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	<title>LifeStyleSite.De &#187; Brustkrebs</title>
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		<title>Mammographie-Screening: Überdiagnosen sind keine „falschen“ Diagnosen</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Apr 2012 12:46:37 +0000</pubDate>
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<p>„Wir können einer Frau leider nicht vorhersagen, wie sich ihr Tumor verhalten wird. Und wir können ihr auch nicht sagen, ob und wann sie an anderen Ursachen verstirbt“, betont Dr. Wolfgang Aubke, stellvertretender Beiratsvorsitzender der Kooperationsgemeinschaft Mammographie. „Aber wir können Brustkrebs in einem sehr frühen Stadium entdecken, dadurch schonender behandeln und Leben retten.“<br />
Bislang gibt es keine Möglichkeit, sicher zu bestimmen, wie aggressiv sich ein Tumor entwickeln wird. Daher wird bei der Diagnose Brustkrebs den Frauen in der Regel eine entsprechende Behandlung empfohlen.</p>
<p>„Überdiagnosen als falsche oder irrtümliche Diagnosen zu bezeichnen ist irreführend. Letztlich gibt es zu Überdiagnosen so lange keine Alternative, bis uns die Forschung zur Tumorbiologie Werkzeuge in die Hand gibt, mit denen wir von Anfang an das Verhalten eines Tumors bestimmen können“, sagt Dr. Aubke.</p>
<p>Zu „Überdiagnosen“ zählen diagnostizierte Tumore, die zu Lebzeiten nie auffällig geworden und daher auch nicht behandelt worden wären. Die betreffende Person verstirbt also an einer anderen Ursache. Auch bei anderen Früherkennungen für Gebärmutterhalskrebs oder Prostatakrebs treten Überdiagnosen als unerwünschter Nebeneffekt auf.</p>
<p>Welche Größenordnung die Überdiagnosen im Mammographie-Screening einnehmen, schätzen Wissenschaftler unterschiedlich ab. Beruhend auf verschiedenen Datengrundlagen und Modellen zur Berechnung reichen die Schätzungen von drei bis 33 Prozent („Phasenmodell zur Mortalitätsevaluation“ des wissenschaftlichen Gremiums, <a href="http://www.mammo-programm.de" target="_blank">www.mammo-programm.de</a>). Für das deutsche Mammographie-Screening existieren noch keine Auswertungen zu Überdiagnosen. Dafür ist das seit 2009 flächendeckend angebotene Programm noch zu jung.</p>
<p>Fakt bleibt: Jedes Jahr erkranken rund 71.700 Frauen neu an Brustkrebs, etwa 17.200 sterben in Folge der Erkrankung (Robert Koch-Institut 2012, Krebs in Deutschland 2007/2008). Um die Überlebenschancen der Frauen zu erhöhen, soll Brustkrebs schon in einem frühen Stadium gefunden werden. Deshalb wurde 2005 die regelmäßige Untersuchung der Brust im Mammographie-Screening-Programm auf Beschluss des Bundestages in Deutschland eingeführt.</p>
<p>Dr. Aubke: „Unsere besondere Verantwortung liegt darin, Brustkrebs rechtzeitig diagnostizieren zu können und gleichzeitig die Belastung für die Frau so gering wie möglich zu halten. Deshalb ist die Qualitätssicherung im Mammographie-Screening-Programm einzigartig.“ Dazu gehören die hohen Anforderungen an die fachliche Qualifikation der Ärztinnen und Ärzte sowie des medizin-technischen Personals, die täglichen Kontrollen der Geräte, verpflichtende Fortbildungen und Prüfungen, <a href="http://www.mammo-programm.de/service/glossar.php" target="_blank">Doppelbefundung</a>, interdisziplinäre Fallkonferenzen und die systematische Datenauswertung.</p>
<p>Die Kooperationsgemeinschaft Mammographie ist in gemeinsamer Trägerschaft von den gesetzlichen Krankenkassen und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) im August 2003 gegründet worden. Ihre Aufgabe ist die Koordination, Qualitätssicherung und Evaluation des Mammographie-Screening-Programms.</p>
<p>Foto: Kooperationsgemeinschaft Mammographie<br />
Quelle: www.idw-online.de</p>
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		<title>Die Prognose von Brustkrebs hat sich verbessert</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Apr 2012 12:14:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LifeStyleSite</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Brustkrebs]]></category>
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<p>Wie erfolgreich ist die interdisziplinäre Behandlung von Brustkrebs? Das Brustzentrum am Universitätsklinikum Heidelberg hat seit 2003 bei mehr als 3.000 Patientinnen den Verlauf der Erkrankung systematisch begleitet und als erstes Zentrum in Deutschland diese aussagekräftigen prospektiven Ergebnisse veröffentlicht: 86 Prozent überlebten die ersten fünf Jahre nach Therapiebeginn; bei 80 Prozent kehrte der Krebs in dieser Zeit auch nicht zurück. Die Auswertung wurde im Februar 2012 online in der Fachzeitschrift &#8220;The Breast&#8221; veröffentlicht. </p>
<p>&#8220;Die Prognose von Brustkrebs hat sich aufgrund neuer Therapieoptionen und der konsequenten interdisziplinären Behandlung weiter verbessert&#8221;, sagt Professor Dr. Christof Sohn, Ärztlicher Direktor der Universitäts-Frauenklinik und Leiter des Brustzentrums. Die Heidelberger Ergebnisse belegen dies: Eine Auswertung deutscher Krebsregister durch das Robert Koch Institut im Jahr 2010 ergab für die Zeitspanne von 2000 bis 2004 für Brustkrebspatientinnen eine Wahrscheinlichkeit von 79,6 Prozent, die ersten fünf Jahre nach Therapie zu überleben. Eine aktuelle Arbeit des Deutschen Krebsforschungszentrums, in der Daten elf deutscher Krebsregister aus den Jahren 2002 bis 2006 analysiert wurden, kommt auf rund 84 Prozent. In den USA lag diese Wahrscheinlichkeit laut US-amerikanischem National Cancer Institute zwischen 1999 und 2006 bei 89 Prozent.</p>
