Über die Hälfte der Alzheimer-Krankheit könnten verhindert werden

Bis auf die genetisch bedingte Form der Alzheimer-Erkrankungen könnten Faktoren, wie der individuelle Lifestyle, medizinische Behandlung und die Prävention chronischer Erkrankungen verhindern, dass Alzheimer bei einem Menschen auftritt. Dies behaupten Wissenschaftler des San Francisco VA Medical Centers. Die Forscher kamen zu diesem Ergebnis aufgrund einer Datenanalyse, die hunderttausende Teilnehmerdaten weltweit auswertete. Dabei stellte sich heraus, dass die größten, aber veränderbaren Faktoren geringe Bildung, Rauchen, körperliche Inaktivität, Depressionen, Bluthochdruck im mittleren Lebensalter, Diabetes und Übergewicht sind.
Zusammengenommen sind diese Risiken verantwortlich für 51 Prozent der Alzheimerfälle weltweit. In den USA liegt der Prozentsatz sogar bei 54 Prozent. Besonders aufregend ist, dass Lebensstilveränderungen, wie etwa körperliche Aktivität und Rauchverzicht, eine so schwerwiegende Bedeutung haben, dass sie Alzheimer- und andere Demenzerkrankungen verhindern können.

Weltweit wird sich die Alzheimer-Erkrankung in den nächsten 40 Jahren verdreifachen, so Experten. Die Studienergebnisse wurden anlässlich der Alzheimer’s Association International Conference 2011 (AAIC 2011) in Paris vorgetragen und in „Lancet Neurology“ veröffentlicht.-IMK- Quelle: EurekAlert

(ots)Ergebnisse einer internationalen Umfrage belegen, dass 85% der Teilnehmer aus fünf Ländern bei Anzeichen von Verwirrung und Gedächtnisverlust ärztliche Beratung suchen würden, um sicherzustellen, ob die Symptome auf die Alzheimer-Krankheit zurückzuführen sind. Mehr als 94% hätten dasselbe Bedürfnis, wenn die Symptome bei einem Familienmitglied auftreten würden. Die Ergebnisse wurden ebenfalls auf der Alzheimer’s Association International Conference 2011 (AAIC 2011) präsentiert.
Die Umfrage in den USA und vier europäischen Ländern – Frankreich, Deutschland, Spanien und Polen – wurde von Alzheimer Europe und der Harvard School of Public Health entworfen und analysiert.

In vier der fünf Länder war Alzheimer, nach Krebs, die am meisten gefürchtete Krankheit. Die Befragten sollten aus einer Aufzählung von sieben Krankheiten wie z. B. Krebs, Herzinfarkt und Schlaganfall wählen, vor welcher sie am meisten Angst hätten. Rund ein Viertel der Erwachsenen in vier der fünf Länder sagten, sie würden sich am meisten vor Alzheimer fürchten.

Die Angst vor Alzheimer nimmt mit dem Alter zu, allerdings sind auch junge Erwachsene besorgt. Rund jeder siebte zwischen 18 und 34 gab Alzheimer als diejenige Krankheit an, vor der er/sie sich am meisten fürchtete.

Die Umfrage zeigte, dass ein großer Teil der Befragten bereits Erfahrung mit Alzheimer hatte. Mehrheitlich gaben die Teilnehmer in allen fünf Länder an, jemanden mit Alzheimer zu kennen oder gekannt zu haben, beispielsweise 73% in Deutschland, 72% in Frankreich, 77% in Spanien, 73% in den USA und 54% in Polen. Rund 30% haben persönliche Erfahrung mit einem Familienmitglied, das an Alzheimer leidet. Erfahrungen im Familienkreis bewegen sich zwischen 19% in Polen und 42% in den USA.

Solch häufige Kontakte mit Alzheimer dürften dazu beitragen, dass beispielsweise verwirrt sein (86%) oder sich verlaufen (88%) als Symptome erkannt werden.

Informationen auch unter:
http://www.alzheimerforum.de

Viele Demenzkranke erhalten anfangs keine oder nur eine niedrige Pflegestufe, weil sie körperlich noch agil sind. Die Stiftung Warentest hat in der August-Ausgabe ihrer Zeitschrift Finanztest zusammengestellt, wer wann Sach- und Finanzhilfen bietet. Unterstützung gibt es vor allem außerhalb der Pflegeversicherung.
Umfassende Informationen zur gesetzlichen Pflegeversicherung und Demenz sind in der August-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und online unter www.test.de/demenz-hilfen veröffentlicht.

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