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	<title>LifeStyleSite.De &#187; Kinder</title>
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		<title>Bubble Tea: Ein Dickmacher, der für Kleinkinder gefährlich werden kann</title>
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		<pubDate>Thu, 10 May 2012 09:19:04 +0000</pubDate>
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<p>
Inzwischen gibt es immer mehr Läden, die Bubble Tea anbieten. Tee ist eigentlich ein kalorienarmes und gesundes Getränk, bei Bubble Tea kann davon nicht die Rede sein. Denn ein 0,2-Liter-Becher Bubble Tea enthält 300 bis 500 Kalorien, so die Techniker Krankenkasse (TK) in Hessen. Das Getränk ist ein Gemisch aus Tee und kalorienreichem Fruchtsirup, das zusätzlich durch die gesüßten Kügelchen Kalorien erhält. Solch süßes Getränk ist somit auch nicht als Durstlöscher geeignet.  </p>
<p>Kinder- und Jugendärzte warnen vor Bubble Teas, denn er kann insbesondere für Kleinkinder gefährlich werden. &#8220;Die erdnussgroßen Stärkekügelchen (Bubbles), die zusammen mit dem Tee über einen dicken Strohhalm  getrunken werden, haben eine kaugummiartige Konsistenz, sie lassen sich nicht zerbeißen und gleiten sehr schnell in den Mund und weiter. Kleinkinder, die sie über den dicken Strohhalm aufsaugen, können sich daher leicht daran „verschlucken“. Geraten die Kügelchen  über die Luftröhre in die Lunge, können sie zu einer Lungenentzündung oder sogar zu einem Lungenkollaps führen,“ so Dr. med. Wolfram Hartmann, Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ).</p>
<p><strong>Vorgehen bei Verdacht auf Bubble-Aspiration</strong></p>
<p>Dr. med. Wolfram Hartmann: „Eine plötzliche Hustenattacke nach dem Trinken gibt einen wichtigen Hinweis. Atemnot kann, muss aber nicht vorhanden sein. Eltern sollten ihr Kind dann möglichst umgehend mit dem Notarzt ins Krankenhaus bringen. Dort wird eine Bronchoskopie veranlasst, da andernfalls die Komplikationsrate steigt.“<br />
Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte fordert die zuständigen Behörden auf, Kleinkinder vor Bubble Tea wirksam zu schützen. Dr. med Wolfram Hartmann: „Die Verkehrsfähigkeit von Bubble-Teas ist zumindest für Kleinkinder nicht gegeben. Das Bundesministerium für Verbraucherschutz und die Landesministerien sollten darauf dringen, dass Warnhinweise auf den Bubble-Tea-Bechern, auf den Verpackungen und in den Läden stehen.“</p>
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		<title>Kindersonnenbrillen: Worauf Eltern achten sollten</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Apr 2012 10:10:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LifeStyleSite</dc:creator>
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<p>Berlin, im April (KGS). Kindernasen gehören an die frische Luft &#8211; vor allem jetzt, da die Sonne nach und nach an Wärme und Ausdauer gewinnt. Doch Vorsicht: Die ultraviolette (UV) Strahlung der Aprilsonne ist bereits so stark wie die im August. Was die Sonnencreme fürs Näschen ist, ist die Sonnenbrille für Kinderaugen. Denn diese brauchen besonderen UV-Schutz. Das Kuratorium Gutes Sehen (KGS) gibt Eltern Tipps, worauf sie beim Sonnenbrillenkauf für sich und ihre Kids achten sollten. Weitere Informationen unter www.sehen.de.</p>
<p><div id="attachment_11453" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><a href="http://www.lifestylesite.de/wp-content/uploads/2012/04/kus_7884.jpg"><img src="http://www.lifestylesite.de/wp-content/uploads/2012/04/kus_7884.jpg" alt="" title="kus_7884" width="200" height="301" class="size-full wp-image-11453" /></a><p class="wp-caption-text">Kinder mitentscheiden lassen: Eine „coole“ Sonnenbrille wird garantiert nicht in der Ecke landen.  (Foto: KGS / Frank Sonnenberg) </p></div>Nach dem schier endlosen Winter genießen Erwachsene wie Kinder jeden Strahl der wärmenden Frühlingssonne. Jeden? Nicht ganz. Der UV-Anteil des Sonnenlichts ist zwar für Menschen unsichtbar, wird aber spürbar, wenn er ungehindert auf Haut und Augen trifft. Ein Sonnenbrand im Auge ist dabei nicht nur äußerst schmerzhaft, sondern kann das empfindliche Sinnesorgan dauerhaft schädigen. Das gilt besonders für Kinderaugen, da diese noch nicht ausreichend in der Lage sind, durch Pupillenveränderungen die sensible Netzhaut zu schützen. Ob Strand oder Spielplatz: Für kleine Sonnenanbeter und tobende Racker gehört eine passende Sonnenbrille zur Frühlingsausstattung wie Buddeleimer und Schirmmütze.</p>
<p>Apropos toben: Beim Sonnenbrillenkauf für den Nachwuchs gilt es für Eltern, einige Dinge zu beachten. Eine gute Kindersonnenbrille ist kratzfest und bruchsicher und enthält keine scharfen Metallteile. Wichtig ist zudem, dass die Brille perfekt passt und nicht beim ersten Purzelbaum auf dem Boden landet. Die Bügel sollten das Ohr daher sicher umfassen, ohne jedoch zu drücken. Anatomisch geformte Nasenstege und Nasenpads mit großer Auflagefläche sorgen für sicheren Sitz auf kleinen Nasen. Und ganz wichtig: Die Brille muss das Auge vollständig vor UV-Licht schützen. Sie sollte die Augen daher ausreichend bedecken – auch an den Seiten. </p>
<p>Wenn die Sonne blendet, lässt sich die Welt nur mühsam erkunden. Im Dunkeln wollen die kleinen Detektive aber auch nicht tappen. Hier kommt es auf die richtige Blendschutzkategorie an. Die sollte auf der Innenseite des Brillenbügels vermerkt sein.