<p><strong>86 Prozent der Patientinnen leben fünf Jahre nach Therapie</strong></p>
<p>Das interdisziplinäre Team in Heidelberg um Privatdozent Dr. Jörg Heil, Oberarzt und Koordinator des Heidelberger Brustzentrums, und Professor Dr. Andreas Schneeweiss, Leiter der Sektion Gynäkologische Onkologie im Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen und der Universitäts-Frauenklinik, wertete die Daten aller 3.338 Patientinnen mit bösartiger Brustkrebserkrankung aus, die in den Jahren 2003 bis 2010 am Heidelberger Brustzentrum nach Erstdiagnose behandelt wurden. Fünf Jahre nach der Erstbehandlung waren 80 Prozent der Frauen krankheitsfrei; der Krebs war also nicht mehr aufgetreten, bei 15 Prozent war erneut ein Tumor in der Brust gewachsen, bei 19 Prozent traten Metastasen auf, bei manchen beides. 86 Prozent der Patientinnen überlebten die ersten fünf Jahre nach der erstmaligen Erkrankung. Unter Berücksichtigung der Todesfälle, die nicht auf die Brustkrebserkrankung zurückgehen, ergab die Auswertung: Nur 10 Prozent der Patientinnen starben in den ersten fünf Jahren nach ihrer Behandlung an Brustkrebs.  </p>
<p><strong>Interdisziplinäres Tumorboard gibt Therapie-Empfehlungen</strong></p>
<p>&#8220;Unsere Ergebnisse sind eine Basis, um die Vorsorge und Versorgung von Brustkrebspatientinnen weiter zu verbessern&#8221;, sagt Professor Schneeweiss. &#8220;Hier sind wir mit den im Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen in Heidelberg geschaffenen Strukturen richtungsweisend für andere Zentren in Deutschland. Seit 2003 leitet Professor Schneeweiss die aufwendige Dokumentation aller Brustkrebsfälle, die nun die Datengrundlage dieser und weiterer derartiger Analysen darstellt bzw. darstellen wird. Er ist zudem Leiter des interdisziplinären Tumorboards und damit Verantwortlicher für die Erstellung der individuellen interdisziplinären Therapieempfehlungen. </p>
<p>Das Brustzentrum an der Universitäts-Frauenklinik Heidelberg war 2003 eines der ersten von inzwischen mehr als 200 Zentren in Deutschland, die von der Deutschen Krebsgesellschaft und der Deutschen Gesellschaft für Senologie zertifiziert wurden. 2006 folgte die Akkreditierung durch die Europäische Gesellschaft für Brusterkrankungen EUSOMA (European Society of Mastology). Für die Patientinnen bedeutet das: Ein erfahrenes Ärzteteam und moderne Behandlungsmöglichkeiten sichern in multidisziplinärer Kooperation eine qualitativ hochwertige Diagnostik und Therapie. 2011 betreute das Heidelberger Brustzentrum über 600 Patientinnen nach Erstdiagnose; es ist damit eines der größten Brustzentren in Deutschland.</p>
<p>Literatur:<br />
J. Heil, A. Gondos, G. Rauch, F. Marmé, J. Rom, M. Golatta, H. Junkermann, P. Sinn, S. Aulmann, J. Debus, H. Hof, F. Schütz, H. Brenner, C. Sohn, A. Schneeweiss. Outcome analysis patients with primary breast cancer initially treated at a certified academic breast unit. The Breast (2012), doi:10.1016/j.breast.2012.01.009</p>
<p>Auswertung deutscher Krebsregister durch das Robert Koch Institut:<br />
J. Haberland, J. Bertz, U. Wolf, T. Ziese, B.M. Kurth: German cancer statistics 2004. BMC Cancer, 10 (2010), p. 52</p>
<p>Analyse elf deutscher Krebsregister durch das Deutsche Krebsforschungszentrum:<br />
E. Hiripi, A. Gondos, K. Emrich, B. Holleczek, A. Katalinic, S. Luttmann et al.: Survival from common and rare cancers in Germany in the early 21st century. Ann Oncol, 23 (2012), pp. 472-479</p>
<p>Auswertung des US-amerikanischen National Cancer Instituts:<br />
S. Altekruse, C. Kosary, M. Krapcho: SEER cancer statistics review, 1975-2007. National Cancer Institute (2010)</p>
<p>Internet:<br />
<a href="http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/Brustzentrum.103928.0.html" target="_blank">http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/Brustzentrum.103928.0.html</a></p>
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		<title>Schwergewichtiger Risikofaktor für Krebs</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Feb 2012 15:17:54 +0000</pubDate>
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<p>Anlässlich des Weltkrebstages am 4. Februar betonen Wissenschaftler aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum die Bedeutung von Übergewicht für das Risiko, an Krebs zu erkranken. Übergewicht und Fettleibigkeit sowie die damit einhergehenden Stoffwechselstörungen sind ernstzunehmende Risikofaktoren bei einer Vielzahl an Krebserkrankungen. Sie könnten sogar dem Rauchen den Rang als Krebsrisikofaktor Nummer eins ablaufen. Zu den Erkrankungen, bei denen ein gesicherter Zusammenhang zu Übergewicht besteht, zählen Nierenkrebs, Darmkrebs, Brustkrebs nach den Wechseljahren sowie vor allem Krebs der Speiseröhre und der Gebärmutterschleimhaut.</p>
