress während der Schwangerschaft besser vermeiden

Während er Schwangerschaft versuchen die meisten Frauen, ihren Stresslevel niedrig zu halten. Das ist auch richig so, denn mütterlicher Stress wird verdächtigt, eine Reihe von negativen Folgen für Mütter und Kinder auszulösen, einschließlich Entwicklungs- und Verhaltensstörungen beim Nachwuchs. Zudem ist jetzt bekannt geworden, dass Kinder dadurch auch Asthma entwickeln können. Dies haben Wissenschaftler der Harvard School of Public Health im Tierversuch herausgefunden.

Das natürliche Stresshormon Glukokortikoid

Eigentlich hilft das Hormon Glukokortikoid, entzündliche Reaktion des Körpers zurück zuhalten. Seine synthetischen Geschwister Prednisone, Dexamethasone und Hydrokortisone werden oftmals zur Behandlung von Allergien eingesetzt. Ironischerweise können aber diese Glukokortikoide selbst zu entzündlichen Reaktionen führen, die sie ja eigentlich verhindern sollen. Sie erzeugen einen Anstieg allergischer Reaktionen etwa gegen Pollen, anstatt sie zu bekämpfen, wenn sie durch chronischen Stress im Körper freigesetzt werden. Da die Glukokortikoide während der Schwangerschaft immer erhöht sind, ist das eine perfekte Bühne, um sie durch schädigenden Stress auf die Spitze zu treiben.

Placenta wird beeinflusst

Die Forschungsergebnisse zeigten, dass eine hohe Konzentration von Stresshormonen bei der Mutter die Plazenta beinträchtigen kann und den fötalen Kortisollevel steigen lässt. Und dies ist es genau, was verletzlich für späteres Asthma und Allergien macht. Der Nachwuchs im Tierexperiment wurde kurz nach der Geburt Allergenen ausgesetzt. Nur die Tiere, deren Mütter gestresst waren, zeigten auch eine erhöhte Asthma-Anfälligkeit. Die Forscher konnten zudem nachweisen, dass bereits eine Stressepisode ausreicht, um den mütterlichen Stresshormonlevel zu erhöhen.
Demnach spielt Stress in der Schwangerschaft eine Rolle, um die Entwicklung einer Asthma-Anfälligkeit einzuleiten. Darum lautete die Devise für werdende Mütter – cool bleiben. IMK
Quelle: http://apsselect.physiology.org/.

Fotoquelle: piqs.de
Fotograf: sera
Some rights reserved.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.