<ul>
<li>Kategorie 0 absorbiert so gut wie kein Licht</li>
<li>Kategorie 4 dagegen fast alles</li>
<p>Kinder, die in unseren Breitengraden auf Entdeckungstour gehen, sind mit 	</p>
<li>Kategorie 2</li>
</ul>
<p>optimal vor Blendung geschützt. Ist keine Angabe vorhanden, kann der Augenoptiker weiterhelfen.</p>
<p>Doch was, wenn die Kids zwar Lust auf Frühling und Sonne haben, aber bitte ohne die dunklen Gläser auf der Nase? Hier können Eltern wort- oder gar tränenreichen Diskussionen aus dem Weg gehen, indem sie ihre Sprösslinge schon beim Brillenkauf mit entscheiden lassen. Denn eine „coole“ Sonnenbrille wird garantiert nicht in der Ecke landen.<br />
Quelle: <a href="http://www.sehen.de">www.sehen.de</a></p>
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		<title>Impfschutz prüfen:  Europäische Impfwoche 2012</title>
		<link>http://www.lifestylesite.de/medizinundgesundheit/impfschutz-prufen-die-europaische-impfwoche-2012-beginnt</link>
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		<pubDate>Tue, 24 Apr 2012 11:43:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LifeStyleSite</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
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<p>19.04.2012 &#8211; Jeder sollte seinen Impfschutz von Zeit zu Zeit überprüfen. „Auch Jugendliche und junge Erwachsene sollten mit ihrem Arzt über die Schließung von Impflücken sprechen“, daran erinnert Reinhard Burger, Präsident des Robert Koch-Instituts, anlässlich der am 21. April 2012 beginnenden Europäischen Impfwoche.<br />
Gerade die neueren Empfehlungen der Ständigen Impfkommission wie die Masern-Impfung für junge Erwachsene (2010) oder die 2009 ausgesprochen Keuchhusten-Impfempfehlung für Erwachsene (die gemeinsam mit der nächsten fälligen Impfung gegen Tetanus und Diphtherie gegeben werden soll) sind noch nicht ausreichend bekannt.</p>
<p>Im Jahr 2010 hat die STIKO empfohlen, dass alle nach 1970 geborenen Erwachsenen, die nur einmal oder noch gar nicht gegen Masern geimpft sind, gegen Masern geimpft werden. In dieser Gruppe gibt es deutliche Impflücken. Außerdem sind die Masernzahlen in den vergangenen Jahren erheblich gestiegen. Zuletzt hat sich die Zahl der Masernfälle in Deutschland mehr als verdoppelt, von 780 Fällen im Jahr 2010 auf 1.607 Fälle im Jahr 2011. Das entspricht einem Anstieg von 10 auf 20 Fälle pro 1 Million Einwohner. Als Ziel für die angestrebte Eliminierung der Masern gibt die Weltgesundheits-organisation (WHO) das Auftreten von weniger als 1 Fall pro 1 Million Einwohner an.</p>
<p>Die anstehende Fußball-Europameisterschaft in der Ukraine und die Olympischen Spiele in London könnten das Risiko für eine Einschleppung von Fällen erhöhen. Dort traten seit Anfang 2012 ausgedehnte Masernausbrüche auf. Unabhängig davon, ob eine Reise zu einem dieser Sportereignissen geplant ist oder nicht, sollten Jugendliche und junge Erwachsene bei unklarem Impfstatus ihren Impfausweis vom Hausarzt kontrollieren lassen und fehlende Impfungen zeitnah nachholen.</p>
<p>„Masern sind eine der ansteckendsten Erkrankungen, die wir kennen, und sie sind nicht harmlos“, unterstreicht Reinhard Burger. Mehr als ein Viertel der dem RKI übermittelten Erkrankungen musste im Krankenhaus behandelt werden, es gibt auch immer wieder einzelne Hirnhaut- oder Gehirnentzündungen, die mit bleibenden Behinderungen oder gar dem Tod enden können.</p>
<p>Neben den jungen Erwachsenen gibt es auch bei Jugendlichen deutliche Lücken beim Masernschutz. Für die Jugendlichen gibt es schon länger eine generelle Empfehlung der STIKO, alle im Kleinkindalter versäumten Impfungen vor dem 18. Lebensjahr nachzuholen. Bei Schulanfängern sind die Impfquoten nicht nur für Masern in den letzten Jahren stetig gestiegen oder auf hohem Niveau nahezu konstant geblieben. Die Daten für das Jahr 2010 werden im Epidemiologischen Bulletin 16/2012 am 23.4. veröffentlicht. Bei Masern hat mit Mecklenburg-Vorpommern das erste Bundesland die von der WHO geforderte Impfquote von 95 % für beide Masernimpfungen geschafft.</p>
<p>Besonderer Aufmerksamkeit bedarf auch die HPV-Impfempfehlung für Mädchen von 12 bis 17 Jahren. Neuere Daten aus Studien und der weltweiten Anwendung der Impfung in den vergangenen Jahren bestätigen die Studienergebnisse, die der STIKO zur Bewertung der Impfung gegen die Humanen Papillomviren 2007 vorlagen.</p>
<p>Eine wichtige Impf-Zielgruppe sind auch Personen mit Migrationshintergrund. Daten aus der RKI-Kindergesundheitsstudie KiGGS zeigen, dass die Impfquoten bei neu zugewanderten Kindern für die meisten Impfungen unterdurchschnittlich sind. Daher hat das RKI den aktuellen Impfkalender für Ärzte und Gesundheitsämter in 15 Sprachen erstellt, die auf der RKI-Impfseite unter <a href="http://http://www.rki.de/impfkalender " target="_blank">http://www.rki.de/impfkalender </a>abrufbar sind.</p>