<p>Zahlreiche epidemiologische Untersuchungen der letzten Jahrzehnte kommen zu dem Ergebnis, dass in westlichen Industrieländern etwa die Hälfte aller Krebstodesfälle durch Umwelt- und Lebensstilfaktoren verursacht werden und daher grundsätzlich vermeidbar wären. Doch der Beitrag einzelner Faktoren zum Gesamtkrebsrisiko wird heute anders eingeschätzt als noch vor einigen Jahren. So schreibt eine vielzitierte Untersuchung der Harvard-Universität aus dem Jahr 1996 dem Rauchen sowie der Ernährung jeweils einen Anteil von 30 Prozent am Gesamtkrebsrisiko zu – über Übergewicht als eigenen Krebsrisikofaktor wird jedoch nur vage spekuliert. In der Aktualisierung dieses Reports im Jahr 2002 dagegen schätzen die Autoren den Risikobeitrag von Übergewicht und Fettleibigkeit bereits auf 10 Prozent für Männer und sogar 15 bis 20 Prozent bei Frauen.</p>
<p>„Inzwischen sind wir an einem Punkt, an dem wir die Fettleibigkeit als Krebsrisikofaktor mindestens genauso ernst nehmen müssen wie das Rauchen“, sagt Prof. Dr. Otmar D. Wiestler, der Vorstandsvorsitzende des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ).</p>
<p>Der DKFZ-Epidemiologe Prof. Dr. Rudolf Kaaks hält es für noch aussagekräftiger, die Krebsarten, bei denen Übergewicht erwiesenermaßen eine Rolle spielt, getrennt zu betrachten: So gilt in der Hälfte der Fälle von Krebs der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) Übergewicht als Ursache, beim häufigen Brustkrebs nach den Wechseljahren gehen nach heutigen Schätzungen etwa 20 Prozent auf das Konto von Übergewicht und Fettleibigkeit.</p>
<p>Die Steigerung des Krebsrisikos durch Übergewicht genau abzuschätzen, wird auch durch uneinheitliche Definitionen erschwert. Wo endet Normalgewicht, wann beginnt Fettleibigkeit? Es mehren sich außerdem die Hinweise darauf, dass der meist verwendete „Body Mass Index“* kein ideales Maß für gefährliche Fettleibigkeit ist: „Es spricht vieles dafür, dass vor allem das so genannte viszerale Fett zwischen den Bauchorganen eine gefährliche Rolle bei der Krebsentstehung spielt. Davon können auch relativ schlanke Personen zu viel angesammelt und dadurch ein erhöhtes Krebsrisiko haben“, warnt der Experte.</p>
<p>Welche physiologischen Zusammenhänge zwischen Übergewicht und Krebs bestehen, erforscht Prof. Dr. Stephan Herzig, Stoffwechselexperte im DKFZ: „Veränderte Insulin- und Geschlechtshormon-Spiegel werden lange schon als Ursache diskutiert. Inzwischen wissen wir, dass auch die so genannten Adipokine, Hormone, die das Fettgewebe selbst ausschüttet, das Krebswachstum fördern.“ Außerdem gilt unter Stoffwechsel-Fachleuten die Fettleibigkeit als chronisch-entzündlicher Zustand; die zahlreichen Entzündungszellen im Fettgewebe geben entzündungsfördernde Botenstoffe ab, was die Krebsentstehung begünstigt.</p>
<p>Prof. Dr. Karen Steindorf, die im Deutschen Krebsforschungszentrum und im Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg die Effekte von körperlicher Aktivität bei Krebs untersucht, weist darauf hin: „Beleibte Menschen können ihr Krebsrisiko durch Sport auch dann senken, wenn sie dabei gar nicht deutlich abnehmen.“ Übergewicht und mangelnde körperliche Aktivität sind bei zahlreichen Krebsarten wie z.B. Darmkrebs oder Brustkrebs nach den Wechseljahren weitgehend voneinander unabhängige Risikofaktoren. Das bedeutet, dass körperliche Aktivität nicht nur vor Krebs schützt, indem sie Menschen abnehmen lässt, sondern auch über andere physiologische Mechanismen, die noch untersucht werden.</p>
<p>Heute schon lassen sich Verhaltensänderungen beobachten, die in Zukunft das Rauchen mit Sicherheit vom dramatischen ersten Platz unter den Krebsrisikofaktoren verbannen werden: Zwischen 2002 und 2010 hat sich in Deutschland die Rate rauchender Jugendlicher halbiert – von 28 Prozent auf 13 Prozent. „Hier haben spezifische Präventionsmaßnahmen wie Preiserhöhungen und Rauchverbote Wirkung gezeigt“, sagt die DKFZ-Expertin für Tabakprävention, Dr. Martina Pötschke-Langer, und führt aus: „Und das, obwohl Deutschland nicht zu den führenden Nationen im Bereich der Tabakkontrolle zählt.“</p>
<p>Die Medizinerin freut sich besonders über diesen Trend, da die Rate jugendlicher Raucher ein guter Indikator für das Rauchverhalten der Gesamtbevölkerung ist. Über 80 Prozent der Raucher beginnen bereits vor ihrem 18. Geburtstag mit dem Rauchen. „Das wird sich in 20 bis 30 Jahren deutlich in der Lungenkrebsstatistik niederschlagen!“</p>
<p>Der Weltkrebstag findet jährlich am 4. Februar statt und hat zum Ziel, die Vorbeugung, Erforschung und Behandlung von Krebs ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Er wurde 2006 von der Union Internationale Contre le Cancer (UICC), der Weltgesundheitsorganisation WHO und anderen Organisationen ins Leben gerufen.</p>
<p>Weitere Informationen über Krebsprävention und Krebsrisikofaktoren gibt der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums:</p>
<p>Krebsinformation per Telefon: 0800 420 30 40 (täglich von 8 bis 20 Uhr)<br />
Krebsinformation per E-Mail: krebsinformationsdienst@dkfz.de<br />
Krebsinformation im Internet: <a href="http://www.krebsinformationsdienst.de" target="_blank">www.krebsinformationsdienst.de</a></p>
<p>*Body Mass Index: Körpergewicht [kg] dividiert durch das Quadrat der Körpergröße [m2].</p>
