Wie Eltern und ihre Kinder spielend durch den Lockdown kommen

Lockdown

Zu Hause zu sein und gleichzeitig zu erziehen, zu arbeiten, zu entspannen und zu schlafen, kann eine Herausforderung sein. Als Eltern wollen wir das Beste für unsere Kinder, und wir fühlen uns schuldig, wenn wir ihnen nicht unsere ungeteilte Aufmerksamkeit schenken können. Zudem machen wir uns Sorgen, dass dies ihre zukünftigen Leistungen beeinträchtigen könnte.

Im Lockdown fehlen den Kindern soziale Bindungen und die Struktur der Schule. Eltern können zwar einen Stundenplan aufstellen, doch manchmal gibt es Schwierigkeiten, zum Beispiel bei der Technologie, der Vernetzung und der Lernkultur. Während einige Kinder in einer häuslichen Umgebung gut vorwärtskommen, finden andere es schwer, sich anzupassen.
Insgesamt werden sich viele Eltern eher gestresst, besorgt und isoliert fühlen und häuslichen Konflikten ausgesetzt sein.

Was sind die wichtigsten Anzeichen dafür, dass Ihr Kind unter Stress leidet?

Einige der wichtigsten Anzeichen für Stress in der Kindheit sind:

  • Zunehmende Aggression: Dies kann sich sowohl körperlich als auch verbal äußern und geht oft mit der Schwierigkeit einher, bei schwierigen Aufgaben geduldig zu sein.
  • Rückzug: Im Homeschooling leben die Kinder natürlich zurückgezogener, aber es ist wichtig zu erkennen, ob das Kind sich von sozialen Kontakten im Allgemeinen zurückzuziehen beginnt.
  • Überreaktion: Kinder spüren Leistungsdruck rasch und reagieren oftmals mit Angst darauf. Sie werden dann bereits bei kleinen Herausforderungen oder Problemen wütend oder beginnen zu weinen.
  • Albträume: Angst ist eine typische Reaktion auf ein erhöhtes Maß an Stress und kann sich in Form von Schlafproblemen äußern. Tatsächlich hat eine aktuelle Studie (1) gezeigt, dass 1 von 3 Kindern schulbezogene Albträume hat!
  • Mangelnde Aufmerksamkeit: Dies ist zwar angesichts der Ungewissheit und der ständigen Veränderungen zu erwarten, aber wenn es sich auf die Erledigung von Aufgaben auswirkt, kann dies ein Zeichen von Stress sein.

Hat erhöhte Bildschirmzeit einen Einfluss auf das Stressniveau eines Kindes?

Erhöhte Bildschirmzeit hat einen Einfluss auf unser Stressniveau und unsere Fähigkeit, mit Stress umzugehen. Sie beeinflusst unsere Melatoninproduktion, was zu Problemen mit der Schlafquantität und -qualität führen kann. Unser Cortisolspiegel erhöht sich, wodurch wir uns gestresster fühlen und unser Schlaf wieder beeinträchtigt wird. Auch die Augen werden überanstrengt, Müdigkeit ist die Folge.

Was können Eltern tun, um mit dem Stress beim Homeschooling umzugehen?

Es ist wichtig, Grenzen zu setzen und einen Zeitplan zu erstellen, der zur Routine werden sollte. Durch das Festlegen von Grenzen können Erwartungen gesteuert werden und Raum schaffen für die eigene Selbstfürsorge. Ein Zeitplan gibt dem Tag Struktur und Sinn, wodurch Eltern sich kontrollierter und sicherer fühlen. Sie können überschauen, ob sie das, was sie geplant haben, auch umsetzen konnten. Die Grenzen sollten mit den Kindern kommuniziert werden. Sie verstehen dann besser, was passieren wird. Dadurch werden auch Konflikte vermieden.

Es ist wichtig, dass Sie sich am Abend entspannen können, damit danach ein guter Schlaf folgen kann. Den brauchen wir, um ein emotionales Gleichgewicht zu erreichen und einen weiteren herausfordernden Tag zu bewältigen. Eine gesunde Ernährung ist ebenfalls wichtig, da 90 % unseres Serotonins, unseres Glückshormons, in unserem Darm produziert wird.

Seien Sie geduldig, auch mit sich selbst. Rechnen Sie damit, dass Dinge schief gehen können. Lachen Sie lieber darüber, als sich zu ärgern und kommen sie spielend durch den Lockdown.

Copyright: Plattform Ernährung und Bewegung

Dazu hat die Plattform Ernährung und Bewegung für Familien Comics, Rezepte, Spiele und „Mediennutzungsverträgen“ für Kinder bereitgestellt, damit die Eltern-Kind-Beziehung auch bei Homeoffice und Homeschooling gelingt.

Im Pandemiealltag ist auch die Sorge der Eltern um ausreichend Bewegung, Entspannung und ausgewogene Ernährung des Nachwuchses groß. Gemeinsame Bewegung sowie Kochen und Mahlzeiten müssen aber keine zusätzlichen Belastungen sein, sondern bieten auch Gelegenheit, den Familienalltag zu strukturieren und die Herausforderungen entspannter anzugehen. peb bietet Familien und allen, die für Kinder sorgen, Angebote, die Spaß machen auf Basis fundierter Expertise.