<p>Die <a href="http://www.bzga.de/infomaterialien/impfungen-und-persoenlicher-infektionsschutz/impfen/" target="_blank">Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung</a> (BZgA) hat einen Ratgeber für Familien bereitgestellt, der im Internet bestellt werden kann.</p>
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		<item>
		<title>Dicksein hat viele Ursachen: UDE-Forscher finden neue Erbgut-Varianten</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Apr 2012 13:51:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LifeStyleSite</dc:creator>
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<p>Ob jemand übergewichtig wird, bestimmen zu mehr als 50 Prozent die Erbanlagen. Knapp drei Dutzend Gene, die das Körpergewicht regulieren, sind schon bekannt. Ein Forscherteam der Universität Duisburg-Essen (UDE) hat nun gemeinsam mit Kollegen aus aller Welt zwei neue Erbanlagen entdeckt. Die Ergebnisse sind Teil einer großen internationalen Studie.</p>
<p>Die Wissenschaftler haben zunächst die frühe Adipositas untersucht. Dabei flossen genetische Daten von 5.530 adipösen Kindern und Jugendlichen und von 8.318 normalgewichtigen Kontrollen aus 14 nationalen Studien ein, inklusive der aus Essen. „Später stellt sich heraus, dass die entdeckten Erbanlagen auch bei Erwachsenen dazu führen, dass sie zu viele Kilos auf die Waage bringen“, erklärt Privatdozentin Dr. Anke Hinney. Die Molekulargenetikerin an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters ist mit Klinikdirektor Prof. Dr. Johannes Hebebrand und Dr. André Scherag vom Institut für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie den gewichtigen Erbanlagen auf der Spur. Die neuen Varianten tragen sperrige Namen: Die erste, rs9568856, liegt in der Nähe des Gens OLFM4, Nummer zwei, rs9299, nahe des Gens HOXB5.</p>
<p>Dass es sie gibt, hat nicht nur Nachteile. Die Natur war schlau, stellt Hinney klar: „Die gefundenen Erbgutvarianten sind in schlechten Zeiten ein deutlicher Überlebensvorteil, da die wenigen verfügbaren Kalorien gut verwerten werden können.“ Von den Lebensumständen hängt so einiges ab. „Man legt erst stark an Gewicht zu, wenn weitere Genvarianten im Spiel sind und wenn äußere Faktoren hinzukommen, etwa hochkalorische Ernährung und mangelnde Bewegung“, sagt Dr. André Scherag.</p>
<p>Was haben nun adipöse Menschen davon, dass immer mehr Genvarianten entdeckt werden? „An die Entschlüsselung der biologischen Mechanismen knüpfen wir die Hoffnung, Therapien für Menschen mit Übergewicht verbessern zu können“, sagt Professor Hebebrand. Er koordiniert auch das Adipositas-Netz, das vom Bundesforschungsministerium gefördert wird. Es ist in der Forschung aber wie beim Abnehmen: Es geht in kleinen Schritten vorwärts.</p>
<p>Die Ergebnisse der Untersuchung sind in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Nature Genetics veröffentlicht:<br />
the Early Growth Genetics (EGG) Consortium et al., A genome-wide association meta-analysis identifies new childhood obesity loci. Nat Genet. 2012 Apr 8</p>
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		<item>
		<title>Urlaub mit Kindern &#8211; ab Juni brauchen Kinder im Ausland eigenen Pass</title>
		<link>http://www.lifestylesite.de/familieundkinder/urlaub-mit-kindern-ab-juni-brauchen-kinder-im-ausland-eigenen-pass</link>
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		<pubDate>Fri, 13 Apr 2012 10:30:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LifeStyleSite</dc:creator>
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<p>München (ots) &#8211; Deutsche Staatsangehörige, die ihren Familienurlaub mit Kindern außerhalb des Landes verbringen, sollten laut ADAC dringend ihre Ausweispapiere überprüfen. Ab 26. Juni 2012 benötigt jedes Kind, das ins Ausland reist, unabhängig vom Alter ein eigenes Reisedokument. Eintragungen im Reisepass der Eltern werden ab dann nicht mehr anerkannt. Das gilt auch für Reisen innerhalb der Europäischen Union.</p>
<p>Mit den neuen Richtlinien werden die Vorgaben der EU erfüllt. Sie ist für alle EU-Bürger verbindlich. Allerdings gelten für Kinder aus anderen EU-Staaten unterschiedliche Stichtage. In Österreich ist das zum Beispiel der 15. Juni. Der gilt auch dann, wenn die Familie in Deutschland lebt.</p>
<p>In Deutschland lebende Bürger aus Nicht-EU-Ländern wie zum Beispiel Türkei, Serbien und Mazedonien sind von den Änderungen nicht unmittelbar betroffen. Sie müssen die jeweiligen Einreisebestimmungen der einzelnen Länder beachten. Details hierzu erfährt man bei den jeweiligen Botschaften und Konsulaten.</p>
<p>Wer für seine Sprösslinge noch keine eigenen Reisedokumente besitzt, sollte diese möglichst bald bei den zuständigen Behörden beantragen. Zur Verfügung stehen je nach Alter und Reiseziel Reisepässe, Kinderreisepässe oder Personalausweise. </p>