<p>Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) ist mit mehr als 2.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte biomedizinische Forschungseinrichtung in Deutschland. Über 1000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen im DKFZ, wie Krebs entsteht, erfassen Krebsrisikofaktoren und suchen nach neuen Strategien, die verhindern, dass Menschen an Krebs erkranken. Sie entwickeln neue Ansätze, mit denen Tumoren präziser diagnostiziert und Krebspatienten erfolgreicher behandelt werden können. Gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Heidelberg hat das DKFZ das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg eingerichtet, in dem vielversprechende Ansätze aus der Krebsforschung in die Klinik übertragen werden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Krebsinformationsdienstes (KID) klären Betroffene, Angehörige und interessierte Bürger über die Volkskrankheit Krebs auf. Das Zentrum wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft deutscher Forschungszentren.</p>
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		<title>Diabetes und Adipositas stellen für Frauen Brustkrebsrisiko dar</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Dec 2011 18:59:47 +0000</pubDate>
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<p>Newswise &#8211; Das Risiko für Brustkrebs steigt bei Frauen ab 60 Jahren, wenn sie stark übergewichtig sind oder an Diabetes leiden. Dies sind Ergebnisse einer Studie, deren Grundlage die Analyse von Patienten-Aufzeichnungen bildete: Darunter Arztberichte über 2700 Patientinnen 10 Jahre vor deren Brustkrebserkrankung sowie Aufzeichnungen über 20500 Patienten, die nicht an Brustkrebs erkrankt waren. Demnach liegt das Risiko für  Brustkrebs  bei stark übergewichtigen Frauen ab 60 Jahren bei 55 Prozent. Vier Jahre nach einer Diabetes-Diagnose haben Frauen jeden Alters ein zu 37 Prozent höheres Risiko, an Brustkrebs zu erkranken. Vorherige Studien hatten bereits einen Zusammenhang zwischen Übergewicht und Brustkrebsrisiko feststellen können, so Håkan Olsson, Professor an der Abteilung für Onkologie und Krebsepidemiologie an der Lund Universität in Schweden. Der Zusammenhang zwischen  Brustkrebs und Diabetes dagegen war bisher nicht so deutlich hervor getreten.<br />
Zudem scheinen einige Medikamente, die Diabetikerinnen einnehmen müssen, das Risiko für Brustkrebs zu beeinflussen, sagt Olsson. So steht das Insulin Glargin im Zusammenhang mit einem nahezu doppelten Risiko für Brustkrebs.  Antidiabetika wie Metformin oder Glucophage sind risikoärmer. Diabetikerinnen sollten unbedingt ihren Arzt befragen, welches Medikament das Risiko für Brustkrebs minimiert.<br />
Frauen können ihr Risiko auf jeden Fall reduzieren, wenn sie auf ihr Gewicht achten. Denn auch Diabetes und ein zu hohes Körpergewicht stehen in einem deutlichen Zusammenhang. &#8211; I. Mosblech-Kaltwasser</p>
<p>Die Ergebnisse der Studie wurden auf dem &#8220;2011 CTRC-AACR San Antonio Breast Cancer Symposium&#8221; vorgestellt.<br />
<a href="http://www.bmi-rechner.net/">Hier</a> können Sie Ihren BMI berechnen </p>
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		<title>Neues Diagnoseverfahren bei Brustkrebs an der MHH</title>
		<link>http://www.lifestylesite.de/frauen/neues-diagnoseverfahren-bei-brustkrebs-an-der-medizinische-hochschule-hannover</link>
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		<pubDate>Tue, 01 Nov 2011 06:33:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LifeStyleSite</dc:creator>
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<p>Mehr als 55.000 Frauen in Deutschland erkranken jährlich an Brustkrebs, allein in der Region Hannover gibt es jedes Jahr zwischen 1.000 und 1.400 Neuerkrankungen. Normalerweise folgt für die Betroffenen nach der Entfernung des Tumors eine vorbeugende Chemotherapie, um das Risiko einer Metastasenbildung zu reduzieren. Doch nicht für alle Frauen ist die körperlich und seelisch belastende Chemotherapie wirklich sinnvoll.</p>
<p><span class="quote_left">Es gibt ein gutes Vorsorgesystem und viele Frauen sind über das Thema Brustkrebs aufgeklärt.</span>An der Frauenklinik der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) gibt es für die betroffenen Frauen jetzt einen Test, der Auskunft darüber gibt, ob nach einer Operation eine Chemotherapie medizinisch notwendig ist. Dabei erfolgt auch eine umfassende Beratung der Patientinnen. Einige Krankenkassen übernehmen dafür die Kosten: Mit der Techniker Krankenkasse (TK) und der Betriebskrankenkasse (BKK) Mobil Oil hat die MHH bereits entsprechende Vereinbarungen getroffen.</p>
<p>„Es gibt ein gutes Vorsorgesystem und viele Frauen sind über das Thema Brustkrebs aufgeklärt. Deshalb werden die meisten Erkrankungen heute glücklicherweise in einem relativ frühen Stadium erkannt“, sagt Professorin Dr. Tjoung-Won Park-Simon, stellvertretende Direktorin der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe der MHH und Bereichsleiterin Gynäkologische Onkologie. „Bei der Mehrzahl der Patientinnen sind die Lymphknoten nicht befallen. Dennoch wird in Abhängigkeit von den biologischen Risikofaktoren auch im frühen Stadium eine vorbeugende Chemotherapie empfohlen – ob sie die erwünschte Wirkung hat, ist aber nicht klar. „Alles deutet darauf hin, dass viele Frauen, bei denen kein Lymphknotenbefall vorliegt, die Belastungen und Nebenwirkungen einer Chemotherapie ertragen müssen, ohne einen gesundheitlichen Nutzen daraus zu ziehen. Sie werden schlichtweg übertherapiert, die Entfernung des Tumors, gegebenenfalls mit Bestrahlung, hätte ausgereicht“, erklärt Professorin Park-Simon. Nur bei etwa einem Drittel der Frauen sei die Chemotherapie tatsächlich angezeigt, um der Entstehung von Metastasen vorzubeugen.</p>
