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	<title>LifeStyleSite.De &#187; Gedächtnis</title>
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		<title>Stress verstärkt Alzheimer-Krankheit</title>
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		<pubDate>Sat, 28 May 2011 14:38:37 +0000</pubDate>
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<p>Psychischer Stress wirkt sich negativ auf unsere Gesundheit aus und verstärkt oder induziert zahlreiche Erkrankungen. Dass dies auch auf die Alzheimer-Krankheit zutrifft, zeigen Untersuchungen des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie in München. Im Tiermodell der Ratte konnten die Wissenschaftler nachweisen, dass chronischer Stress die molekularen Prozesse in Gang setzt, die sowohl zur Bildung des neurotoxisch wirkenden Beta-Amyloid-Proteins als auch zur Phosphorylierung des Tau-Proteins führen. Beide Prozesse stehen am Anfang der Alzheimer-Krankheit und sind Ausgangspunkt der pathologischen Prozesse, die die Zerstörung von Nervenverbindungen und schließlich das Absterben der Nervenzellen verursachen. Die Folgen sind kognitive Einbußen und Gedächtnisverlust für die Betroffenen. Auch im Tierexperiment zeigen die gestressten Ratten eine deutliche Verschlechterung ihrer Gedächtnisleistung.</p>
<p>Aufgrund dieser Befunde folgern die Autoren, dass Stress die frühen pathologischen Prozesse der Alzheimer-Krankheit fördert und möglicherweise auch mit auslöst. Die Verringerung und Vermeidung von Stress sollte sich also verlangsamend auf die Entwicklung der Erkrankung auswirken.</p>
<p>Weltweit leiden ca. 36 Millionen Menschen an der bekanntesten Demenz-Erkrankung, der Alzheimer-Krankheit. Die Betroffenen leiden unter zunehmendem Gedächtnisverlust, welcher sich bis zur völligen Hilflosigkeit und Orientierungslosigkeit steigern kann. Charakteristische Krankheitsmerkmale sind die Ablagerungen des Eiweißmoleküls Beta-Amyloid in Form von Plaques an Nervenzellen und der Bildung von Tau-Protein Fibrillen, welche zu einem Verlust an Nervenverbindungen und Nervenzellen im Gehirn führt. Während 7-10 Prozent der Krankheitsfälle erblich bedingt sind, ist wenig über die Ursachen der sporadisch auftretenden Alzheimer-Krankheit bekannt. Auffällig ist jedoch, dass sie erst mit zunehmendem Alter ab 65 Jahren auftritt.</p>
<p>Aufgrund der Beobachtung, dass depressive Patienten ein höheres Risiko haben, die Alzheimer-Krankheit zu entwickeln, verfolgen Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie in Zusammenarbeit mit Kollegen der Universität von Minho in Braga, Portugal, seit Jahren die Hypothese, dass die Entwicklung beider Erkrankungen durch Stress ausgelöst und beeinflusst wird.</p>
<p> Tatsächlich konnten sie im Tiermodell zeigen, dass Stress die Menge an neurotoxisch wirkendem Beta-Amyloid-Protein vermehrt. In der aktuellen Studie weisen Drs. Sotiropoulos und Catania nun nach, dass auch das Tau-Protein in Folge von Stresshormonen molekular verändert wird. Die nachgewiesene vermehrte Phosphorylierung des Proteins erzeugt die charakteristische Alzheimer Pathologie von Tau-Protein Fibrillen. Die Autoren postulieren in ihrem Modell (siehe Abbildung) eine direkte Abhängigkeit der Menge an phosphoryliertem Tau-Protein mit der Alzheimer Pathologie unter gleichzeitiger Abnahme der kognitiven Leistungen.</p>
<p>Inwieweit die Kenntnisse über die molekularen Prozesse auch neue therapeutische Wege für Patienten eröffnen, werden zukünftige Studien klären müssen. Es ist jedoch bereits heute für jeden Patienten von höchstem Interesse zu erfahren, dass Stress den Verlauf der Alzheimer-Krankheit negativ beeinflusst und möglichst vermieden werden sollte. „Wer regelmäßig Stress ausgesetzt ist, könnte auf diese Weise anfälliger für Alzheimer werden. Dabei steigt die Anfälligkeit mit dem Alter“, sagt Arbeitsgruppenleiter Osborne Almeida.</p>