<p>Foto: © goodluz &#8211; Fotolia.com</p>
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		<title>Lebenssituation von Alleinerziehenden &#8211; Arm trotz Arbeit</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Apr 2012 12:40:21 +0000</pubDate>
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<p>Alleinerziehende Mütter sind heute häufiger berufstätig als vor 2000, trotzdem aber oft armutsgefährdet. Das gilt auch für andere Länder: Wie ein Vergleich zwischen Deutschland, Frankreich, Schweden und Großbritannien zeigt, haben Alleinerziehende weniger Teilhabechancen als Mütter in Paarhaushalten – sie sind seltener erwerbstätig, häufiger von Armut bedroht und öfter krank. Darauf weist das Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) der <strong>Universität Duisburg-Essen (UDE)</strong> in einer aktuellen Studie für das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hin.</p>
<p>In allen Ländern sind es überwiegend <strong>Frauen</strong>, die ihre Kinder alleine großziehen. Besonders niedrig ist die Erwerbsbeteiligung von Müttern mit Kleinkindern. Wenn sie arbeiten, dann aber oft mehr Stunden als Frauen mit Partner. Trotz der Erfolge beim Ausbau der Kinderbetreuung stellte die IAQ-Forscherin Dr. Karen Jaehrling deutliche Länderunterschiede fest: „In Schweden und Frankreich, wo in Kindergarten und Schule traditionell kostengünstige und zeitlich umfangreiche Betreuungsangebote bestehen, können alleinstehende Mütter Berufs- und Familienarbeit besser vereinbaren, sind häufiger erwerbstätig und seltener armutsgefährdet“.</p>
<p>„Auch die Arbeitsmarktstrukturen in Deutschland und England mit hoher Niedriglohnbeschäftigung und Tätigkeiten mit geringem Stundenumfang wirken sich negativ auf die Erwerbssituation von Alleinerziehenden aus“, so Prof. Dr. Marcel Erlinghagen. Während allerdings im Vereinigten Königreich der Mindestlohn eine Grenze nach unten setzt, fehlt dies in Deutschland in vielen weiblich dominierten Dienstleistungsbereichen. Zudem sind die Jobverhältnisse von Singlemüttern instabiler als von jenen in Paarhaushalten: Sie sind häufiger befristet beschäftigt und werden häufiger arbeitslos.</p>
<p>Ein überraschender Befund ist, dass Alleinerziehende trotz niedrigerer Erwerbsbeteiligung in Deutschland seltener Sozialleistungen erhalten als in den Vergleichsländern. Dort gibt es etwa durch Wohngeld ergänzende Leistungen auch bei relativ hohen Erwerbseinkommen, zudem sind zum Teil weniger Abgaben zu zahlen. In Deutschland haben sie aufgrund der Gleichbehandlung bei den Sozialversicherungsabgaben hohe Abzüge und zählen bereits bei relativ niedrigen Einkommen zu den „Nettozahlern“.</p>
<p>Quelle: <a href="http://www.idw-online.de" target="_blank">www.idw-online.de</a></p>
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		<title>Ostereier: Auspusten und bemalen &#8211; aber richtig!</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Mar 2012 13:15:11 +0000</pubDate>
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<p>Wie Eier ausgepustet und bemalt werden, weiß fast jedes Kind. Dass es bei der Herstellung der bunten Ostereier zu einer Infektion mit Salmonellen kommen kann, ist hingegen weniger bekannt. Die Keime können vor allem auf der Schale der Eier vorkommen. „Beim Auspusten von Eiern besteht die Gefahr, dass Salmonellen aufgenommen werden und Durchfallerkrankungen auslösen“, erläutert Professor Dr. Dr. Andreas Hensel, Präsident des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR). Das BfR weist darauf hin, dass beim Umgang mit rohen Eiern grundsätzlich verstärkt Hygieneregeln beachtet werden sollten.</p>
<p>Obwohl die Anzahl der gemeldeten Infektionen durch Salmonellen seit einigen Jahren rückläufig ist, wurden im Jahr 2011 rund 25.000 Salmonelleninfektionen gemeldet. Da Kinder besonders gefährdet sind, sollten sie möglichst gar nicht mit rohen Eiern umgehen. Eine gefahrlose Alternative zur Osterzeit ist das Bemalen von hart gekochten Eiern oder Eiern aus Materialien wie Holz oder Kunststoff.</p>
<p>Wer auf das Auspusten von Ostereiern nicht verzichten möchte, sollte folgende Hygienemaßnahmen beachten, um eine Infektion mit Salmonellen zu vermeiden:</p>
<ul>
<p>- Ausschließlich frische und saubere Eier auspusten. Die Eier können mit lauwarmem Wasser und etwas Spülmittel abgewaschen werden.</p>
<p>- Die spitzen Werkzeuge, mit denen die Eier angebohrt werden (beispielsweise Nägel oder Rouladennadeln), sollten sauber sein und nach der Verwendung gründlich gereinigt werden.</p>
<p>- Nach Möglichkeit sollten Eier mit Hilfsmitteln ausgepustet werden, um den direkten Kontakt mit dem Mund zu vermeiden. Zum Auspusten eignen sich beispielsweise dünne Strohhalme und Einwegspritzen mit möglichst dicken Kanülen.</p>
<p>- Bevor die ausgepusteten Eier bemalt werden, sollten sie von innen und außen mit lauwarmem Wasser und etwas Spülmittel gesäubert werden, um Reste des rohen Eis zu entfernen.</p>