<p>Bei dem Test, den die MHH ihren Patientinnen anbietet, handelt es sich um die Untersuchung sogenannter Biomarker, also charakteristischer biologischer Merkmale, die als Indikatoren für Krankheiten gelten. Zu diesen prognostischen Markern gehören das Eiweiß Urokinase Plasminogen Aktivator (uPA) und dessen Gegenspieler PAI-1. Ist der Anteil an uPA/PAI-1 im Tumorgewebe niedrig, haben Patientinnen mit Brustkrebs im Frühstadium, bei denen keine Lymphknoten befallen sind, besonders gute Heilungschancen. Überschreitet der Anteil einen bestimmten Schwellenwert, ist eine Chemotherapie ratsam.</p>
<p>Für den Biomarker-Test ist eine Gewebeprobe aus dem Tumor erforderlich. Diese entnimmt der Chirurg während der Operation, anschließend wird sie von einem Pathologen untersucht. „Weil Frischgewebe benötigt wird, sollten die Patientinnen den behandelnden Arzt unbedingt vor der Operation auf den Test ansprechen“, rät Professorin Park-Simon. Zurzeit sind für Brustkrebs drei verschiedene Biomarker-Tests auf dem Markt. Die MHH bietet den Test „Femtelle“ an. Er wird von Fachgremien wie der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie e.V. und der American Society of Clinical Oncology empfohlen.</p>
<p>Der Test gehört nicht zu den Regelleistungen der Krankenkassen. Die Frauenklinik der MHH hat darüber jedoch Vereinbarungen mit der Techniker Krankenkasse und der BKK Mobil Oil getroffen. Für Patientinnen aus der Region Hannover, die bei diesen Krankenkassen versichert sind, ist der Test kostenlos. Der behandelnde niedergelassene Arzt kann seine Patientin dafür an die MHH, aber auch an jedes andere Brustzentrum, das sich den Verträgen angeschlossen hat, überweisen.</p>
<p>Grundsätzlich steht der Test in der MHH allen betroffenen Frauen zur Verfügung, sie müssen ihn jedoch selbst bezahlen.<br />
Quelle: idw-online.de</p>
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		<title>Oktober ist Brustkrebsmonat: Online-Sprechstunde für Frauen</title>
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		<pubDate>Thu, 06 Oct 2011 11:53:05 +0000</pubDate>
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<p>Brustkrebs ist die häufigste Krebsart bei Frauen: Über 57.000 Frauen erkranken in Deutschland jährlich neu an Brustkrebs. Im Brustkrebsmonat Oktober machen daher zahlreiche Organisationen durch Initiativen und Veranstaltungen auf die Krankheit aufmerksam. Deshalb informieren Ärzte und Ärztinnen  aus dem Mammographie-Screening-Programm in regelmäßigen Online-Sprechstunden auf dem Informationsportal des Mammographie-Screening-Programms  über die Möglichkeiten zur Früherkennung von Brustkrebs. Die nächste Sprechstunde findet am Montag, dem 10. Oktober 2011 von 10 – 11 Uhr statt.<br />
Die Praxis zeigt, dass interessierte Frauen noch viele Fragen haben: Wie hoch ist die Strahlenbelastung? Welche Untersuchungsmethoden gibt es? Welche Vor- und Nachteile hat Früherkennung? Diese und alle weiteren Fragen rund um das Mammographie-Screening-Programm werden während der Online-Sprechstunde beantwortet.<br />
 <a href="http://www.mammo-programm.de">http://www.mammo-programm.de</a><br />
<strong>Weitere Termine:</strong>
<ul>
<li>Montag, 10.10.2011, 10:00 bis 11:00 Uhr</li>
<li>Dienstag, 11.10.2011, 18:00 bis 19:00 Uhr</li>
<li>Mittwoch, 12.10.2011, 15:00 bis 16:00 Uhr</li>
<li>Montag, 17.10.2011, 10:00 bis 11:00 Uhr</li>
<li>Dienstag, 18.10.2011, 10:00 bis 11:00 Uhr</li>
<li>Mittwoch, 19.10.2011, 15:00 bis 16:00 Uhr</li>
<li>Donnerstag, 20.10.2011, 15:00 bis 16:00 Uhr und<br />
18:00 bis 19:00 Uhr</li>
<li>Montag, 24.10.2011, 15:00 bis 16:00 Uhr</li>
<li>Donnerstag, 27.10.2011, 18:00 bis 19:00 Uhr</li>
</ul>
<p>Das Mammographie-Screening-Programm ist ein bundesweites, qualitätsgesichertes Programm zur Brustkrebsfrüherkennung. Jede Frau zwischen 50 und 69 Jahren erhält alle zwei Jahre schriftlich eine Einladung zur Untersuchung.</p>
<p>Die Kooperationsgemeinschaft Mammographie ist in gemeinsamer Trägerschaft von den gesetzlichen Krankenkassen und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) im August 2003 gegründet worden. Ihre Aufgabe ist die Koordination, Qualitätssicherung und Evaluation des Mammographie-Screening-Programms.</p>
<p>Bildnachweis: Flitner/ Kooperationsgemeinschaft Mammographie</p>
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		<title>Bessere Überlebenschancen mit Bluthochdruck-Medikament bei Brustkrebs</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Mar 2010 09:14:01 +0000</pubDate>
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<p>Die Behandlung von Brustkrebspatientinnen mit Beta-Blockern kann die Metastasierung reduzieren, wie heute am Freitag, den 26. März 2010, auf der siebten Europäischen Brustkrebskonferenz (EBCC7) in Barcelona vorgetragen wird. Teams um Dr. Desmond Powe (Universität Nottingham) und Professor Frank Entschladen (Universität Witten/Herdecke) haben in einer klinischen Studie herausgefunden, dass Patientinnen, die mit Beta-Blockern behandelt wurden, eine signifikante Reduktion der Metastasenbildung und bessere Überlebensrate zeigten.</p>
