Weinen hilft, Stress besser zu verarbeiten und gesund zu bleiben

weinen

Tears in your eyes – bei Frauen sieht man sie häufiger glitzern als bei Männern. Und Menschen, die an dem Sjogren Syndrom, einer Auto-Immun-Erkrankung leiden, können keine Tränen produzieren. Wer häufig weint, also eine richtige Heulsuse ist, sollte sich über die Ergebnisse einer aktuellen Studie freuen. Denn Weinen kann sich tatsächlich positiv auf Seele und Körper auswirken, haben jetzt Wissenschaftler der University of Queensland in Australien herausgefunden.

197 Studienteilnehmer im Alter zwischen 17 und 51 Jahren waren daran beteiligt. Nun ist die Aussagekraft von experimentellen Studien nur mit Abstrichen mit der realen Welt zu vergleichen. Gleichwohl geben sie aber genügend Hinweise, um Schlüsse daraus ziehen zu können.

In diesem Test schauten sich die Probanden traurige Dokumentationen, die auf wirklichen Vorfällen beruhten oder emotional neutrale Videos an. Es ergaben sich anschließend drei Gruppen: 71 Teilnehmerinnen, die beim Anschauen der berührenden Dokumentation weinten; 61 Betrachterinnen deren Augen trocken blieben und die Kontrollgruppe, die keinen Grund zum Weinen hatte, wegen des neutralen Inhalts des Videos.

Weinen und Stresshormone

Alle drei Gruppen wurden anschließend einem Stresstest unterzogen. Dabei zeichneten die Forscher die Herz- und Atemfrequenz der Probandinnen auf und entnahmen Speichelproben.

Das Ergebnis: Jene Teilnehmerinnen, die geweint hatten, schütteten beim Test (Hände in eiskaltes Wasser halten) weniger Stresshormone aus. Zudem blieb die Herz- und die Atemfrequenz ruhiger bei den anderen Teilnehmerinnen.

Unser Körper versucht, in einem Gleichgewicht zu bleiben. Mediziner nennen dies biologische Homöostase. Das Weinen, so vermuten die Wissenschaftler, unterstützt den Körper dabei, diese beizubehalten. Weinen scheint also den Effekt zu haben, nach einer körperlichen und psychischen Herausforderung im Gleichgewicht zu bleiben.

Also Tränen besser nicht zurückhalten, sondern einfach mal drauflos weinen. -IMK-

Quelle: https://psycnet.apa.org/doiLanding?doi=10.1037%2Femo0000633

Photo by Aliyah Jamous

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