<p>Originalveröffentlichung:</p>
<p>Ioannis Sotiropoulos, Caterina Catania, Lucilia G. Pinto, Rui Silva, G. Elizabeth Pollerberg, Akihiko Takashima, Nuno Sousa, and Osborne F. X. Almeida</p>
<p>Stress Acts Cumulatively To Precipitate Alzheimer’s Disease-Like Tau Pathology and Cognitive Deficits</p>
<p>Journal of Neuroscience, May 25, 2011; 31(21):7840-7847</p>
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		<title>Von wegen Schlafmütze &#8211; vom Nutzen des Schlafs</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Feb 2010 14:29:21 +0000</pubDate>
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<p>Nicht nur unser Körper profitiert vom Schlaf, sondern auch unser Gehirn, so eine Studie der Universität Berkley. Matthew Walker und sein Team teilten für ihre Untersuchung 39 junge Erwachsene in zwei Gruppen ein. Danach nahmen beide Teilnehmergruppen um 12 Uhr an einer Gedächtnisübung teil, die darin bestand, sich Namen und das dazugehörige Gesicht zu merken. Eine weitere Übung folgte um 18 Uhr, mit der Besonderheit, dass 20 der Teilnehmer zuvor ein 100-minütiges Schläfchen gehalten hatten.</p>
<p>Dabei zeigte sich, dass die Teilnehmer ohne Nachmittagsschlaf um 10 Prozent schlechter abgeschnitten hatten als die „Schlafgruppe“. Schlafen spielt also eine entscheidende Rolle beim Erinnerungs- und Lernprozess. Wichtig, so die Forscher, ist insbesondere, dass der Schlaf lange genug andauert, damit das Gehirn die verschiedenen Schlafzyklen durchlaufen kann.<br />
Die Forscher hatten mit Hilfe eines EKG die elektrischen Aktivitäten des Gehirns gemessen, um die Gedächtnis-auffrischende Phase des Schlafs bestimmen zu können, die zwischen dem Tiefschlaf und der Traumphase (REM-Schlaf) liegt.</p>
<p><strong>Psst – bitte nicht wecken!</strong><br />
Auch der kindliche Organismus braucht, um sich richtig entwickeln zu können, tagsüber ausreichend Schlaf. Jeder kennt die mahnenden, geflüsterten Hinweise aus der eigenen Kindheit oder Familie, „psst, weck das Baby nicht auf!!“<br />
Psychologen der Universität Arizona in Tucson haben herausgefunden, dass neben der körperlichen, auch die geistigen Fähigkeiten des Kindes davon profitieren. Insbesondere die Abstraktionsfähigkeit wird durch regelmäßige Schlummerzeiten tagsüber gefördert.<br />
Nachweisen konnten die Psychologen diesen Zusammenhang an 15 Monate alte Babys, denen in einem  zweimaligen Durchgang dreisilbige Kunstphrasen vorgespielt wurden. Dazwischen lag bei einer Gruppe Babys der gewohnte Schlaf. Die anderen testete man zu einer Tageszeit, in der sie nie schliefen. Die Forscher konnten aus der Blickreaktion der kleinen Testpersonen, die sie sehr genau studiert hatten, schließen, dass die Babys , die vor dem Test geschlafen hatten  zur Verallgemeinerung fähig waren. Sie erkannten das Muster der Phrasen und konnten sie auf die neuen Phrasen übertragen. Die Wissenschaftler sahen darin eine Verbesserung des abstrakten Denkens, die auf den Schlaf zurück zu führen war.<br />
-IMK-</p>
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		<title>Gefühle und Gedächtnis</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Oct 2009 07:47:13 +0000</pubDate>