<p>Die Forscher haben die Krankheitsdaten von Brustkrebspatientinnen analysiert und in drei Gruppen aufgeteilt: Eine Gruppe, die aufgrund von Bluthochdruck bereits mit Beta-Blockern behandelt wurde, eine weitere Gruppe, deren Bluthochdruck durch andere Medikamente behandelt wurde, und eine letzte Gruppe, die keinen Bluthochdruck hatte und demzufolge auch keine Medikamente dagegen bekam. Von 466 Patientinnen nahmen 43 Beta-Blocker. In dieser Gruppe bildeten sich deutlich weniger Metastasen und der Krebs trat nicht so häufig wieder auf. Insgesamt hatten diese Patientinnen gegenüber den anderen Gruppen eine um 71 Prozent höhere Chancen, keine Metastasen zu bilden und die Überlebenszeit zu erhöhen. &#8220;So deutliche Aussagen kommen nur bei wenigen Studien zu Stande&#8221;, erläutert Prof. Entschladen dieses Ergebnis, &#8220;deshalb sind wir sehr neugierig, ob wir dieses Ergebnis in einer zukünftigen, größeren Studie und auch bei anderen Krebsarten bestätigen können.&#8221;</p>
<p>Frühere Laboruntersuchungen haben bereits gezeigt, dass Beta-Blocker gegen verschiedene Krebsarten helfen. Bekannt ist auch der Wirkungsmechanismus: &#8220;Krebszellen können besonders dann gut und schnell wachsen, streuen und Metastasen bilden, wenn viele Stresshormone im Körper unterwegs sind. Die Beta-Blocker verhindern nun, dass die Stresshormone an den Krebszellen andocken können. Daher kommt es auch zu weniger Wanderungen und Streuungen&#8221;, beschreibt Prof. Entschladen die Vorgänge im Körper. Die Teams von Dr. Powe und Prof. Entschladen konnten nun die bisher nur im Labor zu zeigenden Vermutungen auch in einer Studie an Patientinnen nachweisen.</p>
<p>Die Wissenschaftler sind sich sicher, dass ihre Effekte auf den Beta-Blockern beruhen und nicht auf dem Bluthochdruck per se. &#8220;Wenn das der Fall wäre&#8221;, sagt Dr. Powe, &#8220;würden Patientinnen, die andere Medikamente gegen den Bluthochdruck bekamen, einen ähnlichen Effekt zeigen. Das war aber nicht der Fall. Es ist vernünftig anzunehmen, dass auch Frauen ohne Bluthochdruck auf die Behandlung mit Beta-Blockern ansprechen, obwohl Dosis und Nebenwirkungen in klinischen Studien untersucht werden müssten. Wir müssen auch schauen, ob Beta-Blocker als zusätzliche Therapie in vorhandene Therapien für Brustkrebs eingebunden werden können. Wir haben aber gezeigt, dass mit den Beta-Blockern ein gut-etabliertes, sicheres, und kostengünstiges Medikament vorhanden ist, um einen weiteren Schritt in Richtung gezielter Therapie bei Brustkrebs zu gehen.&#8221; Dies wäre eines der ersten Medikamente, das in der Krebstherapie gezielt gegen die Metastasenbildung eingesetzt werden könnte.<br />
Quelle:idw-online.de</p>
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		<title>Dänische Studie untersucht Wirksamkeit des Mammographiescreenings</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Mar 2010 19:00:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LifeStyleSite</dc:creator>
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<p>Eine dänische Untersuchung konnte zeigen, dass die in Dänemark durchgeführten Screeningprogramme die Todesrate beim Brustkrebs nicht beeinflussen.<br />
Ähnliche Ergebnisse sind in anderen Ländern beobachtet worden, so die Autoren.<br />
Eine im Jahre 2005 veröffentlichte Studie zu diesem Thema hatte dagegen den Eindruck erweckt, das Mammographiescreening könne die Todesfälle durch Brustkrebs um 25 % reduzieren. Karsten Jørgensen und Peter Gøtzsche vom Nordic Cochrane Centre in Kopenhagen machten gemeinsam mit Per-Henrik Zahl vom Folkehelseinstituttet in Oslo jedoch erhebliche Mängel der Studie aus und nahmen eine eigene umfassende Analyse der Untersuchung vor.<br />
Sie verglichen die jährlich sich verändernden Zahlen der Todesfälle in zwei dänischen Regionen: Regionen, die organisierte Screeningprogramme durchführten, mit solchen, die keine Screeningprogramme zur Verfügung stellten.<br />
Die Analyse deckt die 10 Jahre nach dem Screeningproramm ab, innerhalb deren eine Wirkung auf die Brustkrebs-Todesrate auftreten könnte. Zum Vergleich untersuchten sie ebenso den 10-Jahreszeitraum vor der Einführung der Routineuntersuchung. Zudem wurden die Daten in drei Altersgruppen eingeteilt: Frauen im Alter zwischen 35-54 Jahren und 55-74 Jahren sowie Frauen zwischen 75-84 Jahren.</p>
<p>Das Ergebnis: Die Brustkrebs-Sterblichkeit bei den gescreenten 55 bis 74 jährigen  in Kopenhagen und auf Fünen sank jährlich zwar um etwa ein Prozent. Dies passierte jedoch ebenfalls in den Regionen ohne Screening, hier sogar stärker, nämlich zwei Prozent.</p>
<p>Außerdem fanden die Wissenschaftler heraus, dass die Brustkrebs-Sterberate bei Frauen zwischen 35 und 54 Jahren in allen Regionen Dänemarks um fünf bis sechs Prozent pro Jahr sank. Nur bei den Frauen zwischen 75 und 84 Jahren gab es keine gültigen Änderungen.</p>
<p>Den allgemeinen Rückgang  erklären die Forscher mit verbesserten Behandlungsmöglichkeiten des Brustkrebs und präventiven Massnahmen. Die Wissenschaftler werfen darum auch die Frage nach der  Effektivität solcher Screeningverfahren auf, da sie keinen Einfluss auf die Mortalitätsrate bei  Brustkrebs  finden konnten. -IMK-<br />
Quelle: www.bmj.com</p>