<p>- Verspritztes Eigelb und Eiweiß sollten sofort mit Küchenpapier entfernt und die Arbeitsfläche gründlich gereinigt werden.</p>
<p>- Nach der Bastelarbeit die Hände gründlich mit warmem Wasser und Seife waschen.</ul>
<p>Sollen Eigelb und Eiweiß noch verwendet werden, empfiehlt es sich, sie in geschlossenen Behältern auf zu bewahren. Dami vermeidet man eine Keimübertragung. Rohe Eier sollten grundsätzlich möglichst schnell verarbeitet und bis dahin bei höchstens 7 Grad gekühlt werden.</p>
<p>Bei der Herstellung von Speisen, die vor dem Verzehr nicht erhitzt werden, sollte auf rohes Ei verzichtet werden. Dazu zählen beispielsweise Desserts oder Majonäse. Werden Eier beim Kochen, Backen oder Braten ausreichend erhitzt, werden eventuell vorhandene Keime abgetötet.</p>
<p>Weitere Informationen hat das BfR in dem Dokument <a href="http://www.bfr.bund.de/cm/343/ausgewaehlte-fragen-und-antworten-zu-ostereiern.pdf">„Ausgewählte Fragen und Antworten zu Ostereiern“ zusammengefasst.</a></p>
<p>Über das BfR</p>
<p>Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist eine wissenschaftliche Einrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV). Es berät die Bundesregierung und die Bundesländer zu Fragen der Lebensmittel-, Chemikalien und Produktsicherheit. Das BfR betreibt eigene Forschung zu Themen, die in engem Zusammenhang mit seinen Bewertungsaufgaben stehen.</p>
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		<title>Neue UNICEF-Studie zur Situation von abgeschobenen und rückgeführten Kindern</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Mar 2012 12:04:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LifeStyleSite</dc:creator>
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<p>Berlin, den 28.3.2012. Bei Abschiebungen oder Rückführungen von Flüchtlingen und Migranten werden das Kindeswohl und die seelische Gesundheit von Kindern nicht ausreichend beachtet. Dies ist das alarmierende Ergebnis der <a href="http://www.unicef.de" target="_blank">UNICEF</a>-Studie „Stilles Leid“. Hierfür hat ein internationales Team aus Psychologen, Ärzten und Sozialwissenschaftlern 164 Jungen und Mädchen sowie 131 Eltern befragt. Sie waren 2010 aus Deutschland und Österreich – meist gegen ihren Willen – in den Kosovo zurückgebracht worden. Die systematische Untersuchung der Heranwachsenden und ihrer Familien zeigt:</p>
<p>Viele leider unter schweren psychosozialen und gesundheitlichen Problemen.</p>
<ul>
<li>Fast die Hälfte aller Jugendlichen (44,2 Prozent) leidet an Depressionen, ein Viertel (25,5 Prozent) berichtet von Gefühlen der Hoffnungslosigkeit und ein Fünftel (19,1 Prozent) empfindet das Leben als nicht lebenswert.</li>
<li>Ein Viertel (25,5 Prozent) hat Selbstmordgedanken, was in einer Region mit traditionell niedrigen Selbstmordraten außerordentlich hoch ist.</li>
<li>40 Prozent der Mädchen zwischen 6 und 14 Jahren hat große soziale Probleme, ein Drittel (33 Prozent) zeigt Symptome einer klinischen Depression, 35,2 Prozent leiden unter Angstzuständen.</li>
<li>Jedes dritte Kind zwischen 6 und 14 Jahren (29 Prozent) und jeder dritte Jugendliche (30,4 Prozent) in der Befragung leidet unter klinisch nachweisbaren posttraumatischen Belastungsstörungen und benötigt dringend psychiatrische Hilfe.</li>
<li>Zwei Drittel der befragten Kinder gehören einer ethnischen Minderheit an. Diskriminierung, Sprachbarrieren, fehlende soziale und psychologische Unterstützung im Kosovo verstärken die psychologischen Probleme.</li>
</ul>
<p>„Bei allen Entscheidungen über Abschiebungen, von denen Kinder betroffen sind, müssen das Wohl jedes einzelnen Kindes und seine Gesundheit im Mittelpunkt stehen“, sagte Tom Koenigs, UNICEF-Vorstand und Vorsitzender des Menschenrechtsausschusses des Deutschen Bundestages, bei der Vorstellung der Studie in Berlin. „Kein Kind darf zurückgeführt werden, wenn seine gute körperliche und seelische Entwicklung nicht sichergestellt sind.“</p>
<p><strong>„Rückführungen“ ins Abseits</strong></p>
<p>Aus den Staaten der Europäischen Union wurden allein in 2010 mehr als 220.000 Migranten und Asylsuchende in ihre Herkunftsländer zurückgeführt – über 600 am Tag. Eine Vielzahl von Richtlinien soll dabei das Wohl betroffener Kinder, die Achtung familiärer Bindungen und der Gesundheit sicherstellen. Doch in der Praxis spielen die besonderen Gefährdungen und Bedürfnisse der betroffenen Kinder und Jugendlichen oftmals kaum eine Rolle – so zum Beispiel im Rückführungsabkommen, das die deutsche Bundesregierung im Jahr 2009 mit dem Kosovo abgeschlossen hat. Danach sollen insgesamt 12.000 Roma, Ashkali und „Ägypter“, die im Schnitt bereits 14 Jahre in Deutschland leben, zurückgeführt werden. Darunter sind etwa 5.000 bis 6.000 Kinder und Jugendliche. Die meisten von ihnen sind in Deutschland geboren und gehen hier zur Schule.</p>