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<p>Emotionale Erlebnisse bleiben erfahrungsgemäss besonders stark im Gedächtnis haften, jedoch nicht bei allen Menschen gleich stark. Wissenschaftler der Universität Basel haben für dieses Phänomen einen molekularen Mechanismus beschrieben. Die Forschungsresultate erscheinen diese Woche in der Online-Ausgabe der US-Fachzeitschrift PNAS.<br />
An die Hochzeit, einen schönen Urlaub, aber auch an einen Unfall können wir uns oft noch Jahre später sehr gut erinnern. Hingegen werden alltägliche, gefühlsneutrale Geschehnisse nur oberflächlich abgespeichert und schneller vergessen. Dieser gedächtnisfördernde Effekt von Emotionen ist biologisch sinnvoll. So brennen sich erlebte Gefahrensituationen tief in unser Gedächtnis ein und können dadurch eher vermieden werden. Dieser Effekt von Gefühlen auf das Gedächtnis ist aber nicht bei allen Menschen gleich stark ausgeprägt.</p>
<p>Die Professoren Dominique de Quervain und Andreas Papassotiropoulos von der Universität Basel hatten entdeckt, dass eine genetisch verankerte Variante eines bestimmten Rezeptors (alpha-2B-adrenerger Rezeptor), der als Andockstelle für den Botenstoff Noradrenalin dient, dazu beiträgt, dass man sich besonders stark an emotionale Information erinnert.</p>
<p>Die Forscher fanden zudem heraus, dass dieselbe Rezeptorvariante auch für die Stärke von quälenden Erinnerungen an traumatische Erlebnisse bei der posttraumatischen Belastungsstörung mitverantwortlich ist. Allerdings blieb bisher unklar, wie diese genetische Variante zu einem besseren emotionalen Gedächtnis führt.</p>
<p><strong>Erhöhte Aktivität des Mandelkerns</strong><br />
In der aktuellen Untersuchung studierten die Wissenschaftler den zugrunde liegenden Mechanismus. Dr. Björn Rasch, der Erstautor der Studie, untersuchte dazu die Hirnaktivität von gesunden Versuchteilnehmern, während diese sich emotionale Bilder anschauten. Die Rezeptorvariante, die mit einem gesteigerten emotionalen Gedächtnis einherging, führte zu einer erhöhten Aktivität des Mandelkerns (Amygdala), einer Hirnstruktur, die wichtig ist für die Verarbeitung und Abspeicherung emotionaler Information.</p>
<p>Dieser genetisch verankerte Mechanismus führt also über eine erhöhte Aktivität im Mandelkern dazu, dass man sich beispielsweise besonders gut an erlebte Gefahrensituationen erinnert und sie dadurch künftig besser vermeiden kann. Der Preis, den man für diesen positiven Effekt zu bezahlen hat, könnte allerdings sein, dass sich auch schlimme traumatische Erlebnisse tiefer ins Gedächtnis eingraben und so in Form quälender Erinnerungen weiter existieren. Die aktuelle Studie fand im Rahmen eines von de Quervain und Papassotiropoulos geleiteten Projekts statt.</p>
<p><strong>Originalbeitra</strong>g<br />
B. Rasch, K. Spalek, S. Buholzer, R. Luechinger, P. Boesiger, A. Papassotiropoulos, and D. de Quervain<br />
A genetic variation of the noradrenergic system is related to differential amygdala activation during encoding of emotional memories<br />
PNAS Early Edition | DOI: 10.1073/pnas.0907425106<br />
Quelle: idw-online.de</p>
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		<title>You must remember this</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Oct 2009 17:01:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LifeStyleSite</dc:creator>
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<p>Eine wissenschaftliche Entdeckung, die jetzt deutsche Wissenschaftler gemacht haben, könnte besonders nützlich für Studenten, Schauspieler und all diejenigen sein, die ihr Gedächtnis verbessern wollen.<br />
Interleukin-6 hilft dem Gehirn, emotionale und neutrale Inhalte während des REM-Schlafs zu behalten, wenn es über die Nase inhaliert wird. Bisher wurde das Molekül lediglich als Beiprodukt von Entzündungsreaktionen betrachtet, nicht aber als Wirkstoff, der das Denken beeinflusst.<br />
