Über Brustkrebs und wie man die Risiken senken kann

Ernährung, ob im Jugend- oder fortgeschrittenen Alter, hat einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die Gesundheit. Dies legen zumindest zwei gerade erschienene Studien nah, die sich mit dem Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, auseinandersetzen. Die erste Studie zeigt auf, dass ein hoher Obstkonsum während des Jugendalters das Risiko verringert, später an Brustkrebs zu erkranken. Die zweite Studie stellt einen Zusammenhang zwischen erhöhtem Alkoholkonsum und Brustkrebs her.

Kann Obstkonsum im Jugendalter wirlich eine präventive Wirkung gegen Brustkrebs entfalten?

Das wollten US-Wissenschaftler herausfinden. Aus der umfangreichen Nurses Health Studie wurden Fragebögen zum Ernährungsverhalten von über 90.000 Frauen im Alter zwischen 22 – 44 Jahren ausgewertet. Sie beantworteten Fragen eines Erhebungsfragebogen zum Ernährungsverhalten, darunter 44.223 Frauen, während ihres Jugendalters.

Was ist bisher über Obstkonsum und prävalente Wirkung auf Brustkrebs bekannt?

Gemüse und Obst können vor Brustkrebs schützen. Die Studienlage ist aber nicht so, dass die Ergebnisse die Hypothese stützen. Denn bisher haben die meisten Studien den Konsum im mittleren und späteren Lebensabschnitt von Frauen geprüft. Die Jugendzeit könnte jedoch eine Zeitraum sein, wo das Brustgewebe besonders empfindlich für karzinogene Einflüsse ist.

Was hat die neue Studienanalsyse an Erkenntnissen hinzugefügt?

Obst- und Gemüsekonsum im frühen Erwachsenenalter scheint bei der Verhinderung von Brustkrebs hohen Nutzen zu haben. Eine über die Ernährung hohe Aufnahme von Carotin während dieser Zeit steht in einem spezifischen Zusammenhang mit einem geringeren Risiko für Brustkrebs. Und zwar ist der Zusammenhang mit dem Auftreten von Brustkrebs signifikant bei individuellem Konsum: Je höher der Konsum von Äpfel, Orangen, Bananen, Trauben und Kohl, desto größer die präventive Wirkung. Es gab keinen Zusammenhang zwischen dem Konsum von Fruchtsaft und geringerem Brustkrebsrisiko.

Alkohol und Brustkrebsrisiko

Die zweite Studie eines Wissenschaftlerteams aus Dänemark galt der Wirkung des Alkoholkonsums auf das Brustkrebsrisiko bei Frauen, deren Alkoholkonsum sich geändert hat.

22.000 dänische Frauen in der Menopause bildeten die Untersuchungsgruppe. Dabei zeigte sich, dass Frauen, die über einen Zeitraum von fünf Jahren mehr als zwei alkoholische Getränke pro Tag tranken, ein rund 30 Prozent höheres Risiko für Brustkrebs haben. Dagegen verringerte sich deren Risiko für Herzerkrankungen im Vergleich zu Frauen mit stabilem Alkoholkonsum um 20 Prozent.

Alkohol

Was ist über den Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum und Brustkrebs bei Frauen schon bekannt?

Viele Studien konnten bereits zeigen, dass es einen Zusammenhang gibt zwischen Alkoholkonsum und zunehmenden Brustkrebsrisiko und einer abnehmenden Gefahr für Herz-Kreislauferkrankungen. Die meisten Ergebnisse basieren auf beobachtende Studien. Wenig war bisher bekannt über die Wirkung vermehrten Alkohkonsums auf Brustkrebs oder Herz-Kreislauferkrankungen.

Welche neuen Erkenntnisse hat die dänische Studie gebracht?

Die Wissenschaftler fanden bei erhöhtem Alkoholkonsum über einen Zeitraum von fünf Jahren ein höheres Risiko für Brustkrebs und ein geringeres für Herz-Kreislauferkrankungen im Vergleich zu Frauen, die einen gleichmäßigen Alkoholkonsum über die Jahre beibehielten. Die Ergebnisse unterstützen also die Theorie, dass ein veränderter, erhöhter Alkoholkonsum auch zu einem erhöhten Risiko für Brustkrebs und einem verminderten für Herz-Kreislauferkrankungen führt. IMK

Erschienen im Journal: The BMJ

Research: Fruit and vegetable consumption in adolescence and early adulthood and risk of breast cancer: population based cohort study

Research: Five year change in alcohol intake and risk of breast cancer and coronary heart disease among postmenopausal women: prospective cohort study

 

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