<p>Für die meisten von ihnen bedeutet die „Rückführung“ in den Kosovo eine Abschiebung ins Abseits. Viele gehen dort nicht zur Schule und leben am Rand der Gesellschaft. Gleichzeitig leiden die Kinder und Jugendlichen – so die aktuelle UNICEF-Studie – im Stillen unter erheblichen psychologischen Beschwerden und gesundheitlichen Problemen.</p>
<p><strong>Wie Kinder und Jugendliche Abschiebungen erleben</strong></p>
<p>Die Heranwachsenden beschreiben die oftmals nächtlichen Abschiebungen als traumatisch.</p>
<ul>
<li>Jedes zweite Kind und jeder zweite Jugendliche beschrieb seine Rückkehr als das schlimmste Erlebnis seines Lebens (54,9 Prozent), ein weiteres Viertel beschrieb sie als „sehr schlimm“ (27,2 Prozent).</li>
<li>Vor allem jene, die zwangsweise zurückgeführt worden waren (65,4 Prozent der Kinder und Erwachsenen), erlebten dies als den schlimmsten Augenblick ihres Lebens.</li>
</ul>
<p>„Wir wurden zur Rückkehr gezwungen“, erzählt ein Mädchen. „Sie kamen nachts um 1 oder 2 Uhr und klopften an die Tür. Das war die ständige Angst, die ich immer im Schlaf hatte! (… ) Ich wusste nicht, wo ich hingehen werde. Ich kannte den Ort, an dem ich ankommen würde, nicht. Ich hatte das Wort ‚Kosovo‘ schon gehört, wusste aber nicht, was für ein Ort das war.“</p>
<p>Ein anderes Mädchen berichtet, wie sie sich erinnert. „Dann habe ich Kopfschmerzen, Schwindelgefühle und Magenschmerzen. Ich zittere und werde ohnmächtig. Wenn das passiert, sehe ich gar nichts mehr, da ist nur noch diese schwarze Wand vor mir. Das passiert, wenn ich an die Abschiebung denke und es dauert ungefähr eine halbe Stunde.“</p>
<p>Ein 13-jähriger Junge geht jede Nacht mit der Angst zu Bett, „wann sie kommen werden“. Wann immer er an seine Rückkehr erinnert wird, „fange ich an zu zittern und zu schwitzen“ und „fange an, einfach zu schreien. Ich gehe raus, um nur nicht zu Hause zu bleiben, und um mich irgendwo abzuregen. … Ich laufe in die Stadt, weil ich zu viel Angst habe, um zu Hause zu bleiben….“</p>
<p>Schon vor der Abschiebung waren viele dieser Heranwachsenden und ihre Eltern bereits schweren Belastungen ausgesetzt – während des Krieges auf dem Balkan, durch ihr zeitweises Leben in der Illegalität und langjährige Diskriminierung. Nach ihrer Rückkehr in den Kosovo fehlt es dort an sozialer Unterstützung. Die Kinder und Jugendlichen sind fremd und isoliert. Insbesondere die zwangsweise rückgeführten Kinder und Jugendlichen brauchen dringend psychiatrische und kinderpsychologische Hilfe. Diese steht im Kosovo jedoch nicht zur Verfügung.</p>
<p><strong>UNICEF-Empfehlungen</strong></p>
<p>UNICEF ruft angesichts der Ergebnisse der Untersuchung dazu auf, die Rechte der Kinder und ihre besonderen Schutzbedürfnisse bei Abschiebungen und Rückführungen jederzeit sicher zu stellen:</p>
<ul>
<li>Bei allen Entscheidungen über Rückführungen, von denen auch Kinder betroffen sind, muss das Wohl jedes einzelnen Kindes im Mittelpunkt stehen.</li>
<li>Die seelische Gesundheit der Kinder muss besonders berücksichtigt werden.</li>
<li>Rückgeführte Kinder und ihre Eltern brauchen unkomplizierten und ungehinderten Zugang zu einer psychiatrischen und psychologischen Gesundheitsversorgung.</li>
<li>Abgeschobene oder rückgeführte Kinder brauchen umfassende Hilfe bei der Wiedereingliederung.</li>
</ul>
<p>Foto:  UNICEF /Dietz</p>
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		<title>Die Pein im Leib: Wenn das Bauchhirn den Schmerz erlernt</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Mar 2012 13:22:41 +0000</pubDate>
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<p>Frankfurt/Main (ots) &#8211; Der Mensch hat zwei Gehirne &#8211; eines im Kopf, ein zweites im Bauch. Die beiden Gehirne haben viele Gemeinsamkeiten, kommunizieren miteinander und funktionieren nach ähnlichen Spielregeln. »Darum sind manche Prozesse im Bauchhirn mit der Chronifizierung von Schmerzen im Zentralnervensystem vergleichbar und wie bei der Chronifizierung von Rückenschmerzen wirken auch bei Bauchschmerzen innere und äußere Faktoren zusammen, wenn die Pein zum Dauerbegleiter wird«, erklärt der Duisburger Schmerztherapeut Dr. Günther Bittel auf dem Deutschen Schmerz- und Palliativtag 2012 in Frankfurt</p>
<p>Zehn bis 25 Prozent aller schulpflichtigen Kinder leiden unter wiederkehrenden <strong>Bauchschmerzen</strong>. 90 Prozent dieser <strong>Kinder</strong> fehlen regelmäßig in der Schule, fast 30 Prozent verpassen mehr als zehn Prozent ihrer Schultage. Doch nur bei zehn Prozent der kleinen Patienten können die Ärzte eine klare Diagnose stellen. Nur selten wird eine bedeutsame körperliche Störung diagnostiziert, die spezifisch therapiert werden kann. Auch eindeutige psychische Einflußfaktoren lassen sich in den meisten Fällen nicht feststellen.</p>