Schlafen um zu erinnern? Ein Traum oder Realität? Die Wissenschaftler der Universität Lübeck können darauf eine erste Antwort geben: Interleukin-6 spielt eine nützliche Rolle bei der Schlaf- abhängigen Bildung des Langzeitgedächtnisses beim Menschen.<br />
Um diese Ergebnisse erzielen zu können, baten die Wissenschaftler um Dr. Lisa Marshall 17 gesunde junge Männer, zwei Nächte im Labor der Universität zu verbringen. Pro Nacht, nachdem sie eine gefühlvolle oder eine neutrale Geschichte gelesen hatten, bekamen sie vor dem Schlafengehen einen Spraystoß einer Flüssigkeit in die Nase gesprüht, die entweder Interleukin-6 oder ein Placebo enthielt.Der Schlaf der Versuchsteilnehmer wurde entsprechend überwacht.<br />
Am nächsten Vormittag sollten die Testpersonen die Geschichte so genau wie möglich wiederholen. Dabei konnten die mit Interleukin-6 behandelten Personen mehr Wörter erinnern als diejenigen, die ein Placebo erhalten hatten.<br />
-IMK-<br />
Quelle: EurekAlert</p>
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		<title>Use it or lose it</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Sep 2009 08:42:25 +0000</pubDate>
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<p>Newswise — Die meisten von uns lernen eine Fremdsprache in jungen Jahren, doch in manchen Fällen können wir nur für kurze Zeit die Sprache aufnehmen und wir hören oder praktizieren sie nur gelegentlich.<br />
Unser subjektiver Eindruck ist oftmals, dass die von uns vernachlässigte Sprache allmählich verblasst und kaum noch Spuren in unserem Gedächtnis hinterlässt. Aber gilt hier wirklich der Satz „benutze oder vergesse“?<br />
Denn obwohl es so scheinen will, als ob wir absolut keine Erinnerung mehr haben, zeigen neue Forschungen, dass sich diese „vergessene“ Sprache tiefer eingeprägt hat, als wir es uns vorstellen können.</p>
<p>Die Psychologen  Jeffrey Bowers, Sven L. Mattys, und Suzanne Gage von der Universität Bristol konnten englische Studenten für ihr Experiment gewinnen, die entweder Hindi oder Zulu als kleine Kinder, während sie im Ausland lebten, gelernt hatten. Beide Sprachen beinhalten bestimmte Phoneme, die für Engländer sehr schwierig zu lernen sind. Phoneme sind die kleinsten bedeutungsdifferenzierenden Laute einer Sprache – eine Gruppe von Phonemen bildet ein Wort.</p>
<p>Die Wissenschaftler baten die Teilnehmer, einen Vokabeltest  auszufüllen, um herauszufinden, wieviele Wörter dieser Sprache sie in Erinnerung behalten hatten. Anschließend übten die Probanden Hindi- oder Zulu-Vokabeln, um zwischen Phonempaaren unterscheiden zu können.<br />
Wie die Testresultate zeigten, hatten die Teilnehmer keine Erinnerung an irgendwelche Worte der Sprache. Doch waren sie  sehr schnell in der Lage, sie wieder zu erlernen und die Phoneme, wie sie in dieser „vernachlässigten“ Sprache gesprochen werden, zu identifizieren.<br />
Diese Ergebnisse, die in der neusten Ausgabe des Journals „  Psychological Science“  erschienen sind, legen nahe, dass die Aufnahme einer Fremdsprache bei kleinen Kindern, auch wenn sie nicht kontinuierlich gesprochen wurde, doch eine nachhaltige Wirkung auf die Sprachwahrnehmung hat.<br />
Die Forscher schließen daraus, „ wenn ein Sprache vergessen oder dies so empfunden wird, so können auch nach Jahren des Nichtgebrauchs verfestigte Reste der Sprachaufnahme dazu führen, dass das Wiedererlernen der Sprache schneller und besser vor sich geht.<br />
-IMK-<br />
Quelle: newswise.com</p>
