Weniger Testosteron – mehr Vatergefühle

Männer sind biologisch für die Pflege ihres Babies ausgerüstet, sagen Forscher, die herausgefunden haben, dass der Testosterongehalt im Blut bei jungen Vätern sinkt. Dieses Absinken des männlichen Hormons macht aus dem Mann einen auf die Familie bezogenen Vater. Testosteron sorgt beim Mann in der Regel dafür, dass er sexuell aktiv ist und eine Partnerin sucht. Die Studie der Wissenschaftler von der Universität Northwestern umfasste 624 junge Männer und begleitete sie bevor und nachdem sie Vater wurden.
Dabei stellte sich heraus, dass schon bald nach der Geburt des Kindes, der Testosteronspiegel bei den jungen Vätern erheblich gesunken war. Eine Anpassung des Hormonhaushalts, so die Wissenschaftler, die dafür sorgt, dass der Mann der Situation entsprechend handeln kann: Bei der Partnersuche ist der Hormonspiegel hoch, mit Beginn der Vaterschaft niedrig. Insbesondere bei Vätern, die stärker in die Pflege des Kindes eingebunden waren, zeigte sich ein deutlicher Abfall des Testosteronspiegels. Zu Beginn ihres Lebens sind Neugeborene sehr auf die Zusammenarbeit ihrer Eltern angewiesen. Väter werden daher hormonell neu „programmiert“, um diesen „Job“ gut auszufüllen, so der Leiter der Studie, Christopher Kuzawa. Vaterschaft ist eine Herausforderung, die sehr viel Gefühl, psychologische und körperliche Anpassung erfordert.
Der geringe Testosteronspiegel schützt möglicherweise auch vor gesundheitlichen Schäden und erklärt teilweise, warum verheiratete Väter häufiger länger gesund bleiben als im Alter vergleichbare männliche Singles.-IMK-
http://www.pnas.org/content/early/2011/09/02/1105403108

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