<p>Die verbreitete Annahme, dass man wiederkehrende Bauchschmerzen ohne eindeutige Ursache nicht ernst nehmen müsse, weil diese sich »auswachsen« ist jedoch falsch: Etwa die Hälfte der betroffenen kleinen Patienten nimmt ihre Schmerzen ins Erwachsenenalter mit. Und oft kommen dann weitere Probleme dazu. »Viele Patienten mit <strong>chronischen Bauchschmerzen </strong>leiden zusätzlich unter Durchfällen, Schlafstörungen und anderen psychovegetativen Folgeerkrankungen«, weiß der Duisburger Schmerztherapeut Dr. Günther Bittel.</p>
<p><strong>BAUCHSCHMERZ ALS DAUERBEGLEITER</strong></p>
<p>Wie viele Menschen an chronischen Bauchschmerzen leiden, lässt sich schwer abschätzen. In Untersuchungen schwanken &#8211; je nach Definition und Kriterien &#8211; die Zahlen zwischen 2,5 und 30 Prozent der Bevölkerung. Frauen sind häufiger betroffen. Schwer vorhersehbar ist auch der Verlauf. Die Symptome können sich im Laufe der Zeit ändern, stärker oder schwächer werden, verschwinden und wiederkommen. Doch in den meisten Fällen bleiben die Beschwerden ein Dauerbegleiter. Totschlagdiagnosen und keine Therapie. Die Patienten machen allerdings oft die Erfahrung, dass ihre Beschwerden weder ernst genommen, noch adäquat behandelt werden. »Es werden Totschlagsdiagnosen wie »Reizdarm-Syndrom« und »somatoforme Störung« gestellt, kombiniert mit therapeutischem Nihilismus«, kritisiert Bittel. Dabei ist es sehr wohl möglich, häufige und wesentliche Ursachen der Beschwerden aufzudecken, etwa Laktose-, Fruktose- und Sorbit-Intoleranz, verzögerte Nahrungsmittelallergien, Gluten-Unverträglichkeit, Histamin-Intoleranz oder chronische Infektionen. »Nötig dazu ist jedoch eine exakte Befunderhebung, eine klinische Untersuchung, ergänzt durch ein Ernährungs- und Schmerztagebuch sowie eine exakte Labordiagnostik«, sagt Bittel.</p>
<p><strong>MEHR ALS EINE DARMERKRANKUNG</strong></p>
<p>Bei chronischen Bauchschmerzen geht es um mehr als um eine reine Darmerkrankung. Der ganze Magen-Darm-Trakt ist betroffen. »Eine wichtige Rolle spielt dabei das so genannte Darmhirn, das kurz ENS genannte enterale Nervensystem«, erklärt der Duisburger Schmerztherapeut. Mit seinen 150 Millionen Nervenzellen ist das ENS das größte zusammenhängende Nervensystem außerhalb des Zentralnervensystems. In ihm laufen Prozesse nach ähnlichen Spielregeln ab wie im Rückenmark oder im Gehirn. »Darum ist es nicht verwunderlich, dass sich auch im Nervensystem unseres Magen-Darm-Traktes Chronifizierungsprozesse abspielen können, die der Entwicklung eines Schmerzgedächtnisses im Zentralnervensystem ähneln«, sagt Bittel. Wie bei der Chronifizierung von Schmerzen im Rücken, wirken auch bei der Chronifizierung von Bauchschmerzen innere und äußere Faktoren zusammen: emotionale Aspekte, Entzündungsprozesse, Ernährung aber auch die mikrobiellen Bewohner des Darms, die Mikroflora.</p>
<p><strong>MULTIMODALE THERAPIEKONZEPTE</strong></p>
<p>Ähnlich wie bei anderen chronischen Schmerzformen, setzen Schmerztherapeuten auch bei chronischen Bauchschmerzen heute auf multimodale Therapien, also Behandlungen, in denen verschiedene Strategien miteinander kombiniert und den individuellen Bedürfnissen eines Patienten angepasst werden. »Diese modernen Ansätze, bei denen Medikamente, psychosomatische und psychotherapeutische Strategien mit Ernährungsmedizin, mikrobiologischen Therapien und Naturheilverfahren kombiniert werden, haben eine gute Erfolgsrate«, sagt Bittel. </p>
<p><a href="http://www.stk-ev.de/" target="_blank">Deutsche Gesellschaft für Schmerztherapie</a></p>
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		<item>
		<title>Hackepeter und rohes Mett sind nichts für kleine Kinder!</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Mar 2012 10:24:23 +0000</pubDate>
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<p>In Deutschland wird einer aktuellen Studie zufolge rohes Fleisch öfter als erwartet auch von kleinen Kindern verzehrt. „Rohe, vom Tier stammende Lebensmittel sind häufig mit Krankheitserregern belastet“, erklärt Professor Dr. Dr. Andreas Hensel, Präsident des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR). „Besonders empfindliche Personengruppen, wie kleine Kinder, Schwangere, Senioren oder Personen mit geschwächter Immunabwehr, sollten diese Lebensmittel daher grundsätzlich nicht roh verzehren“. <strong>Mit rohem Fleisch können unter anderem Salmonellen, Campylobacter, E. coli einschließlich EHEC, Yersinien, Listerien aber auch Viren und Parasiten </strong>übertragen werden.</p>