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		<title>Alzheimer: Kaffee reaktiviert Gedächtnis</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Jul 2009 10:02:56 +0000</pubDate>
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Gainesville (pte) &#8211; Fünf Tassen Kaffee pro Tag könnten die bei Alzheimer auftretenden Gedächtnisprobleme rückgängig machen. Wissenschaftler der University of South Florida führten Tests an Mäusen durch, die auch nahe legten, dass Koffein die Produktion der Protein-Plaquen behindert, die für ...]]></description>
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<p>Gainesville (pte) &#8211; Fünf Tassen Kaffee pro Tag könnten die bei Alzheimer auftretenden Gedächtnisprobleme rückgängig machen. Wissenschaftler der University of South Florida führten Tests an Mäusen durch, die auch nahe legten, dass Koffein die Produktion der Protein-Plaquen behindert, die für diese Krankheit charakteristisch sind. Frühere Untersuchungen hatten bereits auf eine schützende Wirkung von Koffein hingewiesen. Britische Experten wie Rebecca Wood vom Alzheimer&#8217;s Research Trust betonten, dass die Ergebnisse der im Journal of Alzheimer&#8217;s Disease veröffentlichten Studie aber nicht bedeuteten, dass Demenz-Patienten Koffein-Tabletten einnehmen sollten.</p>
<p>Die 55 im Rahmen der Tests untersuchten Mäuse waren so gezüchtet worden, dass sie Alzheimer-Symptome aufwiesen. In einem ersten Schritt führte das Team um Gary Arendash bei zwischen 18 und 19 Monate alten Mäusen Tests durch, die überprüften, ob die Tiere wirklich Gedächtnisprobleme hatten. Dieses Alter entspricht beim Menschen ungefähr 70 Jahren. Dann erhielt die Hälfte der Tiere mit dem Trinkwasser Koffein. Der Rest erhielt nur Wasser. Die verabreichte Koffeindosis entsprach rund fünf Tassen Kaffee, etwa 500 Milligramm Koffein. Diese Menge Koffein ist auch in zwei Milchkaffees, zwei Cappuccinos, 14 Tassen Tee oder 20 Limonaden enthalten.</p>
<p>Als die Mäuse nach zwei Monaten erneut getestet wurden, schnitten jene, die Koffein erhalten hatten, deutlich besser ab. Überprüft wurden Gedächtnis und Denkfähigkeit. Die Mäuse erzielten gleich gute Ergebnisse wie gleichaltrige Tiere ohne Demenz. Jene Tiere, die nur Wasser getrunken hatten, erzielten weiter die gleichen schlechten Testergebnisse. Zusätzlich verringerte sich die Menge der Plaquen bei der Koffein-Gruppe um fast 50 Prozent. Weitere Tests legten nahe, dass Koffein die Produktion beider Enzyme beeinflusst, die für die Produktion von Beta-Amyloid notwendig sind. Die Wissenschaftler gehen auch davon aus, dass Koffein die entzündlichen Veränderungen im Gehirn unterdrückt, die zu einer zu großen Menge des Proteins führen können.</p>
<p>Frühere Studien des gleichen Teams hatten bei jüngeren Mäusen nachgewiesen, dass frühzeitig verabreichtes Koffein gegen das Einsetzen der Gedächtnisprobleme schützte. Arendash erklärte gegenüber der BBC, dass die aktuellen Ergebnisse besonders Aufsehen erregend seien, da ein Rückgängigmachen einer bestehenden Beeinträchtigung des Gedächnisses besonders schwer zu erreichen sei. Koffein könnte den meisten Menschen problemlos verabreicht werden, gelangt leicht ins Gehirn und scheint den Krankheitsverlauf direkt zu beeinflussen. Das Team hofft bald, entsprechende Tests mit Menschen durchführen zu können. Erweisen sich die Ergebnisse als übertragbar, ist zu überprüfen, ob weniger als 500 Milligramm Koffein täglich auch ausreichend sind. Die meisten Menschen könnten diese Menge jedoch laut Arendash ohne Bedenken zu sich nehmen. Ausnahmen seien Menschen mit hohem Blutdruck oder Schwangere.</p>
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