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		<title>Brustkrebs-Früherkennung: MRT höchste Trefferquote</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Feb 2010 11:37:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LifeStyleSite</dc:creator>
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<p>Müssen die Früherkennungs-Leitlinien für Brustkrebs überdacht werden? Eine neue Multicenter-Studie legt diesen Schluss zumindest für Frauen mit erhöhtem Brustkrebs-Risiko nahe. Demnach übertrifft die so genannte Magnetresonanz-Tomographie (MRT) sowohl Mammographie als auch Ultraschall deutlich, was die Zahl korrekt erkannter Tumoren anbelangt. Die Studie mit knapp 700 Teilnehmerinnen stellt zudem die Kombination dieser diagnostischen Verfahren in Frage: Es scheint demnach auszureichen, Risiko-Patientinnen einmal jährlich mittels MRT zu untersuchen. Die Forscher konnten keinen signifikanten Mehrwert einer zusätzlichen Mammographie- oder Ultraschall-Untersuchung nachweisen. Die Resultate erscheinen nun im Journal of Clinical Oncology (doi: 10.1200/JCO.2009.23.0839).</p>
<p>An der Studie hatten zwischen 2002 und Mitte 2007 insgesamt 687 Frauen teilgenommen, die ein erhöhtes Brustkrebs-Risiko trugen. Sie wurden jährlich mittels MRT, Mammographie und Ultraschall untersucht. Bei 27 von ihnen fanden die Mediziner in diesem Zeitraum Brustkrebs oder Brustkrebs-Vorstufen („DCIS“, Ductales Carcinoma In Situ).</p>
<p>Die MRT hatte bei weitem die höchste Trefferquote: 25 der gefundenen Tumoren waren in der MRT sichtbar – das ist ein Anteil von 93 Prozent. Der Ultraschall kam nur auf 37 Prozent, die Mammographie gar lediglich auf 33 Prozent. Diese Ergebnisse belegen erneut eindrucksvoll, dass bei Frauen mit erhöhtem Brustkrebs-Risiko eine wirkliche Früherkennung allein mit der MRT möglich ist. Allerdings empfehlen die bis heute geltenden Früherkennungs-Leitlinien, dass die MRT ausschließlich zusätzlich zu Mammographie und Sonographie eingesetzt wird. Speziell die Mammographie galt bislang als unverzichtbar Mit der EVA-Studie wurde dieses Konzept erstmals hinterfragt. Die Ergebnisse zeigen: Wird eine MRT zur Früherkennung durchgeführt, so ist durch eine Mammographie und/oder eine Sonographie die Entdeckungsrate von Brustkrebs oder Brustkrebs-Vorstufen nicht zu verbessern. Eine Brust-MRT ist demnach gleichsam notwendig und hinreichend für die Früherkennung. „Wird eine MRT durchgeführt, so ist eine Mammographie oder eine Sonographie unnötig“, folgern die Wissenschaftler</p>
<p>Die Teilnehmerinnen der EVA-Studie trugen ein erhöhtes Brustkrebs-Risiko, weil in ihren Familien Brustkrebsfälle aufgetreten waren. „Es handelte sich aber bei weitem nicht immer um eine sogenannte „Hochrisiko-Situation“, also um Frauen, bei denen z.B. eine Genmutation (BRCA-Mutation) vorliegt oder sehr viele Familienmitglieder erkrankt sind“, betont die Studienleiterin, Prof. Dr. Christiane Kuhl von der Radiologischen Universitätsklinik der Universität Bonn. „Vielmehr haben wir auch solche Frauen in die EVA-Studie aufgenommen, deren Risiko nur vergleichsweise leicht erhöht war.“ Die Wissenschaftler schließen daraus, daß zukünftig auch Frauen mit nur mäßig erhöhtem Risiko eine MRT zur Früherkennung angeboten werden sollte.</p>
<p><strong>Geltende Leitlinien fragwürdig</strong></p>
<p>Die aktuellen Leitlinien empfehlen die MRT nur für Frauen in Hochrisiko-Situation – und immer nur zusätzlich zu Mammographie und Sonographie. Somit werden diese Frauen derzeit einer jährlichen MRT, einer jährlichen Mammographie und einer halbjährlichen Sonographie unterzogen – und dies schon ab dem 30. oder sogar dem 25. Lebensjahr. „Derartige Empfehlungen sind im Licht unserer neueren Erkenntnisse nicht mehr haltbar“, meint Kuhl. Eine Mammographie ist – im Gegensatz zur MRT – eine Röntgenuntersuchung, die mit einer Strahlenbelastung einhergeht. Im Normalfall ist die resultierende Strahlendosis auch bei regelmäßiger Mammographie unbedenklich. „Der Normalfall ist aber, dass eine Frau erst ab dem 50. Lebensjahr – und dann auch nur alle zwei Jahre – eine Mammographie erhält.“ Die strahlenbiologischen Folgen der aktuellen Leitlinie für Frauen in Hochrisiko-Situation sind dagegen unabsehbar. Problematisch ist dabei nicht nur die höhere Zahl von Mammographien und die damit einhergehende höhere Gesamtdosis ionisierender Strahlung, sondern speziell auch der frühere Beginn der mammographischen Früherkennung. Denn: „Das Brustdrüsengewebe junger Frauen ist sehr viel strahlenempfindlicher – das gilt zudem vermutlich in besonderem Maße gerade für Frauen mit BRCA-Mutation“, so Kuhl.  Gerade bei jungen Frauen war damit das Nutzen/Risiko-Verhältnis einer Mammographie immer schon fraglich. „Unseren aktuelle Ergebnisse zeigen aber: Wird eine MRT gemacht, so ist der Nutzen der Mammographie bei diesen Frauen gleich null. Damit kann – und sollte! – die Mammographie bei diesen jungen Frauen unterbleiben“.</p>
<p>Auch der halbjährliche Ultraschall ist vermutlich unnötig – kein einziges Karzinom wurde durch die Sonographie zusätzlich entdeckt. „Zumindest verursacht die Sonographie keine Strahlenbelastung“, stellt Kuhl fest, „allerdings führt sie zu vielen sogenannten falsch-positiven Diagnosen – also zu Fehlalarmen – und ist offenbar schlicht unnötig.“</p>
<p><strong>Den Kinderschuhen entwachsen</strong></p>