<p>Eine aktuelle im Epidemiologischen Bulletin veröffentlichte Studie des Robert Koch-Instituts hat gezeigt, dass rohes Schweinefleisch der wichtigste Risikofaktor für den Erwerb einer Yersiniose ist. Die Yersiniose ist eine Magen-Darm-Erkrankung, die insbesondere durch Infektion mit dem Bakterium Yersinia enterocolitica verursacht wird. Die Übertragung der Yersinien kann unter anderem über Lebensmittel erfolgen, insbesondere über rohes Schweinefleisch. Schweinefleisch, zum Beispiel <strong>Mett</strong> oder <strong>Hackepeter</strong>, wird in Deutschland häufig auch roh verzehrt. Überraschend hoch war in der veröffentlichten Studie der Anteil der Kinder, die rohes Schweinehackfleisch gegessen hatten. Sogar bei Kindern, die 1 Jahr oder jünger waren, wurde bei knapp 30 % der Erkrankten (und 4 % der Kontrollpersonen) angegeben, dass sie Schweinefleisch roh verzehrt hatten.</p>
<p>In Deutschland und anderen europäischen Ländern ist Campylobacter mittlerweile der häufigste bakterielle Erreger von Darminfektionen des Menschen. Im Jahr 2011 wurden in Deutschland über 70 Tausend Campylobacteriose-Fälle bei Menschen gemeldet. Campylobacter-Bakterien kommen insbesondere in rohem oder unzureichend erhitztem Geflügelfleisch vor, aber auch in rohem Fleisch anderer Tierarten, in Rohmilch und bei Hühnereiern.</p>
<p>Die Zahl der gemeldeten Salmonellosen des Menschen, insbesondere durch Salmonella Enteritidis, hat sich in den letzten drei Jahren deutlich verringert. Dies deutet darauf hin, dass die Salmonellenbekämpfung beim Geflügel nach Verordnung (EG) Nr. 2160/2003 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 17. November 2003 zur Bekämpfung von Salmonellen und bestimmten anderen durch Lebensmittel übertragbaren Zoonoseerregern, insbesondere die Verordnungen die Legehennen und Eier betreffen, erste Erfolge zeigen. Infektionen des Menschen mit Salmonella Typhimurium sind weniger stark zurückgegangen. Salmonella Typhimurium kommen vor allem in Puten- und Schweinefleisch vor. Im Rahmen des Zoonosen-Monitorings wurden im Jahr 2009 in 5 % der Hackfleischproben nachgewiesen, meist Salmonella Typhimurium. Dieses Ergebnis bestätigt, dass rohes Hackfleisch eine Infektionsquelle für den Menschen darstellen kann.</p>
<p>Zum Schutz vor Lebensmittelinfektionen sollten besonders empfindliche Personengruppen, wie Kinder unter 5 Jahren, Schwangere, Senioren oder Personen mit geschwächtem Immunsystem, vom Tier stammende Lebensmittel grundsätzlich nicht roh verzehren. Meiden sollten sie daher den Verzehr von <strong>rohem Hackfleisch bzw. Hackepeter, Rohwurst, Rohmilch und Rohmilchkäse, rohem Fisch (z. B. Sushi) und bestimmten Fischereierzeugnissen (z. B. Räucherlachs und Graved Lachs) sowie rohen Meerestieren (z. B. rohe Austern)</strong>.</p>
<p>Insbesondere zerkleinertes Fleisch wie <strong>Hackfleisch</strong> bietet mit seiner großen Oberfläche den Mikroorganismen ideale Vermehrungsbedingungen. Zum Schutz vor Verderb und Wachstum von Krankheitserregern gelten für <strong>rohes Hackfleisch</strong> deshalb besonders strenge Anforderungen an die Herstellung und Lagerung. Deshalb sollte an der Bedientheke erworbenes Hackfleisch auch im Privathaushalt nur im Kühlschrank aufbewahrt und am Tag des Einkaufs verbraucht werden. Frisches Hackfleisch in Fertigpackungen muss mit einem Verbrauchsdatum („zu verbrauchen bis&#8230;“) sowie einer Beschreibung der einzuhaltenden Lagertemperatur gekennzeichnet sein. Sofern die auf der Verpackung angegebene Lagertemperatur im Haushalt nicht eingehalten werden kann, sollte Hackfleisch am Tag des Einkaufs verbraucht oder durchgebraten werden. Nach Ablauf des Verbrauchsdatums sollte rohes Hackfleisch nicht mehr verzehrt werden.</p>
<p>Verbraucherinnen und Verbraucher können sich weiterhin schützen, indem sie Fleisch und Geflügel vor dem Verzehr ausreichend und gleichmäßig garen, bis der austretende Fleischsaft klar ist und das Fleisch eine weißliche (Geflügel), graurosa (Schwein) oder graubraune Färbung (Rind) angenommen hat. Die Innentemperatur im Fleisch sollte mindestens 70 °C für 2 Minuten betragen und kann im Zweifelsfall mittels eines Fleischthermometers überprüft werden.</p>
<p>Besonders wichtig ist auch das Einhalten allgemeiner Hygieneregeln. Um Kreuzkontaminationen zu vermeiden, sollten beim Umgang mit rohen und gegarten Lebensmitteln nie dieselben Küchenutensilien verwendet werden, sofern diese vorher nicht gründlich mit heißem Wasser und Spülmittel gereinigt wurden. Außerdem ist es ratsam, für das Schneiden von Fleisch und Geflügel ein anderes Schneidbrett zu verwenden als für Obst und Gemüse. Die Hände sollten nach Kontakt mit rohen Lebensmitteln sofort gründlich gewaschen werden.</p>
<p><strong>Über das BfR</strong></p>
<p>Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist eine wissenschaftliche Einrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV). Es berät die Bundesregierung und die Bundesländer zu Fragen der Lebensmittel-, Chemikalien und Produktsicherheit. Das BfR betreibt eigene Forschung zu Themen, die in engem Zusammenhang mit seinen Bewertungsaufgaben stehen.</p>
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