„Es ist uns ein Anliegen, dass Kinder und ihre Eltern gesund und zuversichtlich durch diesen aktuellen Lockdown kommen“, erklärt peb-Geschäftsführer Mirko Eichner die Angebote der Plattform Ernährung und Bewegung. „Wir stellen Fachleuten, die die Gesundheit von Kindern und Familien fördern, Content zur Verfügung und freuen uns über Medienpartnerschaften“, so Eichner. Von Bewegungsspielen für kleine Kinder, über Rezepte für Jugendliche, Spiele für die ganze Familie bis hin zu Medienverträgen, peb verfügt über einen reichen Fundus für Aktivitäten in den eigenen vier Wänden.

Comics für Kinder – Bewegungsspiele für die Kleinen

Einfach das Zuhause als Sportstätte nutzen – im Lockdown müssen kreative Lösungen her. Inspiriert von den beiden TV-Helden Peb & Pebber hat peb zahleiche Ideen für Bewegungsspiele entwickelt. Die Comics sind besonders auch für kleinere Kinder geeignet, die noch nicht lesen können. Die Spielmaterialien gibt es in jedem Haushalt oder lassen sich ganz einfach selber basteln. Das Super RTL-Fernsehformat „Peb & Pebber“ wurde von peb gemeinsam mit Fachleuten aus der Ernährungswissenschaft, Pädagogik, Sport und Medien entwickelt. Die Clips vermitteln Kinder praxisnah und altersgerecht Wissen und regen zum Mitmachen an – mit Unterhaltungswert. Mit Klicken auf diesen Link gibt es die Video-Clips von Peb & Pebber auf Youtube und die Bewegungs-Comics zum Download.

Nicht nur im Lockdown „Familienaufstand“: Ein Spiel für die ganze Familie

Viele Kinder und Familien bewegen sich im Corona-Alltag zu wenig. Mit dem Spiel „Familienaufstand! – Alles zählt, nur Sitzen nicht“ motiviert peb öfter mal aufzustehen und mehr Schwung in den Tag zu bringen. Sitzzeiten haben einen hohen Wert für die gesunde Entwicklung – von klein auf. Wer weniger sitzt oder langes Sitzen häufig unterbricht, hat bessere Chancen auf ein gesundes Körpergewicht und kann sich leichter konzentrieren.

Zudem sind Kinder, die weniger sitzen, oft ausgeglichener und haben meist festere Knochen. Schon kurze Sitzunterbrechungen und mehr Stehen wirken sich positiv auf bestimmte Blutwerte aus. Im Vergleich zum Sitzen werden dabei bis zu doppelt so viele Kalorien verbraucht. Regelmäßige Veränderungen der Körperhaltung sind außerdem gut für Muskeln, Gelenke und die Wirbelsäule.

Als Einstieg in das Spiel machen Familien zunächst den Sitzcheck und finden heraus, wie es um ihre Sitzzeiten bestellt ist. Dann sammeln alle Familienpunkte. Ob Treppe steigen statt Aufzug fahren, zu Fuß Einkaufen gehen oder Vokabeln lernen im Gehen – alles zählt, nur Sitzen nicht! Punkte werden in den drei Kategorien „(Auf)Stehen!“, „Bring Schwung rein!“ und „Beweg dich gesammelt!“ denn bei „Familienaufstand!“ geht es nicht nur Sport, sondern vor allem darum, sich auch im Alltag unter „Corona-Bedingungen“ mehr zu bewegen und weniger zu sitzen. Unter www.familienaufstand.de stehen alle Spielmaterialien als Download zur Verfügung.

Mediennutzungszeiten: für Kinder bis 12 Jahre

Medienerziehung war schon vor der Corona-Krise eine der größten Herausforderungen für Eltern, um ihren Kindern ein gesundes Aufwachsen zu ermöglichen. Jetzt sind digitale Medien vollends ins Zentrum gerückt, da schulische Inhalte überwiegend digital vermittelt werden und der Kontakt zu Freunden und Verwandten auch online stattfindet. Hinzu kommen Medienzeiten zum Spielen und zur Unterhaltung. Umso wichtiger ist es, feste Regeln zum Umgang mit digitalen Medien zu vereinbaren, so dass noch Zeit für „analoges“ Spiele, Reden, Musizieren und Toben bleibt.

Auch im Lockdown sollten Kinder nicht vor digitalen Medien „geparkt“ werden. peb unterstützt Familien dabei, verbindliche Mediennutzungszeiten zu vereinbaren. Die „Mediennutzungsverträge“ von peb werden zwischen Eltern und Kinder geschlossen und stehen auf der peb-Website als Download zur Verfügung. Um eine altersgerechte Unterscheidung vorzunehmen, gibt es für Kinder von 3 -6, 7-9 und 10-12 Jahren jeweils eigene Versionen.

Unter www.pebonline.de informiert die Plattform Ernährung und Bewegung über ihre zahlreichen weiteren Initiativen, Materialien und Projekte.

Plattform Ernährung und Bewegung e. V. (peb) ist ein Zusammenschluss von Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Sport, Eltern sowie Ärztinnen und Ärzten. Zahlreiche Partner setzen sich aktiv für eine ausgewogene Ernährung und mehr Bewegung als wesentliche Bestandteile eines gesundheitsförderlichen Lebensstils bei Kindern und Jugendlichen ein.

(1)https://thedozyowl.co.uk

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