<p>Die vier beteiligten Zentren aus Deutschland berichten sämtlich über ähnlich gute Ergebnisse mit der MRT. Dabei hilft sicherlich, dass in den vergangenen Jahren ein Kriterienkatalog erarbeitet wurde, nach dem MRT-Aufnahmen zu bewerten sind. „Was uns besonders freut“, so Kuhl, „ist, dass die EVA-Studie belegt, dass die Brust-MRT endlich den Kinderschuhen entwachsen ist“. Das zeigte sich daran, daß an allen Standorten der sogenannte „Positive Vorhersagewert“ der MRT höher war als der der Mammographie oder der Sonographie. Konkret bedeutet dies: Falsch positive Befunde, also „Fehlalarme“, werden durch die MRT nicht – wie früher unterstellt – besonders häufig ausgelöst – sondern sogar besonders selten.<br />
Quelle: Universität Bonn</p>
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		<title>Rotwein, Mikrowelle und einheimische Produkte</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Feb 2010 10:05:21 +0000</pubDate>
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Führende Wissenschaftler diskutieren wirksamste Prävention gegen Krebs. Eine ausgewogene Ernährung und die richtige Zubereitung der Nahrungsmittel ist der beste Weg, um der Entwicklung von Krebs vorzubeugen, so die führenden Krebsforscher Professor Attilio Giacosa und Professor Jaak Janssens. In zwei Interviews ...]]></description>
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<p><strong>Führende Wissenschaftler diskutieren wirksamste Prävention gegen Krebs</strong>.</p>
<p>Eine ausgewogene Ernährung und die richtige Zubereitung der Nahrungsmittel ist der beste Weg, um der Entwicklung von Krebs vorzubeugen, so die führenden Krebsforscher Professor Attilio Giacosa und Professor Jaak Janssens. In zwei Interviews erklärten die Experten, wie eine präventive Ernährung die natürlichen Widerstandsfähigkeit gegen Krebs mobilisiert. Die Interviews sind auf <a href="http://www.lwwpartnerships.com">www.lwwpartnerships.com</a> zu finden.</p>
<p>Professor Giacosa, Leiter der Abteilung für Gastroenterologie an der Poliklinik di Monza in Italien, ist einer der wortstärksten Befürworter der &#8220;präventiven Ernährung&#8221;. Der Verzehr von Obst und Gemüse ist für ihn die erfolgreichste Möglichkeit der Krebsvorbeugung. Er erklärt, dass der Nutzen von Obst und Gemüse durch eine Fülle von epidemiologischen Daten, Beobachtungen und Vergleichsstudien alters- und geschlechtgemischter Bevölkerungsgruppen mit und ohne Krebs nachgeprüft wurde.<br />
&#8220;Als wir die Ernährungsgewohnheiten der beiden Gruppen untersuchten,&#8221; so Prof Giacosa, „haben die kontrollierten Fallstudien die schützende Wirkung von Früchten und Gemüse gegen eine Vielzahl von Krebsarten  eindeutig zeigen können.“<br />
Orangen, Knoblauch, Broccoli, Blumenkohl und Rosenkohl sind einige der nützlichsten Sorten. Aber es ist nicht nur wichtig, was wir essen, sondern auch wie wir die Lebensmittel zubereiten. Denn dies kann die präventive Qualität der Früchte und des Gemüses noch verbessern. Der optimale Ansatz ist, einheimisches Gemüse und Obst der Saison zu verzehren. Auch die kurzen Garzeiten durch den Gebrauch von Mikrowelle und Dampfgaren sind zu bevorzugen.<br />
Ein Glas Wein täglich ist empfehlenswert, da Wein diese natürlichen Wirkstoffe der Frucht, speziell die Polyphenole beinhaltet. Dieser Inhaltsstoff hat große Bedeutsamkeit, da Farbe, Aroma und Duft des Weins  mit den spezifischen Substanzen der Polyphenole verknüpft und extrem nützlich für unseren Organismus sind. Doch der Professor warnt, dass nur ein moderater Konsum der Schlüssel ist, um in den Genuss der Vorteile zu kommen.</p>
<p>Prof. Dr. Jannssen ist Präsident der Europäischen Organisation für Krebsprävention in Belgien. Er stimmt dem Gesagten zu: &#8220;Eine ausgewogene Ernährung ist von Nutzen.“<br />
Zum Thema Brustkrebs erläutert der Experte: Wenn man anerkennt, dass Brustkrebs fast immer seine Wurzel in der Pubertät hat, ist die veränderte Lebensweise von Mädchen zu beachten, denn sie wird eine Wirkung auf die Wachstumseigenschaften wie beispielsweise die Menstruation und damit auch auf das Brustkrebsrisiko bekommen.</p>
<p>Es gibt ein steigendes Interesse an Präventivstudien in der onkologischen Forschung, erklärt Professor Janssen weiter,&#8221;die Behandlung von Krebs ist häufig giftig, verstümmelnd und darüberhinaus auch nicht fähig, jeden Patienten zu heilen. Um die Todesrate und Verstümmelungen so stark wie nur möglich zu reduzieren, ist Prävention der nächste Schritt. Wenn wir beispielsweise berücksichtigen, dass  90 % des Lungenkrebs durch Rauchen entsteht, kann die Einstellung des Zigarettenrauchens die Todesrate um 85 % senken.“<br />
Im Bereich des Brustkrebs haben ebenfalls Maßnahmen wie die frühzeitige Entdeckung durch Neuerungen bei der Mammographie, Ultraschall und Gewebeentnahme erreicht, dass die Todesrate gesenkt wurde. Ein anderes wichtiges Thema ist die Achtsamkeit von Frauen. Sie suchen, sobald sie eine Anormalität fühlen oder sehen, einen Arzt auf. Zusätzlich können Frauen, die ein genetisches Risiko tragen, durch genetische Tests und geeignete hormonelle Medikamente behandelt werden.<br />
Im Kampf gegen den Krebs bekommen die präventiven Methoden eine zunehmend vitale Rolle auf dem Feld der onkologischen Forschung.-IMK-<br />
Quelle: alphagalileo</p>
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