Wie Achtsamkeit die Selbsterkenntnis verbessert

Achtsamkeit sich selbst gegenüber, ohne zu bewerten, kann uns helfen, mehr über uns und unsere Persönlichkeit zu erfahren. Wie aktuelle Studien zeigen, gibt es eine Fülle „blinder Flecken“, die uns daran hindern, unsere Denkmuster, Gefühle und Verhalten zu verstehen. Trotz unserer Intuition, die uns glauben lässt, das wir uns selbst am besten kennen, haben andere Menschen manchmal eine genauere Sicht auf einige unserer Eigenschaften wie etwa Intelligenz als wir selbst. In einigen Fällen können „blinde Flecken“ negative Konsequenzen haben wie etwa schlechte Entscheidungsfähigkeit, geringe Motivation, emotionale und zwischenmenschliche Probleme und eine geringere Lebenszufriedenheit.
In einem aktuellen Artikel der März-Ausgabe des Wissenschaftsjournals „Perspectives on Psychological Science“ erklärt die Psychologin Erika Carlson, die an der „Washington University“ in St. Louis lehrt, eine mögliche Strategie, um die Selbsterkenntnis durch Achtsamkeit zu erhöhen.

Vom bewussten Erleben der eigenen Gefühle und Gedanken

Das Üben von Achtsamkeit ist wesentlicher Bestandteil vieler spiritueller und religiöser Gemeinschaften. Dabei soll bewusst auf die eigenen Gedanken und Gefühle geachtet werden, ohne dass es zu einer Wertung kommt. Das kann bewirken, so Carlson, dass Hindernisse zur Selbsterkenntnis abgebaut werden. Der Beweggrund, sich in einer gewünschten Art und Weise zu betrachten, kann die größte Barriere darstellen. Menschen überschätzen auch ihre Fähigkeit, negative Gefühle abzuwehren und das eigene Selbstwertgefühl anzukurbeln. Nicht-bewertende Beobachtung der eigenen Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen helfen, emotionale Reaktionen wie Minderwertigkeitsgefühle zu reduzieren, die ansonsten typisch dafür sind, die wahre Sicht auf sich selbst zu verhindern.

Zu wenig Informationen ist eine weitere Barriere: In manchen Situationen haben Menschen nicht ausreichende Informationen, um ihr eigenes Verhalten verbessern zu können. Zum Beispiel wissen wir oftmals nicht, wie unsere nonverbale Kommunikation aussieht, ob wir während einer Unterhaltung vielleicht zappelig wirken oder grimassieren. Achtsamkeit kann dazu beitragen, dass wir ein komplettes Körpergefühl bekommen, d.h. Signale unseres Körpers besser wahrnehmen.
Also, geben Sie besser auf sich acht ! –Ingrid Mosblech-Kaltwasser-

Quelle:EurekAlert

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